Sterben im Mittelmeer: Leben retten statt nichts tuend zuschauen!

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Diesen Juni sind 629 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken.

Das ist der höchste Wert für einen Juni, seitdem diese Zahlen erfasst werden. Diese Menge entspricht gut 20% der Unfalltoten in Deutschland pro Jahr! Das geht so nun schon seit drei Jahren. Und seit drei Jahren hat sich an der Situation im Mittelmeerraum nichts geändert.

Täglich sterben Menschen im Mittelmeer bei dem Versuch, nach Europa zu flüchten. Unzählige Flüchtlinge versuchen, in überfüllten, seeuntauglichen Booten vor Verfolgung und Elend zu fliehen, stets mit der Hoffnung im Herzen, das sichere Festland zu erreichen. Ohne Wasser und Verpflegung, durchgehend Wind und Wellen ausgesetzt, schaffen es viele jedoch nur tot an die "rettende Küste Europas".

Die Meldungen in den Zeitungen überschlagen sich: Italien weigert sich, Schiffe mit aus Seenot geretteten Flüchtlingen anlegen zu lassen, Malta und die italienische Regierung lassen Rettungsschiffe von Hilfsorganisationen beschlagnahmen, die "Lifeline" muss sechs Tage auf See ausharren, bis die Verteilung der 234 geretteten Flüchtlinge an Bord auf andere europäische Länder geregelt ist und in der Zwischenzeit sind seit Beginn diesen Monats schon wieder 200 Menschen ums Leben gekommen.

Politiker - unter anderem aus Deutschland - befürworten bzw. versuchen, Menschen, die Leben retten, zu verhaften und zu bestrafen. Retter werden kriminalisiert und beschimpft, weil sie sich daranhalten, dass laut Seerecht aus Seenot gerettete Menschen in den nächsten sicheren Hafen gebracht werden müssen. Erneut dürfen 450 Flüchtlinge nicht an Land, obwohl es sich bei einem der zwei rettenden Schiffe sogar um eine Einheit der italienischen Küstenwache handelt. Und nun der Schock: Italien weigert sich, im Zuge der EU-Mission "Sophia" aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge aufzunehmen! Die EU ist ratlos, die Mission vorerst unterbrochen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/mittelmeer-kommandeur-stoppt-eu-rettungsoperation-sophia-a-1219476.html

Uns reicht es! Als Schüler*innen dieses Landes, welches sich für Menschenrechte, Frieden, Menschlichkeit und Wahrung der Menschenwürde einsetzt, können wir es nicht länger ertragen, dass internationales Recht und die Grundsätze unserer europäischen Gesellschaft mit Füßen getreten werden! Es ist unmenschlich, bewusst Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken zu lassen und Retter festzunehmen, sollten sie Menschen in Not helfen wollen!

Deshalb haben wir, die Schülermitverwaltung des CJT-Gymnasiums Lauf, uns dazu entschlossen, Stellung zu beziehen. Wir Schüler sind die zukünftigen Generationen dieses Landes und tragen Verantwortung dafür, dass die Grundsätze unseres Grundgesetzes umgesetzt und nicht für populistische oder migrationspolitische Interessen geopfert werden! Getreu dem Motto "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" fordern wir, dass Courage nicht am Zaun um den Pausenhof oder an der Straße vor der Schule aufhören darf!

Als klares Zeichen haben wir deshalb folgende Resolution beschlossen: https://drive.google.com/open?id=1VbRi5XCabMSpwuCil1vKXrUvoF0DlRfW

Wir dürfen nicht unsere Augen verschließen, wenn bewusst Unrecht begangen wird! Deshalb bitten wir Sie im Namen aller Schüler unserer Schule: Unterzeichnen Sie unseren Appell! Sichern Sie mit dieser Petition, dass das Elend im Mittelmeer beendet und unsere Resolution gehört wird!

Sollten Sie als Vertreter einer SMV einer anderen Schule oder als Vertreter eines jugendnahen Verbandes unterzeichnen wollen, schreiben Sie uns bitte zusätzlich eine E-Mail an smv-cjtgymlauf@gmx.de mit dem Namen der Organisation und den unterzeichnenden Vertretern!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Im Namen der Schülermitverwaltung des CJT-Gymnasiums Lauf: 

Maximilian Haas (Hauptverantwortung)

Riza-Leon Bozkurt (Schülersprecher)

Till Rolf Kraus (Schülersprecher)

Emilia Cathérine Gutheil (Schülersprecherin)

Moritz Wagner (Schülersprecher)

 

 



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