Rettet die Burg St​.​Vith!

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Mit Ihrer Unterschrift tragen Sie dazu bei

·         die ältesten sichtbaren Spuren der Stadt und Herrschaft St. Vith und somit der urbanen Geschichte in der Eifel zu erhalten,

·         das Geschichts- und Identitätsbewusstsein insbesondere bei den Kindern und der Jugend zu fördern,

·         die Anlage eines „archäologischen Parks“ auf dem Gelände „An der Burg“ als Ort der Begegnung sowohl für ältere Menschen als auch für Kinder und Jugendliche und auch als touristische Attraktion zu ermöglichen,

·         eine sicher gestaltete Fußgänger- und Radfahrerverbindung zwischen den zahlreichen Wohneinheiten, dem stark besuchten TRIANGEL und dem viel befahrenen Ravel-Fahrradweg einerseits und dem Stadtzentrum andererseits einzurichten,

und nicht zuletzt

·         die Zerstörung dieses historisch wertvollen Areals durch Baubagger (nach erfolgten Ausgrabungen) zu verhindern!

 

Petition an die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft und an die Stadtgemeinde St.Vith

Bei den im Juli 2020 im Auftrag des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft durchgeführten Sondierungsgrabungen auf dem Gelände "An der Burg" wurden Mauerreste der ehemaligen Burg und Festungsmauer der Stadt St.Vith freigelegt, die der Grabungsleiter Dr. Messerschmidt in das 12. - 13. Jh. datierte. Sie wären damit älter als der Büchelturm, dem bisher einzigen verbliebenen Zeugnis der im 14. Jh. erbauten Ringmauer um die mittelalterliche Stadt. Dr. Messerschmidt qualifiziert die Ergebnisse der Sondierungsgrabungen bereits als "außerordentlich bemerkenswert" und geht davon aus, "dass die Mauerzüge auch noch in größerer Tiefe gut erhalten sind und weitere, bei dem erreichten Grabungsniveau nicht erkannte Mauern vorhanden sind".

Dr. Messerschmidt schlussfolgert: "Das gesamte Projektareal birgt, sowohl extra muros als auch intra muros (d.h. sowohl außerhalb als auch innerhalb der Mauern), großes archäologisches Potential, allerdings wird dies momentan durch Bauschutt beeinträchtigt."

Die Stadt St. Vith ist die älteste Stadt der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Sie erhielt bereits im 13. Jh. Stadtrechte und wurde mit einer Ringmauer, Stadttürmen und -toren sowie einer Burg befestigt. Spätestens seit Mitte des 14. Jh. - vielleicht schon vorher - war die Burg, deren Grundmauern nun freigelegt wurden - Sitz der Bürgermeister und der Gerichtsschöffen der Stadt und darüber hinaus Sitz der Amtmänner der Herrschaft St.Vith, die sich über die gesamte Eifel erstreckte.

Im Laufe der vergangenen Jahrhunderte hat die Stadt St. Vith durch Feuersbrünste und durch Kriege - zuletzt bei der Bombardierung Weihnachten 1944 - praktisch ALLE architektonisch/historisch schützenswerte Denkmäler verloren, mit Ausnahme des stark beschädigten Büchelturms, der bisher das einzige denkmalgeschützte Bauwerk der Stadt St.Vith unter den insgesamt 199 - davon 89 in der Stadt Eupen - unter Schutz gestellten Objekten in der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist.

Die unterzeichnete Bürgerinitiative zum Schutz und Erhalt des archäologischen Erbes der Stadt St. Vith ist u.a. aus diesen Gründen der Auffassung, dass die bereits gefundenen Mauerreste - und jene, die noch bei den nun anstehenden gründlichen Grabungen freigelegt werden - in Anwendung des Denkmalschutzdekretes der DG vom 23. Juni 2008 zunächst vorläufig und sodann endgültig durch Erlass der Regierung unter Schutz gestellt werden müssen.

Eine Zerstörung dieses Areals durch Baubagger wäre nicht zu verantworten. Die Bürgerinitiative spricht sich dafür aus, dass das Gemeindekollegium der Stadtgemeinde Sankt Vith die Unterschutzstellung dieses Areals beantragt und die notwendigen Schritte in die Wege leitet, um im Rahmen einer Parkanlage die Überreste der alten Burg und Stadtmauer für zukünftige Generationen zu erhalten.

Dieser "archäologische Park", gelegen zwischen den neuen Wohneinheiten in der Nähe des TRIANGEL und dem Stadtzentrum, würde erheblich zur Wohnqualität in der Stadt beitragen und zu einer touristischen Attraktion werden können.

Bürgerinitiative BURG - St.Vith.