Petition update

#KeinInselkind und das falsche Sicherheitsnetz für #sichereGeburt! @GKV_Sprecher @groehe @Frontal21

Eltern Protest
Germany

Sep 22, 2015 — Unser Gesundheitsminister Hermann Gröhe lehnt sich zurück, weil er glaubt die Hebammenproblematik verbessert zu haben. Doch alles weist auf ein Versagen hin. Eher goss er mit seinen Neuerungen im Rahmen des Versorgungsstärkungsgesetzes Benzin in die Abwärtsspirale. Es ist einfach keine Verbesserung der Versorgung mit freiberuflichen Hebammen in Aussicht. Stattdessen stellen weiterhin Hebammen ihre Koffer in die Ecke. Auch finden kleine Kliniken, die oft mit einem Belegsystem der freiberuflichen Geburtshelferinnen arbeiten, die Sicherung der geburtshilflichen Versorgung in ihrer Region immer weniger lukrativ. Dabei nehmen diese sogar in Kauf, dass die Anfahrtstrecke zum nächsten Kreißsaal länger als 2 Stunden für werdende Eltern dauern kann. So plant man - das Klinikum Nordfriesland GmbH - es zumindest in Kürze für Föhr.

Der Kreis Nordfriesland als Betreiber des Krankenhauses findet die hohen Vorhaltungskosten für die Nottfallversorgung der Schwangeren und der Frauen unter der Geburt (zum Beispiel eine intakte Notfallausrüstung, Blutkonserven, OP-Bereitschaft und Schulungen des Personals) für die geringe Geburtenzahl (50-60 pro Jahr) der Insel nicht gerechtfertigt und mag nicht mehr die Versorgung für die Föhrer vor Ort übernehmen. Man begründet mal wieder mit der Sicherheit, die man in einem kleinen Krankenhaus nicht bieten könne. Doch verschließen sie dabei die Augen, welche Gefahren sie den werdenden Eltern nun aufbürgen. Egal ob die Frauen einen normalen oder risikobehafteten Schwangerschaftverlauf erleben, müssen diese mit folgenden Rahmenbedingungen voraussichtlich ab Dezember 2015 rechnen:

* Die Fahrtzeit von Föhr bis zur nächsten Geburtsstation (Niebüll, Husum, Flensburg) auf einem öffentlichen Weg Fähre-Landstraße dauert mehr als 2 Stunden. Dabei muss man sich an die Fahrpläne der Fähren halten. Es fahren deutlich weniger Fähren im Winter. Die letzte Fähre abends fährt im Sommer um 21 Uhr und Winter um 20 Uhr. Hinzu kommt die Fährplatzbelegung für Fahrzeuge.
* Der Rettungshubschrauber braucht, sofern er einsatzfähig ist, 20 Minuten nach Flensburg.
* Rund 70 Tage im Jahr besteht aufgrund der Witterung keine Möglichkeit von oder zur Insel zu gelangen.
* Auch sitzen gelegentlich die Fähren auf Sandbänken bei Ebbe (bis zu 6 Stunden) fest.
* Den Schwangeren wird ab 2 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin fernab des persönlichen Umfeldes und der eventuell schon bestehenden Familie mit Kindern eine Unterbringung in einem Boardinghaus auf dem Festland angeboten.

Werte Krankenhausbetreiber, werter GKV-Spitzenverband und sehr geehrter Herr Gröhe und sehr geehrte LandesministerInnen,
auf welche sichere Geburtsreise wollen Sie in Deutschland die werdenden Eltern bringen? Wie sollen sich Eltern während einer Schwangerschaft und der Geburt sicher und aufgehoben fühlen, wenn sie die Rahmenbedingungen nach Wirtschaftsfaktoren setzen? Es sind noch viele Möglichkeiten offen, um gute Qualitätsstandards für eine kleine Fallzahl an Geburten in Einwohner schwachen Regionen neu zu definieren und vorzugeben. Packen Sie bitte endlich den Rotstift ein und sichern Sie eine individuelle und wohnortnahe Geburtsbegleitung mit Fachpersonal! Denn das macht die Geburtshilfe sicher.

Wir bitten Euch, liebe UnterstützerInnen, schaut auch bei Johannes Petition für die Sicherung des Kreißsaals auf Föhr - change.org/keinInselkind - vorbei!


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