Friede, Freude, Ehrenamt? Engagement ist nicht umsonst!

Friede, Freude, Ehrenamt? Engagement ist nicht umsonst!

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Christian Stegmüller hat diese Petition gestartet

Jedes Jahr machen rund 100.000 zumeist junge Menschen einen Freiwilligendienst. Entweder in Form eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), eines Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) oder eines Bundesfreiwilligendienstes (BFD). Für ein geringes Taschengeld helfen die Freiwilligen für in der Regel ein Jahr in einer gemeinwohlorientierten Einrichtung mit.

Wir fordern mehr Anerkennung und Wertschätzung für das Engagement von Freiwilligen. Helft denen, die anderen helfen wollen. Es braucht daher:

  • Kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für Freiwillige: Durch kostenlose oder zumindest deutlich vergünstigte Tickets für Bus und Bahn erhält das gesellschaftliche und ökologische Engagement der Freiwilligen mehr Anerkennug und Wertschätzung.
  • Keine Anrechung des Taschengeldes als "Einkommen" auf Hartz IV: Das Taschengeld für Freiwillige wird ab einer Höhe von 250 Euro auf die Hartz-IV-Unterstützung der Eltern angerechnet, wenn der*die Freiwillige* im elterlichen Haushalt lebt. Aber: Ein Taschengeld ist kein Einkommen! Engagierte Menschen aus Familien mit geringem Einkommen werden so zusätzlich benachteiligt. 
  • Unterstützung von Freiwilligen, die nicht Zuhause leben: Es braucht eine klare Ansage an die Genehmigungsbehörden: Wer einen Freiwilligendienst macht und in der eigenen Wohnung lebt, hat Anspruch auf Wohngeld. Ausflüchte einzelner Behörde infolge einer nicht eindeutigen Rechtslage müssen beendet werden. Außerdem müssen Freiwillige im eigenen Haushalt von den Rundfunkgebühren befreit werden.
  • Stipendien für Freiwillige aus einkommensschwachen Familien: Fast alle Freiwilligen sind auf finanzielle Unterstützung der Eltern angewiesen. Für Freiwillige aus einkommensschwachen Familien ist der Freiwilligendienst daher keine realistische Option. Es braucht deshalb schnelle, unbürokratisch gewährte und angemessene Unterstützung von engagierten jungen Menschen, die sich freiwilliges Engagement nicht "leisten" können.
  • Garantierte Unterstützung von Menschen mit Behinderung: Das Bundesteilhabegesetzt (BTHG) soll Menschen mit Behinderung mithilfe verschiedener Unterstützungs- und Assistenzleistungen die selbstständige Teilhabe an der Gesellschaft erleichtern. Ein FSJ, FÖJ und BFD ist aber keine förderfähige Maßnahme laut des Bundesteilhabegesetztes. Das muss sich ändern.
  • Politische Bildung ja! Aber nicht so: Die begleitende Bildungsarbeit wird durch die Landesträger in den jeweiligen Bundesländern umgesetzt. Die gesamte? Nein, das Seminar für politische Bildung bietet der Bund in eigenen Bildungszentren an. Und auch nur exklusiv für Freiwillige im BFD. Die Bildungsarbeit - auch die politische - gehört in eine Hand. Nämlich jene der Träger vor Ort, welche die Freiwilligen am besten kennen. Und die Pflicht zum Seminarbesuch für Bundesfreiwillige gehört auch abgeschafft. Politik betrifft alle - nicht nur Menschen im BFD.
  • Kein Rechtfertigungszwang für Menschen, die "nur" 32 Wochenstunden arbeiten: Der Freiwilligendienst unter 27 Jahren ist nach dem Willen des Gesetzgebers ein "Vollzeitdienst" (35 bis 40 Wochenstunden). Wer Teilzeit (mind. 20,5 Wochenstunden) arbeiten möchte, muss ein "berechtigtes Interesse" nachweisen. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Wir fordern: Vollzeit muss problemlos ab 32 Wochenstunden möglich sein, wenn Einsatzstelle und Freiwillige*r zustimmen.
  • Langfristige und angemessene Unterstützung der Träger der Freiwilligendienste: Die Träger beraten die Einsatzstellen, helfen bei Problemen der Freiwilligen und organisieren die Bildungsarbeit. Sie brauchen eine verstetigte und angemessene staatliche Förderungen. Etwaige Kürzungen des Etats für die Freiwilligendienste - zuletzt ging es um 20 Prozent weniger Fördermittel des Bundes - müssen jetzt und in Zukunft unbedingt verhindert werden.

Lasst uns dafür demonstrieren: 20. Mai in München (Karlsplatz) ab 16.00 Uhr.

www.friede-freude-ehrenamt.de

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