Drohende Abschiebung eines gut integrierten Flüchtlings

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Endrit ist ein junger Mann (18 Jahre alt) aus dem Kosovo. Er ist nun seit etwas mehr als zwei Jahren hier in Deutschland und soll nun abgeschoben werden.

Von klein auf hatte es Endrit sehr schwer. Er wuchs in einem Haushalt mit vielen Geschwistern und einem alkoholkranken Vater auf. Wenn der Vater getrunken hatte (dauerhaft) schlug dieser sowohl die Kinder, als auch seine Frau und bedrohte die Familie sogar mit Waffen.
Trotz Meldung bei der Polizei, konnte und wollte keiner der Familie helfen. Nachdem viele seiner Geschwister geflüchtet sind, entschloss sich Endrit mit 16 Jahren, sein Glück in Deutschland zu versuchen.
Er machte sich alleine auf die Reise und wurde dann in Karlsruhe im Rahmen der Jugendhilfe betreut. Da seine Schwester in der Nähe von Meersburg wohnt, zog Endrit nach Tuttlingen, wo er von der Jugendhilfeeinrichtung Mutpol betreut wird.

Endrit besucht eine berufsvorbereitende Klasse mit Schwerpunkt Handwerk. Er hat schon einige Praktika gemacht, von denen immer eine super Rückmeldung von Seiten der Betriebe kam. Er sei engagiert, pünktlich, immer freundlich und zuverlässig. Das Gleiche gilt auch für sein Verhalten in der Schule. Leider konnte Endrit aufgrund seines Aufenthaltsstatus nicht arbeiten gehen, obwohl es dafür Gelegenheiten gegeben hätte. Auch seine Lehrer berichten ausnahmslos positiv von ihm und würden ihn gerne in der Klasse behalten, um ihm einen Hauptschulabschluss zu ermöglichen.

Seine Schwester darf mit ihrer Familie (Mann und zwei Kinder, 6 und 9 Jahre) in Deutschland bleiben, da sie schwer krank ist. Endrit verbringt viel Zeit dort, um die Familie zu unterstützen. Durch ihn kann der Ehemann entlasten werden und arbeiten gehen, um die Familie zu ernähren. Für seine Nichte und seinen Neffen ist er ebenfalls eine wichtige Bezugsperson und wäre nicht zu ersetzen.

Endrit wünscht sich nichts mehr, als in Deutschland zu bleiben. Seit er hier ist arbeitet er hart und fleißig dafür, es schaffen zu können. Er spricht so gut deutsch, dass man sich problemlos mit ihm unterhalten kann.
Für ihn gibt es im Kosovo keine Perspektive und eine Abschiebung würde großen seelischen Schaden bei ihm anrichten. Alle Menschen, die mit Endrit in Kontakt kommen, sind von ihm begeistert. Durch seine offene und freundliche Art macht er es einem leicht, ihn zu mögen. Für sein Alter ist er sehr reif und zeigt in der Gestaltung seines Alltags (Rechtzeitig schlafen gehen, kein Alkohol), dass auf ihn verlass ist.

Mit seinem Fleiß und dem Willen es hier zu schaffen, wäre er eine Bereicherung für die Gesellschaft und es wäre klug, solchen Menschen eine Chance zu geben.



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