Petitioning Urban Outfitters and 4 others

#GoTransparent: Wer steckt hinter meiner Kleidung?

Haben Sie schon einmal bei Primark, Forever 21, Urban Outfitters, Walmart oder Armani eingekauft? Wissen Sie, wer Ihre Kleidung hergestellt hat? Und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurde? Wir wissen es auch nicht!

Es fehlt oft an öffentlich zugänglichen Informationen, wie Kleidung und Schuhe hergestellt werden. Auf einem T-Shirt steht “Made in China,” aber in welcher der Tausend Fabriken in China wurde es tatsächlich hergestellt? Wie sind die Arbeitsbedingungen dort für die meist weiblichen Beschäftigten?

Dass es notwendig ist, mehr über die Fabriken zu wissen, in denen Markenunternehmen Kleidung produzieren lassen, haben mehrere Fabrikkatastrophen in den letzten Jahren schmerzlich vor Augen geführt. Bei dem Einsturz des Rana Plaza Gebäudes am 24. April 2013 in Bangladesch kamen über 1.100 Menschen ums Leben und mehr als 2000 wurden verletzt. Im Jahr davor wurden bei den Bränden in der Ali Enterprises Fabrik in Pakistan und der Tazreen Fashions Fabrik in Bangladesch über 350 Menschen getötet. Viele der Überlebenden bleiben durch ihre Verletzungen bis heute behindert.

Zum Zeitpunkt dieser Katastrophen waren fast keine Informationen über die Unternehmen, die in diesen Fabriken ihre Kleidung produzieren ließen, öffentlich verfügbar. So blieb kein anderer Weg, als im Schutt nach den Firmenetiketten zu suchen, um Markenunternehmen zur Verantwortung zu ziehen.

Vier Jahre später ist es an der Zeit, umfassende Transparenz entlang der Lieferkette von Markenunternehmen einzufordern. Durch zivilgesellschaftlichen Druck haben in der Vergangenheit bereits immer mehr Unternehmen Informationen über ihre Lieferanten offengelegt. Aber zu viele halten sich nach wie vor bedeckt.  

Wenn Markenunternehmen ihre Lieferkette offenlegen und die Mitarbeiter wissen, für wen sie Kleidung nähen, könnten auch Missstände in den Fabriken schneller aufgedeckt und behoben werden. Wenn alle internationalen Einkäufer einer Fabrik bekannt sind, können sie auch gemeinsam an Lösungen gegen Arbeitsrechtsverletzungen arbeiten.

Der “Transparency Pledge” für Bekleidungs- und Schuhmarken will gleiche Voraussetzungen in der Textilindustrie schaffen. Unternehmen, die den Pledge umsetzen, verpflichten sich, wichtige Informationen zu ihren Zulieferfabriken zu veröffentlichen. Der Transparency Pledge wurde von mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen und Gewerkschaften ins Leben gerufen und ist ein erster Schritt, um die Frage zu beantworten, wer unsere Kleidung herstellt. Mehr Informationen über den Transparency Pledge und die Organisationen, die dahinter stehen, finden Sie in dem aktuellen englischsprachigen Bericht Follow the Thread (mit deutscher Zusammenfassung).

Es wurden über 70 internationale Bekleidungsunternehmen dazu aufgerufen, den Transparency Pledge umzusetzen, in dem sie Informationen über die Fabriken veröffentlichen, die ihre Markenprodukte herstellen.  

Die Transparenzkampagne “Follow the Thread” fordert die Unternehmen Forever 21, Urban Outfitters, Walmart, Primark, and Armani dazu auf, sich bis zum Transparency Pledge zu bekennen und ihn bis zum 31. Dezember 2017 umzusetzen. Dies ist ein erster Schritt, um die Textilindustrie transparenter zu gestalten und Unternehmensverantwortung und die Achtung der Arbeits-und Menschenrechte zu verankern.

This petition will be delivered to:
  • Urban Outfitters
  • Forever 21
  • Armani
  • Primark
  • Walmart


Follow the Thread Campaign started this petition with a single signature, and now has 55,365 supporters. Start a petition today to change something you care about.




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