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Faire Zukunftschancen für Schülerinnen und Schüler mit Rechenstörung!

Wir sind drei Freundinnen aus Bayern und wir gehen auf eine Mittelschule in Dießen. Unsere Mitschülerin und Freundin Sarah hat schon ihr Leben lang eine Rechenstörung (Dyskalkulie). In den anderen Schulfächern ist sie eine gute Schülerin (Deutsch: 2 / Englisch: 1), doch durch ihre 6 in Mathematik leidet der Gesamtschnitt sehr. Die ganze Schulzeit hatte sie es nicht leicht. Trotz "Therapie" hat sie es nicht geschafft, eine bessere Note als eine 5 zu bekommen. Weil es ihr einfach nicht möglich ist.

Dabei ist Sarah ein schlauer Mensch. Sie schreibt die tollsten Texte. Ihr Traum war es, Journalismus zu studieren (was ohne Abitur ziemlich schwierig ist). Die Politik ignoriert das Problem seit Jahren, obwohl ca. vier Millionen Deutsche betroffen sind - mehr als Berlin Einwohner hat. Sie wird wohl nie studieren dürfen. Das ist nicht fair. Denn in Berufen, für die man wenig oder gar keine Mathematik braucht, würde sie viele andere überflügeln.

Was ist Dyskalkulie? Dyskalkulie (Rechenstörung) ist eine von der Weltgesundheitsorganisation anerkannte schulische Entwicklungsstörung. Wer Dyskalkulie hat, ist schlecht in Mathematik, ohne dass das durch fehlende Intelligenz oder schlechte Bildung erklärbar ist. Die Störung betrifft die Beherrschung grundlegender Fähigkeiten wie addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren.

Im Schulrecht ist die Rechenstörung bis heute ausgespart, obwohl so viele davon betroffen sind. Da man eine Dyskalkulie durch anerkannte Tests feststellen kann, wäre es nicht kompliziert, entsprechende Schüler zu erkennen und ihnen zu helfen.

Was wollen wir erreichen? Viele Lehrerinnen und Lehrer sehen das Problem, aber sagen, sie können keinen Nachteilsausgleich geben, weil es dazu keine schulrechtlichen Regelungen gibt. Sie sind auch nicht dafür ausgebildet, die Kinder entsprechend zu fördern. Die Kultusministerinnen und -minister sollen das Thema auf die Tagesordnung ihrer nächsten Sitzung setzen und gemeinsam nach einer politischen Lösung suchen, die den Kindern wirklich hilft!

Die nächste Zusammenkunft der Kultusminister (KMK) ist am 13. März - bis dahin wollen wir 10.000 Unterschriften sammeln und sie an die Bundesbildungsministerin Frau Wanka und die Präsidentin der KMK, Frau Löhrmann, übergeben.

Die von Rechtschreibstörung (Legasthenie) betroffenen Menschen werden viel mehr unterstützt, weil es dazu in den meisten Bundesländern schon schulrechtliche Regelungen gibt. Die Dyskalkulie wird in den meisten Bundesländern nicht mal anerkannt (und dort, wo ein Nachteilsausgleich möglich ist, endet er mit der Grundschulzeit). Dyskalkulie ist im Prinzip das gleiche wie Legasthenie nur im mathematischen Bereich und kommt genauso häufig vor.

Wir wollen mit unserer Petition vor allem auch die Lehrer unterstützen, die man – genauso wie die Schüler – mit der Situation alleine lässt.

Nadja Schwangart, Sarah Glasemann & Celiné Potsch


Mehr Infos: http://www.zeit.de/2011/29/C-Dyskalkulie

This petition was delivered to:
  • Bundesministerin Johanna Wanka & KMK-Präsidentin Sylvia Löhrmann
  • Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2014
    Sylvia Löhrmann
  • Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen
    Sylvia Löhrmann


    Celine Potsch started this petition with a single signature, and now has 27,262 supporters. Start a petition today to change something you care about.