Forderung nach mehr Präsenzunterricht für alle Grundschulklassen nach den Sommerferien

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Forderung nach mehr Präsenzunterricht - (mindestens) in einem rollierenden System - für alle Grundschulklassen nach den Sommerferien in Hamburg

Alle Schüler und Schülerinnen der Grundschulen Klasse 1 – 3 in Hamburg sind seit mehr als 10 Wochen zu Hause. Dies bleibt für die nächsten 11 Wochen in Hamburg so bestehen bis auf vier ca. 5-stündige als touristisch anmutende Besuche der Schüler und Schülerinnen ihrer eigenen Schulen. Wenn es nach den Politikern der Stadt geht fehlt Ihnen auch mittel- und langfristig (sprich nach den Sommerferien) ein Plan und somit wurde am 12.05.2020 auch keiner in der Pressekonferenz des Hamburger Senats verkündet bis auf der Slogan „Sorgfalt vor Geschwindigkeit“.

Alle Schüler und Schülerinnen der Klassen 1 - 3 sind aus dem gesellschaftlichen Leben seit mehr als 10 Wochen ausgeschlossen. Sie dürfen nicht zum Sport, sie sollen nicht mit zum einkaufen, sie dürfen nicht in ihre Schulen, sie durften für lange Wochen niemanden aus einem anderen Haushalt treffen. Ältere Menschen springen erschrocken zur Seite. Eltern – insbesondere Mütter – haben dies begleitet und sind zu All-in-one Superhelden (Organisator des Familienlebens, Lehrer, Koch, Einkäufer, ihr eigener Beruf, Haushälterin, um das wichtigste zu nennen) mutiert. Vermutlich oftmals am Rande des Zusammenbruchs (auch wenn es keiner zugeben mag). Arbeitgeber von Müttern beharren auf Gleichbehandlung von Arbeitnehmern mit und ohne Kindern und lassen „interessiert uns nicht“ verlauten - seht zu wo ihr Eure Kinder unterbringt. Home Office (auch wenn Technik und Jobinhalte es zulassen) wird nicht ermöglicht wie es dringend - nein zwingend - für diese ganze Zeit gebraucht wird.

Nach 10 Wochen als eine dieser Mütter , nach 10 Wochen als Erstklässler ist festzuhalten dass es nach vorne gerichtet kein auszuharrender Zustand mehr sein kann ! Die gesunde Entwicklung von Kindern benötigt mehr als nur zu Hause zu sein und sich im Umkreis der mitunter kleinen Familien für unbestimmte Zeit zu bewegen. Die Lernentwicklung ist beeinträchtigt als Grundschüler mit Fernstudium. Die wirtschaftlichen Folgen für Mütter können in die Existenzbedrohung gehen wenn sie es nicht mehr schaffen die Balance zu halten und sich vom Job trennen müssen. Im schlimmsten Fall werden die Kinder beiseite geschoben und sind sich selbst überlassen. Notbetreuungen in Kindergärten und Schulen können dies über lange Zeiträume ebenfalls nicht auffangen. Es muss wieder ein Kozept her wie es trotz des Coronavirus (trotz Noroviren, etc.) an den Grundschulen weitergehen kann.  

Insbesondere ist es nicht verständlich dass Kinder und Mütter bis an ihre Grenzen zu gehen haben wenn u.a. gleichzeitig Kontaktbeschränkungen vom Hamburger Senat gelockert werden. Seit dem 13.05.2020 dürfen sich z.B. zwei Haushalte wieder treffen mit maximal 10 Personen. 10 Personen? Eine geteilte Klasse hat 15 Schüler und Schülerinnen, die sich nicht in der Schule treffen dürfen? Ich wäre eher für eine Beschulung der Kinder im gewohnten Umfeld als dass wir uns zu zehnt in der Pizzeria treffen. 

Aus sozialen, pädagogischen, gesundheitlichen und auch wirtschaftlichen Gründen fordere ich den Hamburger Senat unverzüglich auf ihre Hausaufgaben „sorgfältig und mit Geschwindigkeit“ zu machen. Schafft Rahmenbedingungen für die Schulleitungen und Nachmittagsbetreuungen der Grundschulen! Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat es um Ostern 2020 bereits empfohlen. Traumatisiert diese Generation von Schülern und Schülerinnen nicht! Auch nicht mit rigide eingeforderten Hygienemassnahmen für Schüler und Schülerinnen ! Hygiene ist wichtig um Krankheiten vorzubeugen, übertriebene Hygiene und Massnahmen sind es nicht! (Gebt darüber hinaus Risikogruppen die Möglichkeit es anders zu gestalten.)

Die Erkenntnisse und doch kleinen Zahlen in Hamburg rund um das Coronavirus lassen dies zu ! Öffnet die Grundschulen bevor ihr für ganz Hamburg die Kontaktbeschränkungen dermassen lockert, so dass keine Verhältnismässigkeit mehr zu sehen ist! Die Klassen können in zwei Gruppen aufgeteilt werden und im wöchentlichen Wechsel Mo, Mi, Fr für die eine und Di, Do für die andere Gruppe in den wichtigsten Schulfächern unterrichtet werden. Mittagessen und Nachmittagsbetreuungen (zumindest bis 16 Uhr) sollen im Anschluss stattfinden. Schulleitungen, Lehrer und Eltern werden an einem Strang ziehen wenn ihr endlich die Rahmenbedingungen über die Sommerferien hinaus vorgebt ! Nicht nur Kindergartenkinder - auch Kinder der Grundschulen sind noch da und wollen dass ihr Euch um ihre Belange kümmert ! Diese Kinder sind für Sie und für alle Hamburger und -innen ! zu Hause geblieben und haben Regenbogenbilder gemalt ! Ein Wahlslogan vor einiger Zeit hiess "Die ganze Stadt im Blick" .. augenscheinlich haben Sie, Herr Rabe und Herr Tschentscher, die Kinder und deren Eltern vergessen .. Es gibt wenige Politikerinnen aller Parteien, die ihre Stimmen bereits vor 2 Wochen in der Hamburger Bürgschaft erhoben haben, scheinbar sind ihre Stimmen einfach überhört worden ..