Forderung einer Maximalzahl der Patienten pro Arzt

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Die Ärzte im Krankenhaus...

...haben keine Zeit, hören nicht richtig zu, sind müde oder schlecht ausgebildet. Die Patienten werden zu früh und noch halb krank entlassen und landen drehtürmäßig wieder in der Klinik.

Wie kommt das? Neben der Knappheit beim Pflegepersonal ist auch bei den Ärztestellen die 'Kürzeritis' ausgebrochen: Vor allem Assistenzärztestellen (aber Oberärztejobs) werden fröhlich gestrichen oder bei Kündigung nicht mehr nachbesetzt. Zum Teil versorgt ein Stationsarzt 20 bis 30 Patienten und soll am Tag schonmal 10 auf einmal entlassen, weil die Liegezeit für die Fallpauschale sonst überschritten wird. Um das zu schaffen, sind oft bis zu 5 Überstunden pro Tag nötig. Im Dienst ist in manchen Häusern ein Arzt nachts allein (!) für 12 Intensiv-, 20 Imc- und 90 Normalstationsbetten zuständig und muss gleichzeitig die Notaufnahme bedienen.

Die Folge: die Patienten sind schlecht versorgt.  Wichtige Dinge werden übersehen oder vergessen; die Mortalität und Morbidität erhöht sich (für das Pflegepersonal gibt es diesbezüglich bereits Studien, wobei sich das Ergebnis jeder auch ohne Studie herleiten könnte). Besonders interessant für Herrn Spahn, Frau Hummel und alle anderen GesundheitsministerInnen: damit steigen die Kosten für das Gesundheitssystem, während die Gewinne durch die Ersparnis an Personalkosten privatisiert sind. Das ist in unseren Augen absolut fahrlässig, denn die Versorgung der Patienten ist massiv gefährdet!

Die Assistenzärzte sind mehr Schreibkraft als Arzt, sind überfordert und frustriert und werden oft nur mangelhaft weitergebildet, weil ihre Oberärzte auch überlastet sind und keine Zeit für die Ausbildung ihres Nachwuchses mehr haben. Wo soll das hinführen?

 Wir fordern deshalb von den Gesundheitsministerien eine gesetzliche Vorgabe für den Schlüssel Stations-Arzt pro Patient von (zB) maximal 1:10 in einer allgemein internistischen Station und zwar für alle Krankenhäuser, ob kommunal oder privat geführt. Wir haben das Stellensparen auf Kosten der Patienten, auf Kosten der Assistenzärzte und der Behandlungsqualität satt! Die Mitarbeiter im Gesundheitswesen, Ärzte, Pfleger, MTAs, LTAs, Logopäden, Physios, alle opfern sich gerne auf und zwar jeden Tag, sonst würden sie da gar nicht arbeiten. Aber nicht zum alleinigen Wohle von Aktionären oder großen Klinik-Konzernen! Bitte helfen Sie mit.



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