Freistellung von ErzieherInnen außerhalb der Notbetreuung

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In Zeiten des Coronavirus liest man überall davon, dass man möglichst wenige soziale Kontakte pflegen soll. Durch die Schließung von Kitas wurde dahingehend schon viel erreicht - leider dürfen auch jetzt längst nicht alle ErzieherInnen von zuhause aus arbeiten oder automatisch zuhause bleiben, ohne das Zeitkonto überzustrapazieren oder gar finanzielle Verluste hinzunehmen und das, obwohl der Lohn bekanntermaßen ohnehin nicht besonders gut ist. Zudem ist der eigentliche Kern der Arbeit weggefallen. Längst nicht alle ErzieherInnen werden für die Notgruppen benötigt oder können dort aus gesundheitlichen Risiken schlichtweg nicht arbeiten. Manche müssen selber ihre Kinder betreuen und dafür unbezahlten Urlaub nehmen.

Momentan besteht die Arbeit bei vielen daher aus:

- putzen, aufräumen, abstauben
- ausmisten, sortieren, neu ordnen
- Portfolioarbeit
- Aktualisierung von Listen
- reinigen von Spielsachen
- Malerarbeiten 

Dabei sollen wir möglichst zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten und uns aus dem Weg gehen. Mit der entsprechenden Größe von Team und Einrichtung gestaltet sich das bei einem Tag mit nur 24 Stunden mitunter schwierig. Davon abgesehen verfügen manche Einrichtungen über viel zu wenig Arbeitsmaterial für eine viel zu große Menge an Personal, was aus Gründen der Ansteckungsgefahr derzeit völlig inakzeptabel ist.

Da es außerdem zunehmend komplizierter wird, adäquate und sinnvolle Aufgaben zu finden, bitte ich um möglichst viele Unterschriften.

Allein zur Eindämmung der Ansteckungsgefahr plädiere ich hiermit dafür, eine einheitliche Lösung zu finden, diesen für eine Gesellschaft so wichtigen Beruf entsprechend  wertzuschätzen und auch diese Berufsgruppe zu schützen. Die meisten sind derzeit aufgrund der negativen Entwicklungen und der Ungewissheit ohnehin nicht mehr in der Lage, sich voll und ganz auf die Arbeit zu konzentrieren.

Es bleibt bisher noch den Trägern überlassen, über Arbeit in den Einrichtungen, Home Office (in Form von Erarbeitung und Aufbereitung von Fachbüchern oder vergangenen Fortbildungen) oder Freistellung zu entscheiden.

Um die Gleichheit wiederherzustellen und weil ErzieherInnen - abseits von derartigen Ausnahmesituationen - auch so oftmals kontinuierlich weit über ihrer psychischen Belastungsgrenze arbeiten (müssen), wäre es wünschenswert, einheitlich zu beschließen, dass die Arbeit in den Einrichtungen untersagt ist und wir uns auch endlich ein kleines Stückchen mehr in Sicherheit wiegen können.