Freiburg darf das Klimacamp nicht räumen! Klimagerechtigkeit ist wichtiger als Glühwein

Freiburg darf das Klimacamp nicht räumen! Klimagerechtigkeit ist wichtiger als Glühwein
Warum ist diese Petition wichtig?
„Green City” lautet Freiburgs offizielle Eigenbezeichnung: Eine Koalition aus Gemeinderat, Oberbürgermeister und Stadtverwaltung hat beschlossen, dass Freiburg im Jahr 2035 klimaneutral sein soll. Doch auf das große Ziel folgen unambitionierte Klimaschutzmaßnahmen. Tatsächlich ist Freiburg vor allem eine Greenwashing City: Zu der Zeit, zu der Freiburg klimaneutral geworden sein soll, wird die durch Freiburg führende Bundesstraße 31 zur unterirdischen Stadtautobahn A860 ausgebaut. Mehr als 300.000 Tonnen* zusätzliches CO2 würden alleine durch den Bau verursacht; Klimaneutralität kann so nicht erreicht werden.
Seit Juli 2022 campen Aktivist:innen vor dem Amtssitz von Oberbürgermeister Martin Horn, weil er kategorisch Gespräche über eine ambitioniertere Klimaschutzpolitik verweigert. Das Klimacamp besetzt ein Fünftel der Fläche des Rathausplatzes. Weil dieser Platz Teil des Freiburger Weihnachtsmarktes ist, der sich über große Bereiche der Innenstadt erstreckt, hat die Stadt Freiburg die Räumung des Klimacamps verfügt.
Wir appellieren an Oberbürgermeister Martin Horn: Statt das Klimacamp mit Gewalt zu räumen, um sieben zusätzliche Weihnachtsmarktstände vergeben zu können, muss Freiburg endlich eine ambitionierte Klimaschutzpolitik betreiben, damit die beschlossenen Klimaschutzziele erreicht werden! Beenden Sie Ihre Greenwashing Strategie, die die Klimaschutzziele Freiburgs, Deutschlands, das Abkommen von Paris und das Recht aller Menschen auf eine gute Zukunft verletzt!
*Die Berechnung der zu erwartenden Emissionen hat der Tunnel-Experte Axel Schwipps durchgeführt. Siehe auch https://stadttunnel.de/2023/09/13/bauen-mit-beton/
Entscheidungsträger*innen
- Martin HornGreen-Wasching-Oberbürgermeister Stadt Freiburg
- Gemeinderat der Stadt Freiburg