Keine Präsenzklausuren während COVID-19

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Anita Kanitz
Jan 19, 2021
In der Politik ist es manchmal wie in der Grammatik: Ein Fehler, den alle begehen, wird schließlich als Regel anerkannt.
André Malraux

Der Politik ist eine bestimmte Form der Lüge fast zwangsläufig zugeordnet: das Ausgeben des für eine Partei Nützlichen als das Gerechte.
Carl Friedrich von Weizsäcker

Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.
Abraham Lincoln

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.
Benjamin Franklin

Ich sage euch, wir haben gar keine Bundesregierung, wir haben Frau Merkel als Geschäftsführerin einer neuen Nichtregierungsorganisation in Deutschland!
Sigmar Gabriel

Die Politik ist das Paradies zungenfertiger Schwätzer.
George Bernhard Shaw

Leider ist manchmal Nichtstun oder das zu späte Handeln auch ein Fehler:
Beispiel:
Merkels Corona-Politik:
Kurz vor Weihnachten atmeten viele Menschen in Deutschland auf. Nach wochenlanger Prüfungsphase wurde der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer in der EU zugelassen. Seitdem konnte das Serum auch hierzulande im Kampf gegen das Coronavirus* eingesetzt werden.

Den ersten Menschen in Deutschland wurde es bereits verabreicht. Bislang wurde in der Europäischen Union neben dem Biontech/Pfizer-Impfstoff kein weiterer außer Moderna zugelassen. Dagegen erteilte Großbritannien mit dem Serum der Universität Oxford und des Pharmakonzerns AstraZeneca schon einem weiteren Impfstoff die Zulassung.

Unterdessen drohen innerhalb der EU Engpässe beim Corona-Impfstoff. Kritische Worte kamen von Biontech-Chef Ugur Sahin, der der Europäischen Union Versäumnisse vorwarf. Man habe in der EU zu lange gebraucht, bis der Bestellauftrag rausging, sagte Sahin*. Auch die georderte Menge erschien einigen Kritikern ausbaufähig.
Deshalb musste die Bundesregierung sich für ihre Corona-Politik Kritik anhören. Aus Sicht von CDU*-Politiker Norbert Röttgen*, der sich auch im Wahljahr 2021 um den CDU-Vorsitz bemühte, wurden Fehler im Umgang mit der Corona-Pandemie* gemacht. „Es ist eine der Lehren des Jahres, dass wir trotz der Erfahrungen der ersten Welle immer noch und immer wieder zu spät waren und sind“, sagte Röttgen im Interview mit der Welt.

„Das müssen wir selbstkritisch bewerten, an dieser Stelle müssen wir uns verändern, auch mit Blick auf andere Krisen“, so Röttgen.„Sonst verspielen wir das neu gewonnene Vertrauen der Menschen gleich wieder.“
Zwei Millionen Infizierte seit Beginn der Pandemie!

Die SPD lässt mit ihrer Kritik an der Beschaffung von Impfstoffen gegen das Coronavirus nicht locker. SPD-Bundesvize Kevin Kühnert hielt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) abermals vor, zu zögerlich bei der Bestellung gewesen zu sein. Zuvor hatten bereits mehrere SPD-Politiker Spahn dafür verantwortlich gemacht, dass Deutschland beim Impfen weniger weit als andere Länder ist.
„Es ist doch so: Wenn ich die Nadel im Heuhaufen noch nicht finden kann, sie aber dringend brauche, dann kaufe ich doch erstmal zur Sicherheit den Heuhaufen, und zwar komplett“, so Kühnert in der „Rheinischen Post“ und dem „General-Anzeiger“. Er bezog sich dabei darauf, dass lange nicht klar war, welche Impfstoff-Entwicklungen gegen das Coronavirus erfolgreich sein würden.

Die Öffentlichkeit habe ein Recht darauf zu verstehen, wer bei der Beschaffung des Impfstoffes gegen das Coronavirus wie gehandelt habe, „nicht, um mit jemandem abzurechnen, sondern um daraus zu lernen“, meinte Kevin Kühnert. Er halte deshalb die Frage für berechtigt, warum in der noch unsicheren Beschaffungslage des Jahres 2020 nicht präventiv umfangreichere Bestellungen veranlasst worden seien, verbunden mit finanziellen Hilfen zum Ausbau der Produktionskapazitäten.
Ja, ganz genau,so sehen es nicht nur die Politiker Röttgen und Kühnert sondern viele Millionen BundesbürgerInnen.

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland hat am letzten Freitag die Marke von zwei Millionen Fällen überschritten. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden 22.368 neue Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der Infektionen wuchs damit auf 2.000.958.

Laut RKI wurden zudem innerhalb eines Tages 1.133 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verzeichnet. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 44.994. Am Donnerstag hatte das RKI mit 1244 Corona-Toten einen neuen Höchstwert bekanntgegeben. Die 7-Tage-Inzidenz sank leicht auf 146,1.
Und was folgern wir daraus?

Die Politik hatte den ganzen Sommer Zeit gehabt eine richtige Strategie auszuarbeiten! Wenn dies das Ergebnis ist dann gute Nacht! Wirtschaft kaputt! Jeder wusste doch, daß eine 2. Welle kommen wird!
Bis auf Profilierungen einiger Politiker, die täglich mit neuen Vorschlägen hervorgetan haben, kam nicht viel! Jeden Tag wollten sich einige Politiker einen anderen Politiker mit neuen Vorschlägen sich überbieten! Es ist auch keine Entschuldigung, dass Wahlkampfjahr ist, denn inzwischen sterben Zehntausende Menschen, es gibt Massenarbeitslosigkeit, extreme Firmenkonkurse, viele Schüler, Studenten und Auszubildenden werden aufgrund der Lockdownlücken (durch fehlende Digitalisierung klappt es eben nicht mit Homeschooling und Homeoffice reibungslos) ihre Prüfungen nicht bestehen bzw. ablegen können, viele Menschen verlieren nicht nur ihre Angehörigen durch Corona sondern auch ihre Wohnungen, ihre Arbeit, ihre Firmen und statt dessen profilieren sich noch die Politiker in den Medien anstatt sich um dieses Elend schnellstens zu kümmern.
Der verschärfte Lockdown soll es jetzt richten. In welchem Land hat das denn geholfen? Lt. Medien sind die Zahlen doch sofort nach den Lockerungen wieder gestiegen. Die einzigen Länder bei denen es gut funktioniert, sind die Länder die sämtliche Einreisen ins Land gestoppt haben. Da Deutschland aber keinerlei Ambitionen hat seine Grenzen zu schließen, fällt diese Option weg. Seit einem Jahr laufen von morgens bis abends Corona-Nachrichten als ob es nichts anderes mehr gäbe. Was ist mit anderen Krankheiten, Arbeitsplätzen, Schulen, Infrastruktur... immer weniger Einnahmen bei immer höheren Ausgaben, und Schulden. Wenn schon vor Corona aus Geldmangel vieles nicht umgesetzt wurde wird es die nächsten Jahrzehnte erst recht nicht möglich sein. Und auch hier scheint es vielen gar nicht schnell genug zu gehen, alles andere für einen mäßigen Erfolg aufs Spiel zu setzen.
Ärzte, Virologen und Politiker warnen angesichts der aktuellen Corona-Zahlen eindringlich vor einem Intensivbetten-Kollaps in Deutschland.
Aber inzwischen gibt es noch zusätzliche regierungsgemachte Probleme:
Tatsächlich hatte sich allein in Deutschland die Zahl der abgesagten Operationen während der ersten Welle der Pandemie auf mehr als 908.000 summiert. Das wollen die Krankenhäuser diesmal unbedingt vermeiden. Zumal es nun, anders als damals, zwar gezielte Finanzhilfen für einzelne Kliniken, aber eben keine flächendeckende Freihaltepauschale gibt, bei der die Häuser einen gewissen Geldbetrag pro freiem Intensivbett bekamen. Jetzt Eingriffe abzusagen wäre für viele Kliniken daher auch ein wirtschaftliches Risiko.Dass nun auch Vorwürfe laut wurden, wonach die Kliniken die Lage absichtlich dramatisieren würden, um mehr Finanzhilfen zu erzwingen, stößt dort besonders bitter auf.
Es müssen nämlich viel mehr Krankenhäuser ihre Regelversorgung wegen Covid-19 einschränken, wodurch Erlösausfälle und Liquiditätsprobleme drohten- Es ist eine Unverschämtheit, wie die Regierung mit Kliniken und Klinikpersonal, die die Unfähigkeit dieser Regierung am meisten zu spüren bekommen, umgeht.

1.244 Todesfälle meldet das RKI am Donnerstag im Zusammenhang mit Corona. Ein trauriger Höchstwert in dieser Pandemie. Viele der Verstorbenen wurden vor ihrem Tod auf Intensivstationen versorgt. Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte von Intensivstationen berichten von emotionaler und körperlicher Überlastung. Zu viele extrem schwerkranke Patienten, zu viele Leichensäcke – und kein Ende in Sicht. Ein Appell aus den Intensivstationen an die Bevölkerung:
Auf einen Aufruf des MDR-Nachrichtenmagazins "exakt" meldeten sich 24 Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte aus acht Kliniken, um von ihren Erfahrungen zu berichten. In selbst aufgenommenen Videobotschaften berichten sie von ihrer Arbeit mit schwerst erkrankten Corona-Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen.

Krankenschwester Tanja aus dem Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara aus Halle sagt:
" Ich bin müde. Ich bin oft traurig, weil wir hier viel zu viele, viel zu kranke Menschen behandeln und oft auch den Kampf verlieren. Ich wünsche mir mein Leben von vorher zurück – auf Arbeit und im Privaten."

Angesichts dessen, was er täglich bei der Arbeit mit COVID-19-Patientinnen und Patienten erlebt, kann Fachkrankenpfleger Richard von der Intensivstation der Uniklinik Dresden nicht nachvollziehen, warum manche Menschen die Corona-Regeln ignorieren:
"Corona belastet uns hier auf Station ziemlich. Mich persönlich vor allen Dingen das hohe Arbeitsaufkommen, was wir haben. Die hohen Umschlagszahlen an Patienten, die hohen Todeszahlen. Dass wir täglich teilweise mehrere Patienten haben, die versterben, und dass es im gleichen Atemzug außerhalb Leute gibt, die sich nicht an die Regeln halten und denken, sich über alles hinwegsetzen zu müssen. So nach dem Motto: Na ja, ich bin der eine, den es halt nicht erwischt."

Doch es könne jeden erwischen, betont der Krankenpfleger, das stellten er und seine Kolleginnen und Kollegen immer wieder fest. Der Tod sei ihr täglicher Begleiter, erzählt Krankenschwester Michaela von der Intensivstation des Uniklinikums Dresden:
" Natürlich sterben auch sonst auf Intensivstationen Patienten, aber bei Weitem nicht in der Masse, wie wir es aktuell sehen. Wir haben teilweise gar keine Zeit, uns über jedes Schicksal Gedanken zu machen, weil schon der nächste COVID-Patient vor der Tür steht."

Bis zur totalen körperlichen Erschöpfung: Stefan Russwurm, Chefarzt vom Hufeland Klinikum in Bad Langensalza in Thüringen erzählt, er habe Weihnachten, Silvester und seitdem jedes Wochenende durchgearbeitet. Hartmut Stefani, Leitender Arzt am Carl-von Basedow-Klinikum in Merseburg in Sachsen-Anhalt erlebt die Situation ganz ähnlich:
"Unsere Ärzte und Pflegekräfte arbeiten bis zur totalen körperlichen Erschöpfung. Wir als Verantwortliche stehen unter einer großen Anspannung, um jeden Tag neu zu versuchen, den Krankenhausbetrieb aufrechtzuerhalten."
Seine Klinik verlege inzwischen Patienten in andere Häuser, weil nicht mehr genügend Platz sei.
Angst, die Arbeit nicht mehr zu schaffen

Seit November hat sich die Situation merklich verschärft. Es sei eine Belastung, die sich Krankenschwester Barbara von der Intensivstation im Dresdener Uniklinikum nie habe vorstellen können. Sie ist seit 41 Jahren Krankenschwester, seit 30 Jahren arbeitet sie auf Intensivstationen. Eine vergleichbare Situation habe sie noch nie erlebt:
"Das macht mir Angst. Angst, es nicht zu bewältigen. Weil ich spüre, dass ich mit meinen Kräften an meine Grenzen komme und ich täglich immer aufpassen muss, dass ich mich erhole, dass ich mit guter Vorbereitung hier zum Dienst komme. Und dann hoffe ich immer, dass es reicht."

Appell an die Bevölkerung:
Die Versorgung von COVID-Patienten sei nicht vergleichbar mit anderen Erkrankungen. Eine Schicht in Vollschutz mit Masken, Brillen, Kitteln beschreiben alle als enorm kräftezehrend und anstrengend. Die Pflegekräfte sind ausgelaugt. Viele von ihnen vermissen den Ausgleich neben der Arbeit.

Denn auch sie leiden unter den Corona-bedingten Einschränkungen im Privatleben: Sie vermissen ihre Freundinnen und Freunde, Eltern, Großeltern; würden auch gern mal wieder ausgehen und auf andere Gedanken kommen. Doch sie alle sind überzeugt, dass die Kontaktbeschränkungen sinnvoll sind.
"Auch ich gehe sehr gerne feiern, gehe gern ins Kino oder ins Restaurant und bin allgemein gern unter Menschen. Ich würde auch sehr gern mal wieder meine Eltern und Großeltern knuddeln. Dass das im Moment nicht möglich ist, ist zwar extrem lästig, aber es ist richtig und es ist auch wichtig. Darum mein Appell an alle, die sich nach wie vor gegen die Corona-Maßnahmen wehren: Zieht mit", sagt der Fachkrankenpfleger Nico von der Intensivstation des Universitätsklinikums Dresden und ergänzt:
"Auch wenn ihr den Berichterstattungen nicht vertraut und euch eure eigene Meinung bilden wollt, was euer gutes Recht ist, vertraut uns. Wir erleben das Elend hier täglich und haben den Kanal voll davon, ständig so unfassbar viele Patienten in einem Leichensack von Station schieben zu müssen."

Hartmut Stefani aus Merseburg bringt den Appell der Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte auf den Punkt:
" Helfen Sie uns. Bleiben Sie zuhause, halten Sie Abstand und lassen Sie sich impfen."

Ja und nun kommt das nächste Problem, wir haben zuwenig Impfstoff, Impfchaos, halbleere Impfzentren und überlastete Online-Impfanmeldungen und Hotlines.

Was sagt nun unsere so versierte Kanzlerin zu Impfkritiken:
Angela Merkel nimmt sich Kritiker der Impfstoff-Beschaffung am 6.01.21 zur Brust: „Wenn ich mal auspacke ....“ (ja, tun Sie das liebe Frau Merkel, denn ins Kino können wir ja nicht mehr, endlich mal wieder Unterhaltung!)
Beim Corona-Gipfel soll Kanzlerin Angela Merkel klare Worte gefunden haben.
Angela Merkel äußerte sich laut Bild bereits mit harten Worten.
Kanzlerin Angela Merkel wetterte auf Corona-Gipfel über harte Impf-Kritik der SPD:
Laut der Zeitung Bild sollen nun bereits Aussagen von Kanzlerin Angela Merkel* aus den Bundeskanzleramt durchgedrungen sein, die sie während des Corona-Gipfels getätigt habe. Die Worte der Kanzlerin waren demnach: „Wenn ich mal auspacke, was hier in dieser Runde für Fehler gelaufen sind, wenn ich das mal öffentlich machen würde…“ Adressaten der Drohung sollen vor allem Ministerpräsidenten der SPD-geführten Bundesländer gewesen sein.
Denn gerade die SPD äußerte harsche Kritik an der schleppenden Beschaffung der Impfstoffdosen in Deutschland und der gesamten EU. Merkel soll hinter verschlossenen Türen auch noch hinzugefügt haben: „Wollen wir einen Untersuchungsausschuss über das Verhalten der EU-Kommission?“
Zudem äußerte sie den Wunsch, dass sich die Runde kritisch hinterfrage, da auch dort Fehler gemacht worden seien.

Sollen wir das so verstehen, dass die Chefin, die zuständig ist für die Impfstoffbeschaffung an der Misere nicht schuld ist, sondern alle anderen, die für die Impfstoffbeschaffung nicht zuständig waren. Impfstoffbeschaffung ist Chef- und Kanzlersache oder...

Wenn Frau Merkel jemand im Weg steht oder sie braucht ein Bauernopfer, macht sie in der Regel nicht viel Umstände, wie diese Fälle beweisen:
Wer sich bis zur Spitze der Macht hochkämpft, muss sich durchgeboxt und Feinde besiegt haben. Merkel hat in zehn Jahren vor allem Männer aus dem Weg geräumt, die ihren Aufstieg verhindern wollten.

Helmut Kohl
Den Bruch mit dem Altkanzler vollzog Merkel 1999 öffentlich in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Während der Rest der Partei sich trotz der Spendenaffäre noch nicht vom Übervater der CDU abnabeln konnte, fand die damalige Generalsekretärin deutliche Worte: "Die Partei muss also laufen lernen, muss sich zutrauen, in Zukunft auch ohne ihr altes Schlachtross, wie Helmut Kohl sich oft selbst gerne genannt hat, den Kampf mit dem politischen Gegner aufzunehmen. Sie muss sich wie jemand in der Pubertät von zu Hause lösen, eigene Wege gehen." Anfang 2000 wurde Kohl von der CDU offiziell aufgefordert, seinen Ehrenvorsitz ruhen zu lassen - der Altkanzler trat gekränkt zurück. "Sie konnte das machen, weil sie eben nicht total abhängig von ihm war - sie hatte ein Leben vor Kohl, das hatten die anderen in dieser Form nicht. Deshalb war sie bereit, ihn zu stürzen", beschrieb der Journalist Dirk Kurbjuweit Merkels Handeln.

Wolfgang Schäuble
Er war Parteichef, sie seine Generalsekretärin: Schon zu Beginn von Merkels Karriere in der CDU war das Verhältnis klar. Schäuble stand als langjähriger Minister in der Hierarchie über ihr. Der Partei- und Fraktionschef geriet allerdings in die Untiefen der CDU-Spendenaffäre und musste schließlich 2000 zurücktreten. Merkel sägte ihren Chef also nicht ab, doch profitierte sie von seiner Krise: Die Generalsekretärin ergriff die Chance und rückte mit Rückendeckung der Basis am 10. April 2000 auf den Chefposten der CDU. Dass Merkel 2004 Schäubles Kandidatur zum Bundespräsidenten verhinderte, belastete ihr Verhältnis weiter. Doch Schäuble ist zu loyal und zu pflichtbewusst, um allzu nachtragend zu sein. Seit 2005 ist er eine Stütze der Merkel-Kabinette.

Laurenz Meyer
Laurenz wer? Meyer war vier Jahre lang Generalsekretär der CDU, von 2000 bis 2004. Er begann seine Amtszeit unter Merkel schon am ersten Tag mit einem misslungenen Scherz: "Ich habe eine viel stärkere Position als Polenz. Einen zweiten Missgriff können Sie (Merkel) sich nicht leisten." Meyer spielte damit auf die nur siebenmonatige Amtszeit seines Vorgängers Ruprecht Polenz an. Doch Merkel leistete sich den Missgriff und ersetzte den glücklosen Meyer 2004 durch Ronald Pofalla.

Friedrich Merz
Er wollte eine Steuerreform auf einem Bierdeckel entwerfen, galt als Wirtschaftsexperte und rhetorisches Goldstück der Union: Friedrich Merz hatte Wolfgang Schäuble als Fraktionschef beerbt und schickte sich an, den Machtkampf mit seiner Parteichefin zu suchen. Zum Verhängnis wurde ihm, dass CSU-Chef Edmund Stoiber nach der verlorenen Bundestagswahl 2002 Angela Merkel unterstützte und ihr zur Mehrheit für den Fraktionsvorsitz von CDU und CSU verhalf. Merz musste in die zweite Reihe zurück und durfte als Wirtschaftsexperte und Fraktionsvize noch ein dreistufiges Steuermodell für einen Bierdeckel entwerfen. 2004 hatte er genug und trat als Fraktionsvize zurück. Dann nahm er schließlich ganz Abschied von der Politik: Seit 2009 sitzt er nicht mehr im Bundestag.

Edmund Stoiber
Das schon legendäre "Wolfratshausener Frühstück" im Jahr 2002 galt zunächst als Triumph des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten über die zaudernde CDU-Chefin. Stoiber wurde Kanzlerkandidat, forderte Gerhard Schröder heraus, feierte sich am Wahlabend für einige Minuten bereits als Sieger und verlor dann doch noch. Im Rückblick erwies sich Merkels Rückzieher als strategischer Gewinn, Stoiber Siegerimage war beschädigt - der größte Konkurrent besiegt. Als Merkel ihn 2005 als Super-Wirtschaftsminister in ihr Kabinett holen wollte, zog Stoiber im letzten Moment zurück und warf sich damit endgültig in die politische Bedeutungslosigkeit. Merkel schickte ihn nach seinem Rücktritt als bayerischer Ministerpräsident zum Bürokratie-Abbau nach Brüssel. Dort ist Stoiber zwischen den Aktenbergen verschwunden.

Volkspartei SPD
Es war einmal eine sozialdemokratische Volkspartei, die sich nach dem Verlust ihrer Kanzlerschaft 2005 in eine Große Koalition retten wollte. Die SPD-Politiker dachten, sie könnten der Regierung ihren Stempel aufdrücken und die neoliberale Kanzlerin vor sich hertreiben. Doch Merkel zog sozialdemokratische Seiten auf und grub dem Koalitionspartner das Wasser ab. Die SPD-Vorsitzenden wechselten, Merkel blieb. Bei den Wahlen 2009 zeigte sich dann, dass nur noch wenige Wähler für die SPD übrig waren: Etwas mehr als 20 Prozent. Seitdem sucht die SPD ihre alten Wähler. Und wenn sie nicht gestorben ist, dann sucht sie sie noch heute.

Der Andenpakt
Die Mitglieder des sogenannten Andenpakts verfolgten Merkel über Jahre. Es war ein Männerbündnis aus Zeiten der Jungen Union. In diesem Pakt hatten sich Jungpolitiker die Treue geschworen, die allesamt noch etwas werden wollten: Unter anderem Roland Koch, Christian Wulff, Friedbert Pflüger, Friedrich Merz, Franz Josef Jung und Matthias Wissmann. 2003 flog das Bündnis auf. Merkel wusste nun, warum CSU-Chef Stoiber 2002 Kanzlerkandidat geworden war und nicht sie selbst: Der Pakt hatte ihre Kandidatur verhindert. Inzwischen gilt das Bündnis aber als aufgelöst, Merkel hat die wichtigsten Mitglieder domestiziert oder erledigt. Von der einstigen Loyalität scheint nicht mehr viel übrig, wie ein Blick auf die Ministerpräsidenten in Hessen und Niedersachsen zeigt. Koch wurde zuletzt von Wulff im Landtagswahlkampf mit seiner Hetze gegen kriminelle Ausländerkinder im Regen stehen gelassen.

Günther Oettinger
Ein Mitglied des Andenpakts war bis zum Ende seiner Amtszeit als baden-württembergischer Ministerpräsident einer der verlässlichsten Kritiker Merkels. Günther Oettinger forderte wiederholt, das konservative Profil der CDU zu schärfen oder auch "Union pur" in der Regierung durchzusetzen. Als Oettinger bei einer Trauerrede für den früheren CDU-Politiker und NS-Marinerichter Hans Filbinger zu viel Unschärfe am rechten Rand erkennen ließ, bekam er von Merkel einen ordentlichen Rüffel. 2009 schlug die CDU-Chefin Oettinger als EU-Kommissar vor und schaffte sich den Kritiker damit vom Hals.

Roland Koch
Der konservative Hardliner aus Hessen galt lange Zeit als großer Konkurrent Merkels, auch das Kanzleramt schien vor ihm nicht sicher. Dass er den SPD-Politiker Hans Eichel 1999 mit Hilfe einer Kampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft als hessischen Ministerpräsidenten abgelöst hatte, begründete seinen Erfolg und sein Image. Doch Koch bekam keine Chance auf einen höheren Posten und machte auch nicht den Fehler anderer Ministerpräsidenten, sich in Merkels Kabinett locken zu lassen. Die Zeit spielte gegen Koch, Merkel wusste das. Längst kann er ihr nicht mehr gefährlich werden. Und so betont er stets seine Loyalität. "Angela Merkel macht ihren Job sehr gut!", sagte er bereits 2006 der "Bild"-Zeitung. Und 2010 dem "Hamburger Abendblatt": "In einer großen Volkspartei ist der Führungsstil, den Angela Merkel pflegt, alternativlos."

Christian Wulff
Man kann es sich heute kaum noch vorstellen, aber auch der niedersächsische Ministerpräsident galt einmal als Merkel-Konkurrent. Im dritten Anlauf eroberte er überraschenderweise doch noch die Staatskanzlei in Hannover. Seine Beliebtheit als Landesvater ließen Spekulationen über weitergehende Ambitionen sprießen. Doch Wulff blieb bescheiden und sprach sich schließlich sogar die Fähigkeit zum Bundeskanzler ab. Dem "Stern" sagte er: "Mir fehlt der unbedingte Wille zur Macht und die Bereitschaft, dem alles unterzuordnen." Er wolle weder Bundeskanzler noch Minister in Berlin werden. "Ein guter Landespolitiker ist noch lange kein guter Kanzler."

Kramp-Karrenbauer : Merkels letztes Opfer?
Die Beliebtheitswerte für Angela Merkel müssten eigentlich den Schluss zulassen: Das Land wird tadellos regiert, die Regierung ist gut in Schuss. Das passt aber so gar nicht zu den Wahlergebnissen 2017, nicht zu den Prügeln, die CDU und SPD kassieren. Der Widerspruch erklärt sich aus der Trennung der Ämter von Kanzlerschaft und Parteivorsitz, die binnen kurzer Zeit nicht etwa für Merkel, sondern für ihre Nachfolgerin an der Parteispitze zum größten Problem geworden waren. Denn seit der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur Vorsitzenden wurde oft nicht mehr eine präsidial wirkende Kanzlerin für die Regierungspolitik verantwortlich gemacht, sondern die sich abstrampelnde, aber nichtregierende CDU-Vorsitzende Anngegret Kramp-Karrenbauer. Es wurde immer vom Regierungssprecher dementiert, dass ein Konflikt zwischen den ehemals befreundeten Frauen Merkel und Kramp-Karrenbauer besteht, aber nirgends wurde das Ganze so offensichtlich wie hier:
Merkel und Kramp-Karrenbauer flogen in zwei Maschinen in die USA;
Angela Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer hatten beide Termine an der US-Ostküste Im September 2019. Entgegen ursprünglicher Planung reisten sie nicht im selben Flugzeug an. Laut einem Medienbericht habe das Kanzleramt signalisiert, dass ein Mitflug der CDU-Vorsitzenden nicht gewünscht sei. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (beide CDU) flogen zwei Tage nach der Verabschiedung des Klimapakets der großen Koalition an diesem Sonntag fast zeitgleich in zwei Maschinen der Luftwaffe an die US-Ostküste. Merkel flog zum UN-Klimagipfel am Montag und nahm anschließend an der UN-Generaldebatte in New York teil, Kramp-Karrenbauer flog zu einem Treffen mit ihrem amerikanischen Kollegen Mark Esper.
Flugreisen stehen derzeit angesichts der Klimaschutzdebatte in der Kritik. Im Maßnahmenpaket der großen Koalition war deshalb vorgesehen, Fliegen durch eine Erhöhung der Luftverkehrsabgabe zu verteuern, um damit im Gegenzug einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Fernverkehr-Bahntickets zu finanzieren.
Wenn Angela Merkel schon so mit Freunden umgeht, wage ich nicht darüber nachzudenken, wie sie mit Kritikern und Gegnern umgeht. Denn sie hat die Macht Menschen zu zerstören, diese Macht gibt ihr das Amt. Wir sollten wirklich über die Machtbefugnisse von deutschen Kanzlern in Zukunft nachdenken, denn wie wollen wir in Zukunft unfähige und diktatorische Kanzler stoppen?
Inzwischen wurde der bedauernswerte Armin Laschet als Nachfolger gewählt, in seiner Haut möchte ich nicht stecken.

Und wundern Sie sich nicht, wenn sich bald Jens Spahn, Horst Seehofer, Olaf Scholz hier bald einreihen, denn manchen Menschen ist jedes Machtmittel recht und da interessiert sie auch nicht die Treue von Weggefährten!

Glaubt denn diese Regierung ernsthaft, dass ihre Regierungsparteien CDU/CSU/SPD nochmals gewählt werden?
Wenn das so wäre, wäre es das Projekt, ihr müsst von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch trinken und sagen, es schmeckt euch!

In der ganzen Welt ist jeder Politiker sehr für Revolution, für Vernunft und Niederlegung der Waffen - nur beim Feind, ja nicht bei sich selbst.
Hermann Hesse

Man darf nie das Gefühl haben, dass man im politischen Geschäft ein Star wäre, sondern man hat verdammt noch mal seine Arbeit zu machen.
Karl Theodor zu Guttenberg

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Ramona Groß
Jan 10, 2021
...bitte in den Wintermonaten als Universität vernünftig handeln, so wie die -zig anderen Schulen (Mittelschulen/ Gymnasien u.a.) in Deutschland auch!

Thanks for adding your voice.

Susanne Watterott
Jan 9, 2021
... ich die Initiative sehr verantwortungsvoll und richtig finde.

Thanks for adding your voice.

Pia Martin
Jan 7, 2021
HINWEIS:
Mir ist bewusst, dass die Petition sehr schwammig formuliert ist, und dass sportpraktische Prüfungen und schriftliche Examensklausuren aus der Logik der Sachse selbst bzw. rechtlich nicht in digitaler Form möglich sind. Die Petition will schriftliche Modulprüfungen der Prüfungsform Klausur digitalisieren.

Thanks for adding your voice.

Florian Oschmann
Jan 6, 2021
Aus Courage zu meinen Großeltern die ich so unnötigerweise in Gefahr bringe.

Thanks for adding your voice.

Saskia E.
Jan 6, 2021
Präsenzprüfungen mit diesen Corona Zahlen in Jena unverantwortlich sind!

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Allison Maljavin
Jan 6, 2021
Wenn jedermann sich in dieser Lage einschränken lässt, ist es unverantwortlich von einer Universität so etwas zu erlauben, vor allem, wenn es anders umsetzbar ist, was es definitiv ist!

Thanks for adding your voice.

Lucas Griesing
Jan 6, 2021
Ich will nicht dafür verantwortlich sein, andere Menschen und mich zu gefärden. Gesundheit ist wichtiger als Präsenz.

Thanks for adding your voice.

Lisa Pfotenhauer
Jan 6, 2021
Finde die Präsenprüfungen unverantwortlich!