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Plastikbedrohung im Meer stoppen! Gebührenfreie Müllentsorgung in den Häfen der Nordsee ermöglichen!

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Wale, die mit vollem Magen verhungern, weil sie unverdauliche Plastikplanen gefressen haben, Seevögel, die sich in den Steilwänden Helgolands an Netzresten strangulieren, Robben mit zentimetertiefen Wunden durch Plastikabfälle, die ihnen immer tiefer ins Fleisch schneiden. Der einst so gepriesene Werkstoff ist zum Problem geworden. In den Ozeanen haben sich fünf riesige Müllstrudel gebildet, einige so groß wie die Fläche von West-Europa. Plastikmüll belastet inzwischen Teile der Meeresböden und dringt sogar in die arktische Tiefsee vor.

Plastik ist langlebig, wird aber im Laufe der Zeit porös und zerfällt in immer kleinere Fragmente. Hinzu kommt Mikroplastik aus Kosmetikprodukten und Reinigungsmitteln, das mit dem Abwasser in Flüsse und Meere gelangt. Die für das Auge unsichtbaren, winzigen Plastikteile schwimmen längst in nahezu allen Gewässern und sie ziehen Giftstoffe an.

Forscher des Alfred-Wegener-Instituts haben eine Inventur der Nord- und Ostsee begonnen, die klären soll, wie hoch die Plastikbelastung bei uns ist. Sie haben keine guten Nachrichten: In der Nordsee bilden sich bereits erste Plastikteppiche aus mikroskopisch kleinen Teilchen. Und die finden ihren Weg in Fische und Krabben. Das Mikroplastik gelangt so in die Nahrungskette und gefährdet damit auch uns Menschen.

Ihren Plastikmüll werfen viele Kapitäne einfach ins Meer, anstatt ihn im Hafen zu entsorgen. Die Auswirkungen der Vermüllung sind gravierend, die Strafen lächerlich. Dabei gäbe es eine einfache Lösung.

Die Müll-Entsorgung in den Häfen ist ein Kostenfaktor. Im Hamburger Hafen holen Entsorgungsschiffe den Müll direkt von den Schiffen. In den Hafengebühren enthalten ist jedoch nur die Abgabe von einem Kubikmeter Müll. Jeder weitere Kubikmeter kostet 150 Euro. Bei einem großen Frachter können das schnell 1000 Euro Entsorgungsgebühr sein - nur für hausmüllähnlichen Abfall. Viel Geld, das sich durch illegale Entsorgung sparen lässt.

Dass es anders geht, zeigt der Ostseeraum, wo die meisten Häfen einer Empfehlung der zwischenstaatlichen Helcom-Kommission aus dem Jahr 2007 folgen und nicht für die Müllentsorgung kassieren: Die Schiffe zahlen den Betrag mit der Liegegebühr, auch wenn sie keinen Abfall abgeben. Illegale Einleitungen in die Ostsee haben spürbar abgenommen.

Unterstützen Sie das Projekt http://www.saubere-meere.de/

 
Wir fordern:

- gebührenfreie Müllentsorgung für Schiffe in den Häfen der Nordsee (vor allem am Hamburger Hafen)

- Zwangsabgabe auf Plastiktueten

- verstärkte Kontrollen an den Stränden

- Mobilisierung der Bevölkerung zur Müllbeseitigung

- Sensibilisierung und Information der Bevölkerung

 

Quelle: 

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/Die-Plastikbedrohung,sendung63600.html

 

Helfen Sie mit:

Werfen Sie Müll nicht achtlos weg, sondern stets in den Mülleimer. Nehmen Sie alles wieder mit, was Sie für den Strandtag eingepackt haben.

Kaufen Sie langlebige Produkte – so schonen Sie wertvolle natürliche Ressourcen und vermeiden Müll. Nutzen Sie plastikfreie Verpackungen, Mehrwegflaschen aus der Region und eigene Tragetaschen für den Einkauf.

Gerade kleine Kunststoffteile sind neben Plastiktüten die gefährlichsten für die Natur. Flaschendeckel, Zigarettenkippe, Bonbonpapier und Co. gehören unterwegs in die Hosentasche, nicht in die Landschaft.

Fast Food und „to go“ machen Müll. Verwenden Sie unterwegs verschließbare Kaffebecher, genießen Sie die Speisen vor Ort oder nehmen Sie mitgebrachte Brote in einer Dose von zu Hause mit. Damit schonen Sie gleichzeitig Geldbeutel und Natur.

Trennen Sie Ihren Müll. Nur so ermöglichen Sie, dass Plastik und andere Stoffe überhaupt recycelt werden können.

Achten Sie beim Kauf von Kosmetikprodukten darauf, dass diese keine Mikroplastikpartikel enthalten, z. B. Polyethylene.

Kosmetikhersteller müssen Plastik als Inhaltsstoff deklarieren. Verbraucher können Kunststoffe in der Liste der Inhaltsstoffe an folgenden Bezeichnungen und Abkürzungen erkennen:


Polyethylen (PE)
Polypropylen (PP)
Acrylat (ANM)
Ethylen-Vinylacetat (EVA)
Polyethylenterephthalat (PET)
Polyester (PES)
Polyamid (PA)
Polyurethan (PUR)
Polyimid (PI)

Bitte verbreiten Sie die Petition im Internet!



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