Auswärtiges Amt: Kooperation mit öffentlichen statt privaten Schulen im Ausland!

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Chancengleichheit und eine gerechtere Welt - das sollten Kernanliegen der Sozialdemokratie sein. Die Realität jedoch sieht anders aus. Während in Deutschland Steuermittel für gut funktionierende staatliche Schulen eingesetzt werden, unterhält man im Ausland Partnerschaften mit Privatschulen, die genau für das Gegenteil stehen: Segregation und Ungerechtigkeit.

 

Die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ wurde 2008 durch das Auswärtige Amt ins Leben gerufen.

Dazu heißt es: "Die Initiative stärkt und verbindet ein weltumspannendes Netz von rund 1.800 Partnerschulen mit besonderer Deutschlandbindung. Bei jungen Menschen soll damit nachhaltiges Interesse und Begeisterung für das moderne Deutschland und die deutsche Sprache geweckt werden – insbesondere in den Schwerpunktregionen Asien, Naher und Mittlerer Osten sowie in Mittel- und Osteuropa.

Das Auswärtige Amt koordiniert die Partnerschulinitiative und setzt sie gemeinsam mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, dem Goethe-Institut, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und dem Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz um."

Jedoch sind ein großer Teil der Partnerschulen, etwa in Indien, Privatschulen. Diese Privatschulen sind gebührenfinanziert und schließen dadurch einen Großteil der Kinder aus, deren Eltern die Gebühren nicht finanzieren können. Zudem legitimiert das Auswärtige Amt durch dieses Handeln Segregation. Und das ohne jede Notwendigkeit. Es gibt weltweit sicherlich unzählige öffentliche Schulen, die an einer Kooperation interessiert sind. 

Wir fordern das Auswärtige Amt und Herrn Heiko Maas (SPD)  daher dazu auf, die Kooperationen mit gebührenfinanzierten und undemokratischen Privatschulen im Ausland unverzüglich einzustellen und stattdessen Kooperation mit öffentlichen, demokratischen Schulen einzugehen.

Im Einklang mit den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen sollte das Auswärtige Amt in Zukunft sicherstellen, demokratische, öffentliche Schulen in Partnerschaftsprogramme aufzunehmen und von Kooperationen mit Privatschulen im Ausland grundsätzlich Abstand nehmen.

Der ehemalige Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung der Vereinten Nationen, Kishore Singh, sagte kürzlich in einem Interview bezogen auf Indien: "It should strengthen its schools, and provide free education of good quality up to the secondary level, to which it has made an international commitment under the Sustainable Development Agenda."

 

Ein SPD-geführtes Außenministerium sollte es als selbstverständlich erachten, dass das Recht auf kostenlose Bildung ein Grundpfeiler einer gerechten Gesellschaftsordnung ist und sollte ferner davon Abstand nehmen, dass privilegierten Kindern vorranging die Möglichkeit auf eine Teilnahme in kulturellen Programmen und Austauschprogrammen eingeräumt wird.

 



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