Zwei Grundschulen für Schermbeck - kein Abriss! #ZweiGrundschulen

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Initiative Zwei Grundschulen für Schermbeck
Initiative Zwei Grundschulen für Sc… hat diese Petition unterschrieben.

Kleine Kinder,
kleine Schulen,
kleine Klassen,
kurze Wege.

Wir möchten nicht, dass die beiden Grundschulen abgerissen werden. Wir sehen auch nicht, warum Schermbeck für eine neue Mega-Schule außerhalb des Ortskerns Steuergelder in Höhe von 15 bis 20 Mio. Euro (schnell werden es dann womöglich bis zu 30 Mio. Euro) investieren soll. Sinnvoller und nachhaltiger erscheint uns der Erhalt der werthaltigen Gebäudesubstanz der beiden bestehenden Schulen durch Sanierungen und Modernisierungen.

Wir setzen uns dafür ein, die bestehende Grundschullandschaft in Schermbeck mit zwei jeweils zweizügigen Schulen (im neuen Grundschulverbund) nicht zu zerstören: Wir möchten einen katholischen Teilstandort (Maximilian-Kolbe-Schule) und einen Hauptstandort (Gemeinschaftsgrundschule) erhalten. Für optimal halten wir kleine Klassen mit jeweils rund 20 bis 25 Schülern. Das sollte uns die Bildung unserer Kinder wert sein.

Große Schulen, sinkende Lernzufriedenheit

Eine Mega-Schule brächte dagegen aus Sicht der Mehrheit der Eltern und Lehrer viele Nachteile: Lernerfolg und Lernzufriedenheit sinken bei Grundschülern nachweislich, je größer Schule und Schulklassen sind. Bei einer großen Schule ist die Versuchung groß, maximal zulässige Klassengrößen auszureizen, um Kosten und Personal zu sparen. Siehe Dorsten: Dort hat die Veränderung der Schullandschaft zu großen Klassen mit bis zu 30 Schülern geführt. Das Wohl der Kinder sollte jedoch im Vordergrund stehen. Warum also die idealen Bedingungen in Schermbeck zerstören und die traditionsreichen, werthaltigen Gebäude abreißen? Womöglich nur, weil sich der Verkauf der Grundstücke für die Gemeinde lohnt?

Auch die unglückliche Informationsveranstaltung zur sogenannten „Machbarkeitsstudie“ konnte keinen Mehrwert durch ein neues, teures Gebäude an ungünstiger Stelle (direkt neben der Ziegelbrennerei von Nelskamp und gegenüber dem evangelischen Friedhof) aufzeigen. Warum etwa den gerade einmal 20 Jahre alten Neubau-Teil der zentral gelegenen und für Schüler zu Fuß oder per Fahrrad über sichere Wege erreichbaren, ehemaligen Maximilian-Kolbe-Schule (MKS) abreißen? Warum weg mit den erst 2011 im Rahmen des Sanierungsprogramms „Wir bauen Zukunft“ mit Fördergeldern energetisch aufgewerteten Gebäuden?

Selbst der vortragende Architekt Markus Rathke bestätigte, dass sich sowohl MKS als auch Gemeinschaftsgrundschule (GGS) in einem „gutem Zustand“ befänden. Rathke zeigte in seiner Präsentation sogar Fotos der renovierten Räume der ehemaligen Maxi-Kolbe-Schule, der neuen Toiletten („Sogar mit neuen Dyson-Handföhnen ausgestattet“, wie Rathke bemerkte), der rund 30 Jahre alten Sporthalle samt Solaranlage auf dem Dach und der erst Ende der 1990er Jahre eingeweihten Gebäudeteile, die nach wie vor wie ein Neubau wirken. Abreißen?

Schulentwicklungs-Experten empfehlen Anpassung der Schulen

Im aktuellen Schulentwicklungsplan (SEP) für Schermbeck heißt es, dass beide Schulen bis über 2030 hinaus über ausreichend Räume für neue pädagogische Arbeitsformen oder für eine deutliche Zunahme an OGS-Plätzen verfügen. Die Anpassung dieser Räume sei „teuren Zubauten und dem Invest in neue Flächen vorzuziehen“, schreiben die renommierten Schulplaner von biregio. Und weiter: „Das bedeutet, dass auch bei einer deutlichen Zunahme nach OGS-Plätzen in den beiden Grundschulen, diese den Bedarf aus dem Bestand bereitstellen können ...“

Architekt Rathke umgeht in seinem Gutachten diesen offensichtlichen Widerspruch, indem er die Einrichtung eines kommunalen Bildungszentrums vorschlägt, für das wegen möglicher Fördergelder ein Neubau zu empfehlen sei. Ein weiteres Bildungszentrum? Mit dem Dorfgemeinschaftshaus, dem Bildungszentrum Abrahamhaus, Räumlichkeiten in den kirchlichen Einrichtungen, in der Gesamtschule und im Begegnungszentrum/Gemeindehaus sowie dem Pfadfinderhaus stehen im kleinen Schermbeck ausreichende Räumlichkeiten zur Verfügung. Ein Förderantrag für ein weiteres Zentrum hat entsprechend geringe Chancen. Floppt ein Antrag, muss Schermbeck die Investition womöglich weitgehend aus eigenen Mitteln stemmen. In Dorsten hat ein derartiges Ausgabeverhalten vor einigen Jahren zu einer Erhöhung der Grundsteuer für alle Bürger geführt.

  • Wir möchten, dass die bestehenden Gebäude weiter saniert und auf einen modernen Stand gebracht werden. Insbesondere an der ehemaligen Maxi-Kolbe-Schule gab es vor Jahren bereits erste Maßnahmen des Umbaus und der Modernisierung. Diese Maßnahmen sind weiter zu führen. Die Mittel sind überschaubar, es gibt außerdem Fördergelder (wie etwa aktuell für die Digitalisierung der Schermbecker Schulen bewilligt).
  • Die Schüler lieben ihre Schulen. Viele Eltern sind dort selbst zur Schule gegangen und engagieren sich heute in den Fördervereinen. Allein der Förderverein der ehemaligen Maxi-Kolbe-Schule hat bislang rund 200.000 Euro in die Ausstattung der Schule investiert – und so beispielsweise die tolle Außenanlage mit zahlreichen Spielgeräten ermöglicht. Wir möchten nicht, dass diese Werte zerstört werden.
  • Die Schüler sollten im Vordergrund stehen. Kleine Schulen sind besser für sie. Es gibt außerdem keine besseren Standorte: Zur ehemaligen Maxi-Schule etwa gelangen Schüler ganzjährig über sichere Geh- und Fahrradwege aus allen Himmelsrichtungen. Warum diese optimale, sichere Lage im Ortskern aufgeben und die Schule in den Außenbereich verlagern? Das wäre keine Verbesserung.

Bitte leiten Sie diese Petition an Freunde, Familie, Bekannte aus Schermbeck weiter. Wir möchten den Schermbecker Ratsmitliedern zeigen, dass es vielen Schermbecker Bürgern nicht egal ist, was mit den Grundschulen geschieht. Wir sind nicht kritiklos für einen teuren Neubau, wir haben zwei tolle Schulen, die wir modernisieren können!