Erfolg

Stoppt die neuen postalischen Adressen von Ramsau am Dachstein

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Die Gemeinde Ramsau am Dachstein will neue Straßennamen für die Ramsau umsetzen. Welche Vorteile oder Nachteile ergeben sich dadurch?

1. Besseres Gefundenwerden durch Navis?
2. Besser Gefundenwerden in der Ramsau ohne Navi?
3. Weniger Tafeln die unsere wunderschöne Ramsau verdecken?
4. Kosten für Gemeinde und die Ramsauer Bevölkerung?

Punkt 1 – Navis

Navigeräte greifen auf Geo-Karten zu, die von 4 großen Herstellern zur Verfügung gestellt werden.
1. HERE (Nokia, früher NAVTEQ) – Weltmarktführer (ca. 65 %)
2. Teleatlas – für TOMTOM Geräte, Apple Maps (ca. 25 %)
3. Google – für alle Smartphones (noch ca. 8 % – Tendenz stark steigend)
4. OSM (OpenStreetMap) – für kleinere, günstige Nischenprodukte (ca. 2 %)

Google und Microsoft haben seit 1. Jänner bereits die derzeitigen postalischen Adressen in ihre Geo-Karten übernommen. D.h. Wer bei google.com/maps oder here.com die postalische Adresse von Ramsau eingibt wird auch gefunden (Einfach mal probieren und “ramsau 136″ eingeben). Werden die Straßennamen in Ramsau verändert, wird der von der Gemeinde veranschlagte Umstellungsprozess ca. 3 – 8 Jahre dauern, damit die Geo-Karten mit den neuen Namen aktuell sind. Erfahrungsgemäß dauert es anschließend noch einmal ca. 5 – 8 Jahre bis alle Navis diese Daten verwenden. Diese Verzögerung entsteht durch das “Update-Verhalten” der Navi Besitzer. Wenige leisten sich jährliche Updates um ca. € 80,-. Im schlimmsten Fall dauert es also bis zu 16 Jahre damit alle Navis zu den Adressen finden, obwohl 73 % der allerneuesten Navis (seit 1. 1. 2014) bereits jetzt richtige Standpunkte ermitteln.
Lösung: Postalische Adressen beibehalten, Geo-Karten von OSM und Teleatlas updaten auf den derzeitigen Stand. Kosten ca. € 1000,-.

Punkt 2 – Suche in Ramsau

Wer in die Ramsau kommt, kein Navi hat, noch nie da war, keine Information vom Vermieter bekommen hat und somit keine Ahnung hat wo “Schildlehen 77″ ist, soll in Zukunft nach “Ahornweg 77″ suchen. Warum eine Suche nach Ahornweg leichter sein soll als die Suche nach Schildlehen erschließt sich mir nicht. Die Gemeinde möchte dieses Dilemma durch riesige Schautafeln an allen Ortseinfahrten beheben (!). Desweiteren sollen alle Tafeln mit Aufschriften der Toursimusbetriebe verschwinden. Im Fall von Schildlehen 77 vs. Ahornweg 77 bedeutet das für den Besitzer (in diesem Fall Pension Hochkönig) in Zukunft Werbung machen zu müssen mit dem Straßennamen und nicht mehr mit dem Hausnamen (!). Der Hausname wird verschwinden von den grünen Tafeln.
Lösung: Postalische Adressen beibehalten, Ramsauer Verkehrsleitsystem nach dem Vorbild des internationalen Systems “Hotelroute” umbauen.

Punkt 3 – Weniger Tafeln in Ramsau

Ziel der Gemeindeinitiative ist es möglichst viele Schilder zu ersetzen, bzw. zu eliminieren. Wie wird die Praxis aussehen? Die grünen Tafeln der Tourismusbetriebe werden laut Konzept verschwinden und ausschließlich nur mehr Straßennamen ersichtlich sein. Die Tourismusbetriebe können natürlich damit nicht leben und werden alle möglichen Privatgrundstücke mit allen möglichen Hinweistafeln zupflastern (Kommt mir irgendwie bekannt vor – so ist es doch jetzt auch schon). Im Übrigen sind die Straßentafeln hässlich. D.h. Absehbar sind ca. 30 % mehr Tafeln in Ramsau als jetzt.
Lösung: Postalische Adressen beibehalten, Varianten für die Tourismusbetriebe finden.

Punkt 4 – Kosten des Tafelsystems

Die kolportierten Budgets für dieses System lauten zwischen 100.000 und 150.000 für die Gemeinde (uns alle). Meines Wissens sind dabei keine heimischen Firmen involviert.

Update: Weitere ca. 250.000 für die Bevölkerung für Adressänderungen Kundenkartei, alle Kunden von der neuen Adresse informieren (bei Hotelbetrieben bis zu 25.000 Adressen) Werbemittel, Adressverlage, Internetauftritte, etc. Die Regierung beschert uns die historisch höchste Steuerbelastung durch den Bund, die Gemeinde belastet die Ramsauer Wirtschaft ebenfalls mit Höchstwerten für Kanal und jetzt auch noch doppelt für ein Verkehrssystem, dass völlig unnötig ist. Zusätzlich wird das bewährte Ramsauer Verkehrsleitsystem entsorgt und lt. Auskunft werden auch alle grünen touristischen Schilder entfernt. Wer soll dann noch einen Betrieb finden und viel schlimmer, was passiert wenn mal was passiert? Weiß die Rettung wo der Irgenweg 412 ist?
Lösung: Postalische Adressen beibehalten und Kosten sparen!



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