Unterschätzen Sie nicht die psychischen Auswirkungen Ihrer fragwürdigen Maßnahmen!

Unterschätzen Sie nicht die psychischen Auswirkungen Ihrer fragwürdigen Maßnahmen!

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Bei 500 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit in den Empfehlungen gelistet!
Christiane Hohmann hat diese Petition an Jens Spahn (Bundesminister für Gesundheit) und gestartet.

Vorweg möchte ich darauf hinweisen, dass mein Text Menschen mit psychischen Erkrankungen vielleicht triggern könnte.  

Psychisch kranke Menschen müssen in Deutschland oft mindestens ein halbes Jahr, oftmals länger- auf einen Therapieplatz warten.

Dadurch steigt der Leidensdruck oft ins Unermessliche, Symptome verschlimmern sich, Menschen vereinsamen und suchen nicht selten den letzten Ausweg: Suizid.

Doch wir sind nach wie vor in unserer „aufgeklärten Gesellschaft“ eine Randgruppe.
Stigmatisiert und häufig aufgrund unserer Symptomatik gar nicht in der Lage, uns selbst zu organisieren und für unsere Rechte einzutreten und daher auf Ihre Anteilnahme und Hilfe besonders angewiesen!

Auch ist ein Trend in Richtung möglichst kurzer Therapien zu verzeichnen, die gewiss für eine bestimmte Zielgruppe geeignet ist- aber auch wir sind alle verschieden, können unterschiedlich schwer erkrankt sein, Rückfälle erleiden, chronisch krank sein und müssen im schlimmsten Fall eine Behandlung selbst bezahlen, wenn Versicherungen nicht oder nicht mehr dafür aufkommen wollen, was sich nicht selten als unmöglich erweist, besonders, wenn Menschen aufgrund ihrer Erkrankung arbeitsunfähig geworden sind.

Die Bedrohung durch die von medialer Panik geprägte Covid 19- Krise kommt nun noch hinzu- Ängste werden zusätzlich geschürt, Krisenszenarien heraufbeschworen; und besonders in Verbindung mit den von Ihnen ergriffenen und immer wieder verschärften Maßnahmen werden nun noch mehr Menschen psychisch erkranken- durch Isolation, Verlust von Arbeit, traumatische Erfahrungen.

Wie komme ich zu dieser Einschätzung?


Weil ich bereits seit über zehn Jahren selbst schwer psychisch erkrankt bin und daher sehr viele eigene Erfahrungen in diesem Gebiet machen musste und muss.
Diese Schmerzen, dieses Leid wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht!

Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen versichern, dass ein psychisch verletzter Mensch durch die Hölle geht- und das zum Teil zeitweise ohne jegliche psychiatrische, psychologische und/- oder psychotherapeutische Hilfe und Betreuung.

Vorweg: Ich möchte in keiner Weise die Gefährdung von Risikogruppen durch Covid 19 herunterspielen und halte beispielsweise das Einhalten von gewissen Hygiene- Regeln zum Schutz meiner Mitmenschen besonders in Zeiten, wo erhöhte Infektionsgefahr besteht, für sehr wichtig.

Ein ganz persönliches Beispiel aus der Isolation: Heute habe ich Geburtstag, da geht es mir oft sowieso nicht gut, ich habe auch aufgrund meiner psychischen Erkrankung kaum Kontakte- und die letzten werden mir nun aufgrund der von Ihnen ergriffenen, inzwischen für mich immer fragwürdigeren Maßnahmen verwehrt.
Ich habe Angst vor diesem Tag, dem nächsten, dem übernächsten, immer mehr Angst auch davor, wie Sie gerade mit Ihrer Macht umgehen.

Oft kann ich nicht ein Wort zu Papier bringen- aber heute habe ich meine ganze Kraft zusammengenommen, weil ich endlich meine Stimme erheben möchte für alle psychisch verletzten Menschen, die ebenfalls leiden und verzweifeln; die bisher Erkrankten- aber auch für die, die gerade in diesem Moment erkranken oder noch erkranken werden- und zwar auch aufgrund der jetzigen Situation und einer völlig unsicheren, beängstigenden und hoffnungslosen Zukunft.

Ich bitte Sie, das jetzt Gelesene nicht gleich wieder wegzuschieben, weil es nicht angenehm, missliebig,  nicht erwünscht und kritisch ist.
Es sind so viele Menschen in dem Land, das Ihnen anvertraut wurde, direkt betroffen von dieser Bedrohung- jetzt noch mehr als sowieso bereits. Auch unser Versorgungssystem könnte unter der Last zu vieler Erkrankungen völlig zusammenbrechen. 

Ich bitte Sie, dies bei Ihren künftigen Entscheidungen zu bedenken und bedanke mich, dass Sie diesen Text bis hierhin gelesen haben.

 

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