Faire betriebliche Altersvorsorge?! Geltendes Recht entpuppt sich als Abzocke!

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Tatbestand

In meiner aktiven Berufszeit habe ich den Vorschlag meines Arbeitgebers angenommen, im Rahmen einer Art Direktversicherung in einen LBBW-Fonds als betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen. Die Sparbeiträge wurden seinerzeit über die Lohnabrechnung geleistet und waren weder EKStpflichtig  noch sozialversicherungspflichtig. Ein Vorteil, der sich bei Auszahlungsreife des Fonds als doppelter Nachteil entpuppt. 

Jetzt bin ich Rentner und habe die Kapitalauszahlungsansprüche des Fonds inne.

Da das angesparte Gesamtkapital über dem sozialversicherungsfreien Betrag von derzeit 18.270,00 Euro (152,50 Euro  x 120 Monate) liegt, wird mein gesamtes Ansparguthaben um die Sozialabgaben von insgesamt 18,25% - verteilt auf 120 Monate - gekürzt. Eine weitere Kürzung erfolgt durch die – wenn auch durch die Ein-Fünftelregelung etwas abgemilderte  -  Einkommenssteuerbelastung. 

Nicht nur,  dass Teile der Einkommensteuerersparnis in der aktiven Berufszeit im Rentnerphase  zum Teil wieder ans Finanzamt  abgeführt werden müssen, sondern dass auch die gesetzlich geregelte Rückzahlung  der wesentlich höheren Sozialabgaben (Krankenversicherung und Pflegeversicherung) eingeleitet wird, empfinde ich hinsichtlich der Intention des Ansparmodells als völlig kontraproduktiv. Verschärft wird die Rückzahlung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Tatsache, dass ich als Rentner nicht nur meine seinerzeit ersparten Arbeitnehmeranteile sondern nun zusätzlich auch noch die seinerzeit ersparten Arbeitgeberanteile in voller Höhe zu tragen habe.

 Fazit:

Durch dieses Procedere wird die eigentlich gut gemeinte betriebliche Altersvorsorge im nach hinein zu einem Flop und die eigentliche Idee, für das Alter vorzusorgen, wird meines Erachtens ad absurdum geführt. Am Schluss bleibt der schale Beigeschmack, dass die vermeintlichen Vorteile bei Auszahlungsreife in doppelter Höhe zu meinen Lasten gehen. Es würde durchaus an – verzeihen Sie die Wortschöpfung – „Sozialbetrug“ grenzen, Arbeitnehmern Direktversicherungsmodelle oder analoge Ansparmodelle  mit dem Vorteil der Befreiung von Sozialabgaben und Steuervorteilen zu „verkaufen“, die bei Auszahlung in doppeltem Ausmaß bezüglich der Sozialabgaben – noch dazu mit Rechtslegitimation - wieder vom Sparer abkassiert werden. Diese geltende Rechtspraxis ist sozial unredlich und auch ethisch nicht zu rechtfertigen.

Ebenso ist nicht nachvollziehbar, dass  diesbezüglich ähnlich lautende Petitionen, Anträge, Widersprüche und Klagen in der Vergangenheit erfolglos blieben und auch von höchster Instanz abgeschmettert wurden. 

Antrag:

Betriebliche Altersvorsorge muss sich wieder lohnen und deshalb  müssen die diesbezüglichen Sozialgesetze sozial fair und gerecht modifiziert werden. Dies kann entweder durch Gesetzesänderung oder neuer Gesetzesregelung erreicht werden. Auf jeden Fall muss hierbei auch eine rückwirkende Abwicklung seit Inkrafttreten der derzeit geltenden unbefriedigenden Rechtslage erreicht werden. Ich bitte daher alle Beteiligten, ihren Beitrag zu einer raschen Änderung zu leisten. 

 Manfred Steinberg



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