Keine Büsche und Bäume in Großkraftwerken verfeuern!

Leider ist die Petition stark irreführend, was die Projektanfrage aus Namibia an Hamburg zur Nutzung der Buschbiomasse angeht. Das kritische Thema von Biomasse allgemein als Ersatzbrennstoff für Kohlekraftwerke ist durchaus kritisch zu hinterfragen und dem Vorgehen der Großindustrie ein Riegel vorzuschieben. Aber die Vermischung mit der Projektanfrage aus Namibia aus populistischen Gründen ist unredlich. Viele Namibische Umweltorganisationen und auch soziale Akteure unterstützen die Anfrage an Hamburg und weisen ausdrücklich auf die Bedrohung des Namibischen Ökosystems durch das sog. „bush-encroachment“ hin.
Diese Namibischen NGO haben ausdrücklich den Dialog mit deutschen NGO angeboten, um das Verständnis für die Situation in Namibia zu schaffen.
Siehe dazu: https://namibianaturefoundation.wordpress.com/author/namibianaturefoundation/

Schade, daß die DUH dieses Angebot aus Namibia seit Monaten bewußt ignoriert und auf dem Rücken Namibias eine populistische Kampagne führt.
Das hat nichts mit Klimagerechtigkeit und vor allem auch nichts mit dem fairen Umgang eines deutschen Interessenverbandes mit dem globalen Sünden zu tun. Ein Interessenverband, der ansonsten für sich in Anspruch nimmt, auch als Stimme weniger privilegierter Menschen im globalen Süden aufzutreten. Wenn dann aber diese Stimmen nicht mit dem eigenen Weltbild übereinstimmen, werden diese bewußt ignoriert oder sogar zum Schweigen gebracht. Dieses Verhalten ist nicht unterstützenswert.

Mirco Beisheim, stop-greenwashing.org
Mitglied der PG Namibia des Klimagerechtigkeits-Netzwerks hamburg.global
https://hamburg.global/organe-gruppen/aktive-gruppen/tg-klimagerechtigkeit-kohleausstieg/pg-namibia/

Mirco Beisheim, Hamburg, Germany
3 months ago
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