Ich fordere Unitymedia auf, mich aus dem bestehenden Vertrag fristlos zu entlassen

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Ich fordere Unitymedia auf, mich (und andere Betroffene) aus den bestehenden Verträgen fristlos zu entlassen

wegen Nichterfüllung der vertraglich versprochenen Leistungen.

Mitte Juni 2016 überredete mich ein Mitarbeiter von Unitymedia telefonisch, das Paket 3play COMFORT 120 mit einer Leistung von 120 Mbit/s zu beziehen. Angeblich wäre das sehr preisgünstig, kostet mich aber nun ca. 85 Euro pro Monat! Viel Geld für eine Rentnerin!

Dieser Vertrag wurde mir am 05.07.2016 schriftlich bestätigt.

Jedoch wurde diese Leistung von 120 MBit/s wohl zu keiner Zeit tatsächlich auch erbracht, wie diverse Speedtests über die Seite der Bundesnetzagentur belegen.

In Artikel 4 der EU-Verordnung zum Telekommunikationsmarkt heißt es, dass “erhebliche, kontinuierliche oder regelmäßig wiederkehrende Abweichung bei der Geschwindigkeit” ein “Verstoß gegen essentielle Vertragsinhalte” sind. Das heißt: Hält der Provider sich nicht an den mit dem Kunden geschlossenen Vertrag, kann dieser Schadenersatz verlangen oder den Vertrag fristlos kündigen.

Die Bundesnetzagentur hat das Ganze konkretisiert und beruft sich auf die Angaben der DSL-Anbieter zur Maximal-, Normal- und Mindestgeschwindigkeit, die die Anbieter spätestens ab dem 1. Juni 2017 offenlegen, dem Kunden also mitteilen müssen, welche Transferraten er höchstens, mindestens und im Normalfall erwarten darf.

Ich habe gemäß den Anweisungen der Bundesnetzagentur in zwei Runden die mir gelieferte Internet-Geschwindigkeit gemessen, und mir dabei einige Nächte um die Ohren geschlagen. Denn die Anweisung der Bundesnetzagentur lautet, dass man “mindestens 20 Messungen gleichmäßig verteilt auf mindestens zwei Tage durchführen und dabei eine Verbindung mit einem LAN-Kabel nutzen muss”.

All dies habe ich berücksichtigt, ebenso eine Protokollierung der Messungen. Die Original-Aufstellungen der Bundesnetzagentur liegen mir noch vor.

Lt. Bundesnetzagentur liegt eine erhebliche, kontinuierliche oder regelmäßig wiederkehrende Abweichung bei der Geschwindigkeit dann vor, wenn

• nicht mindestens einmal im Messzeitraum 90 Prozent der Maximalgeschwindigkeit erreicht wird,
• die Normalgeschwindigkeit nicht in mindestens 90 Prozent der Messungen erreicht wird,
• die Mindestgeschwindigkeit im Messzeitraum ein- oder mehrmalig unterschritten wird.
Bei meinen Messungen vom 15.06.2017, 00:15 Uhr, bis 17.06.2017, 01:09 Uhr, und vom 06.07.2017, 00:12 Uhr, bis 08.07.2017, 02:50 Uhr wurde die Mindestgeschwindigkeit NIE erreicht, von der Normalgeschwindigkeit oder der Maximalgeschwindigkeit gar nicht zu reden, und auch nicht von den diversen Messungen am 25. und 26.09.2017, die nur Werte zwischen 10,87 und 32,47 Mbit/s erreichten.

Also kann mein Vertrag mit Unitymedia lt. den Richtlinien der Bundesnetzagentur fristlos gekündigt werden.

Da die monopolistische Firma Unitymedia so gar keinen Kulanzwillen zeigte, es noch nicht einmal nötig hatte, mir auf meine Schreiben zu antworten (bzw. erst nach 9 Monaten), habe ich diese Angelegenheit mittlerweile einer Anwältin meines Vertrauens übergeben. Aber weiterhin sucht diese Firma die Schuld für die Minderleistung bei mir, so z. B. mit der Unterstellung, ich würde ein veraltetes Empfangsgerät benutzen, das ihre hohe DSL-Leistung gar nicht empfangen könne, oder ich hätte nicht mit LAN-Kabel gemessen sondern im W-LAN-Modus. So versuchen sie natürlich auch, den Zeitpunkt des Wirksamwerdens der fristlosen Kündigung immer weiter hinauszuzögern, nach Möglichkeit bis zum Auslaufen des Vertrages, wollen mich wohl durch Nichthandeln mürbe machen.

Meine Anwältin will nun Klage gegen Unitymedia einreichen. Aber m. E. wirklich sinnvoll ist nur eine Unterrichtung der Öffentlichkeit über die Machenschaften dieses Unternehmens.

Ich fordere daher auch hier die Firma Unitymedia auf, meine fristlose Kündigung (und die anderer Betroffener) mit sofortiger Wirkung anzuerkennen.

Allen Unterzeichnern und Unterzeichnerinnen dieser Petition sage ich schon jetzt “Danke schön”.



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