Gerechte Bezahlung für unser Kinderparadies - eine Großtagespflegestelle mit Herz

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… sonst droht dem wahrhaftigen Paradies für Kinder womöglich das Aus. Ein Ort, an dem Kinder als Individuum geschätzt und geliebt werden, von vier Tagesmüttern (drei davon Erzieherinnen) nach pädagogischen Prinzipien wie beispielsweise Montessori betreut, gefördert und gefordert. Sie genießen ein gemeinsames Frühstück mit Obst, Brot, Wurst und Käse sowie ein tolles Mittagessen, jeden Tag frisch von der Oma gekocht.

Vor drei Jahren begann unsere Zeit in EMAs Kinderparadies mit unserer ersten Tochter. Ich bin wieder in meinen Beruf eingestiegen und brauchte eine flexible Kinderbetreuung. Die Stadt konnte dies nicht bieten, aber das Kinderparadies unter der Leitung von Margret Endraß schon. Mittlerweile besucht unsere zweite Tochter die Großtagespflegestelle und ich habe an keinem einzigen Tag auch nur einen Anflug von Sorge gehabt, dass es unseren Kindern dort nicht gut gehen könnte. Auch die Kinder selbst zeigen uns, wie wohl sie sich fühlen. Die Große fragt nach über einem Jahr Kindergarten immer wieder, wann sie mal wieder einen Nachmittag in ihr "Kipa" darf.

Das Kinderparadies bekommt vom Jugendamt für jedes Kind 5,50 € pro Stunde, wie jede private Tagesmutter auch, wir Eltern zahlen einen Eigenbeitrag ans Jugendamt. In diesen 5,50 € ist Essen bereits beinhaltet, was allerdings für eine Großtagespflegestelle mit entsprechenden Hygieneauflagen, angestelltem Personal etc. kaum machbar ist. Das ist aber nur ein "kleines" Problem, wenn es um die Höhe der Bezahlung geht. Denn die 5,50 € werden nur für konkrete Betreuungszeiten sprich Anwesenheitszeiten der Kinder bezahlt, für alles andere dürfen die Tagesmütter ihre "Freizeit" opfern. Es werden Beobachtungen dokumentiert, Elterngespräche gehalten, Portfolios der Kinder angelegt. Natürlich haben die Tagesmütter auch Teambesprechungen und Vorbereitungszeiten, Elternabende, Sommerfest, Weihnachtsfest… All diese Zeiten werden NICHT bezahlt!

Im Jahr 2017 kam dann erneut eine Änderung, welche die schon erschwerten Bedingungen zum Führen einer Tagespflegestelle drastisch verschärften. Schließzeiten werden seit diesem Jahr nicht mehr bezahlt. Bisher wurden nur Feiertage nicht bezahlt, jetzt werden also auch die restlichen Schließtage abgezogen. Wenn das Kinderparadies im Sommer und an Weihnachten jeweils für zwei Wochen schließt, fehlen bereits die Einnahmen für einen ganzen Monat. Die angestellten Tagesmütter nehmen in dieser Zeit Urlaub und werden natürlich ganz normal bezahlt, Frau Endraß hingegen geht in dem Moment leer aus, oder schlimmer noch zahlt aus eigener Tasche. Zum Vergleich, im Kindergarten zahlen wir Gebühren für das komplette Jahr, auch wenn der Kindergarten geschlossen hat. Im August zahle ich den kompletten Monatsbeitrag für eine einzige Woche! Und natürlich bekommen auch die Erzieherinnen das ganze Jahr ihr Gehalt, auch während ihres Urlaubs. Abzüge für Feiertage gibt es hier nicht.

Bitte unterstützt mich als Mutter und Elternbeirat und letztendlich die Kinder des Kinderparadies mit der Unterschrift dieser Petition. Es sollen noch viele Kinder in dieser wunderbaren Umgebung eine liebevolle Betreuung erfahren, und dafür sind 5,50€ für die reinen Betreuungszeiten nicht ausreichend!

Vielen lieben Dank!

Maike Renk


Nachtrag 12.02.2018
Diese Petition war ursprünglich an die Landtagsabgeordneten Petra Krebs und Raimund Haser gerichtet. Jedoch habe ich bei ihrem Besuch im Kinderparadies vor einer Woche feststellen müssen, daß das Land kurz- und mittelfristig keine Hilfe leisten kann. Langfristige Änderungen was die Vergütung in der Tagespflege betrifft müssen auf Länderebene getrieben werden. Aber die Hilfe, die das Kinderparadies jetzt braucht, muss schnell kommen. Und das ist nur möglich durch Unterstützung von Stadt und Jugendamt. Die Stadt Wangen deckt ihren Bedarf an U3-Betreuung unter anderem mit Plätzen im Kinderparadies und das Jugendamt Ravensburg übernimmt heute den Hauptanteil der Finanzierung der Großtagespflegestelle. Somit habe ich entschieden die Liste der Petitionsempfänger zu erweitern und den Oberbürgermeister Michael Lang, den Bürgermeister Ulrich Mauch sowie den Leiter des Jugendamts Konrad Gutemann mit aufzunehmen.

 



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