Bitte stoppt den Weihnachtswahn!

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Eben war ich im Supermarkt auf der "Last-Minute"-Suche nach ein paar Halloween-Artikeln. Halloween ist morgen, doch davon war praktisch nichts zu merken- statt dessen sprangen mir gefühlt an jeder Ecke Weihnachtsartikel ins Gesicht.

Diese stehen nun schon seit bestimmt zwei Wochen in den Regalen - mal ehrlich: Wer braucht denn Mitte Oktober schon Lametta? Die Herbstferien hatten noch nicht einmal angefangen, und ich hätte schon Jingle-Bells-CD's kaufen sollen? Soll ich den Kindern, die morgen abend an der Tür klingeln werden, Schoko-Nikoläuse in die Taschen packen?

Wo soll dieser Weihnachtswachstumswahn noch hinführen - bekommen Adventskalender bald 85 Türchen, damit man sie schon im Oktober verkaufen kann? Oder besser doch gleich 365, damit "nach Weihnachten" auch ja immer gleich wieder "vor Weihnachten" ist?

Für mich als Kind war die Vorweihnachtszeit eine ganz besondere, magische - und kurze, klar abgegrenzte Zeit von 3-4 Wochen, die man auch mit der Geduldsspanne eines Kindes aushalten konnte. Welches Kind freut sich heute noch, wenn es so um den 20. Dezember herum einen "SchokoLaus" bekommt, nachdem diese schon seit zwei Monaten im Laden stehen? Dieses viel zu frühe, übertriebene Angebot lässt jeglicher Vorfreude die Puste ausgehen, bis nicht mehr auch nur das kleinste Glitzersternenstäubchen davon übrig ist!

Letztes Jahr verspürte ich einige Genugtuung, als nach den Feiertagen die Regale immer noch brechend voll mit nicht verkauften Weihnachtsartikeln waren. Und ich hoffte, der wirtschaftliche Schaden aus diesem Überangebot wäre groß genug, um die Entscheidungsträger in den Geschäftsführungen und Aufsichtsräten zum Umdenken zu bewegen. Doch weit gefehlt - wieder soll ich schon Zimtsterne kaufen, während draußen noch der schönste Spätsommer herrscht. Soll das ein Versuch sein, uns schon mal an die später zu erwartenden Stadien des Klimawandels zu gewöhnen?

Stellt man solche Fragen bei den dafür zuständigen Kundenbetreuern, so hört man meistens: "Die Verbraucher möchten das so!" Nun, ich bin eine Verbraucherin - und ich möchte es nicht so. Mit dieser Petition hoffe ich, einige Gleichgesinnte (m/w/d) zu finden, die mir helfen, diesen (Nicht-)Wunsch an die Entscheidungsträger weiterzugeben.

Vielen herzlichen Dank schon im Voraus für jede einzelne Unterschrift!