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Petition richtet sich an Oberbürgermeister Hans Rampf

Lehnen Sie den Ausbau des Schlachthofs in Landshut ab!

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Landshut verändert sich. Wieder einmal leider zum Schlechten. Mit der Ankündigung der Erweiterung des Schlachthofs rücken wir wieder weiter von einer familiären und artgerechten Fleischproduktion ab. Im Frühjahr dieses Jahres wurde der Mastbetrieb in Tiefenbach genehmigt, nun der Schlachthof. Ich bin schockiert über die schwerwiegenden und meiner Ansicht falschen Entscheidungen, die getroffen wurden und unser Stadt/Landbild so verändern.

Die Gier nach mehr Rendite lässt die Moral schwinden, so entstehen Agrarfabriken und Großschlachthöfe - und die Politik fördert die industrielle Massentierhaltung und –Verarbeitung durch großzügige Subventionen - und auch in Landshut begrüßt man das massenhafte Schlachten von Tieren.

In einem Bericht der Landshuter-Zeitung heißt es, dass die Stadt ein gutes Verhältnis zu VION hat und dem Genehmigungsprozess nichts entgegenstünde. Somit ist dieser Prozess nur reine Formsache. Durch die Automatisierung in der Fleischproduktion gehe ich auch nicht davon aus, dass es merkbar mehr Arbeitsplätze in Landshut geschaffen werden. In Schlachthöfen herrscht Akkordarbeit - die Mitarbeiter werden mit monetären Mitteln "ermuntert" schneller zu arbeiten.

Und die Tiere leiden - auch auf dem Weg zu ihrem Schlächter. Laut Gesetzgebung dürfen Nutztiere nicht länger als 8 Stunden transportiert werden. Unter bestimmten Ausnahmen darf der Transport aber verlängert werden, z.B. beim Transport in Spezialfahrzeugen und unter Einhaltung von Pausen- und Versorgungsintervallen. Schweine dürfen dann maximal 24 Stunden transportiert werden. Von den Regelungen unberührt bleiben grenzüberschreitende Tiertransporte! Demnach ist es rechtlich gesehen durchaus legitim, Schweine länger als 28 Stunden im LKW zu transportieren! Das ist unglaublich!

Wir Bürger werden wieder beschwichtigt, dass der Ausbau "nicht merkbar sein wird". Durch die Schlachtungen gibt es bereits jetzt vor allem im Sommer starke Geruchsbelästigung, das kann jeder der in der Gegend Wolfgangs-/Bayerwaldsiedlung und Hascherkeller wohnt bestätigen. Der LKW-Verkehr wird zunehmen und die Verkehrswege sind nicht darauf ausgelegt diese Massen zu bewältigen!

Ist es nicht erstrebenswerter für uns Landshuter diesem Trend entgegenzuwirken? Gäbe es nicht ein schöneres (Stadt-) Bild wenn mehr Hofläden enstünden, die bäuerliche Kultur, die das Land Bayern geprägt hat, nicht nur auf Werbeplakaten sondern real gelebt wird? Wollen wir wirklich diesen zusätzlichen Verkehr von 21.000 Schweinen sowie (nach der Schlachtung) deren Teile auf unseren Straßen? Wir wollen doch für uns und unsere Kinder langfristig eine gesunde und ansehnliche Stadt und Umland erhalten!

Hiermit appelliere ich an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, die gegen den Ausbau des Schlachthofes in Landshut sind. Bitte stimmen Sie gegen den Ausbau mit Ihrer Stimme!

Bildquelle: gruene_sachsen, CC BY-NC-ND Lizenz 2.0

Diese Petition wurde übergeben an:
  • Oberbürgermeister
    Hans Rampf


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