Durchschnittsabitur für das Jahr 2021

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Sehr geehrte Damen und Herren,

das aktuelle Leben in der Corona Krise ist für keinen einfach. Genau so stellt es Tag für Tag eine Herausforderung für Schüler:innen dar. Besonders Abiturienten:innen machen sich Gedanken darüber, wie sie mit dem fehlenden Unterricht und dem eher mäßig effizienten Home-Schooling durch das Abitur kommen sollen.

Als im März 2020 die Schulen geschlossen wurden, fand der Unterricht bestmöglich digital statt. Dies funktionierte an manchen Schulen, an anderen jedoch nicht. Nicht jedes Fach konnte weiter unterrichtet werden und die Schüler:innen waren dazu gezwungen, sich die noch bevorstehenden Unterrichtsmaterialien selber beizubringen. Darüber hinaus war die Handhabung der einzelnen Lehrkräfte sowie deren Kompetenz im Onlineunterricht sehr verschieden. Des Weiteren wird durch das Aussetzen des Unterrichts der mentale Stress der Abiturienten:innen enorm gesteigert. Vor allem die schwächeren Schüler:innen leiden unter dem fehlenden Präsenzunterricht, da sie auf die Erklärungen und Hilfestellungen seitens der Lehrer:innen angewiesen sind.

Die Heimarbeit stellt nicht nur für Lehrer:innen eine neue und schwierige Arbeitsweise dar, sondern auch für Schüler:innen. Schon oft konnte man dabei feststellen, dass der Präsenzunterricht deutlich mehr Wirkung zeigt als das Arbeiten allein von zu Hause am Schreibtisch.

Nun stehen die Schüler:innen in den Startlöchern für ihre Prüfungen, doch der wöchentliche Unterricht bleibt weiterhin aus. Die Schüler:innen sollen nun im so genannten B-Szenario, d.h. im wöchentlichem Wechsel zur Schule gehen und sich wie damals im März die Unterrichtsinhalte wieder selber beibringen. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass Home-Schooling nicht zu einem gleichwertigen Lernerfolg führt wie der Präsenzunterricht. Aus diesem Grund sehen wir die Möglichkeit, die Abiturprüfungen zu absolvieren, in Gefahr.

Da dies unter enormen Stress in einer Pandemie kaum zu meistern ist, fordern wir als Schüler:innen in Niedersachsen ein Durchschnittsabitur mit der Möglichkeit zu optionalen Abiturprüfungen für die Schüler:innen, die ihre Vornoten noch verbessern möchten und in der Lage sind, diesen Kraftakt zu heben.

Augenscheinlich versteht sich unter einem Durchschnittsabitur die Bildung des Notenschnittes aufgrund aller erbrachten Leistungen in den vier Semestern. Dies würde die Schüler:innen enorm entlasten, um den ohnehin schon komplexen Digitalunterricht sowie das damit einhergehende Selbstbeibringen der Unterrichtsinhalte bewältigen zu können.

Eine Lösung für das ausgleichen des entfallenen Präsenzunterrichts, wäre beispielsweise die Unterrichtszeit, bzw. das Semester, auf den Zeitraum wo ansonsten die Prüfungen wären zu verlängern, um den bisher ausgefallenen Unterrichtsinhalt nachzuholen bzw. die HomeSchooling-Inhalte wirksamer bearbeiten zu können, um schlussendlich dennoch ein vollwertiges Abitur in den Händen halten zu können, wenn auch ohne die damit normalerweise verbundenen Abschlussprüfungen.