FĂŒr gute Arbeitsbedingungen in der Reinigung an der Alice Salomon Hochschule Berlin

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Sehr geehrte Frau Prof. Völter, sehr geehrter Herr Prof. Lehmann-Franßen, sehr geehrter Herr Prof. Neumann, sehr geehrter Herr Flegl,

nachdem wir von den katastrophalen Arbeitsbedingungen der ReinigungskrÀfte erfahren haben, wenden wir als Studierende und BeschÀftigte uns heute an Sie als Hochschulleitung der Alice Salomon Hochschule.

Die BeschĂ€ftigten erhalten meist nur befristete VertrĂ€ge von sechs Monaten. Diese VertrĂ€ge werden danach nicht verlĂ€ngert. Das Arbeitspensum ist kaum zu erledigen: Ganze Stockwerke mĂŒssen in nur 4 Stunden geputzt werden. Heruntergebrochen bedeutet das, dass sie ca. 7 Minuten Zeit pro Seminarraum haben, ungeachtet ihrer GrĂ¶ĂŸe. Das fĂŒhrt sowohl zu Gesundheitsproblemen und enormem Stress fĂŒr die BeschĂ€ftigten, als auch zu Problemen bei der QualitĂ€t der Arbeit. FĂŒr diese werden dann viel zu oft fĂ€lschlicherweise die BeschĂ€ftigten selbst verantwortlich gemacht, obwohl die Arbeitsverdichtung durch das outgesourcte Reinigungsunternehmen Peter Schneider fĂŒr die Situation verantwortlich ist.

Hinzu kommt, dass das von Ihnen beauftragte Unternehmen jeden Monat aufs Neue versucht, den BeschÀftigten ihren Lohn teilweise vorzuenthalten.

Die Arbeit der Reinigung ist fĂŒr uns zweifelsohne eine der Grundlagen, auf der Lehre und Forschung an Hochschulen ĂŒberhaupt erst funktionieren können. Nur weil – meist migrantische – Frauen tagtĂ€glich diese Care-Arbeit ĂŒbernehmen, können sowohl Sie als auch wir unter hygienischen Bedingungen unserer Arbeit bzw. unserem Studium nachgehen.

An einer Hochschule fĂŒr Soziale Arbeit, Gesundheit, Erziehung und Bildung sollte es unserer Meinung nach deshalb selbstverstĂ€ndlich sein, die Arbeit der ReinigungskrĂ€fte nicht unsichtbar zu machen oder gar abzuwerten, sondern sicherzustellen, dass sie unter guten Bedingungen stattfindet und als selbstverstĂ€ndlicher Teil der Hochschule angesehen wird. Nur so kann die Hochschule ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden, die auch beinhaltet, sich gegen solche Formen der prekĂ€ren Arbeit zu stellen, da sie zur Aufrechterhaltung sexistischer und rassistischer Strukturen beitragen.

Wir fordern Sie deshalb auf, sich dafĂŒr einzusetzen, dass:

  • die Stundenzahl der VertrĂ€ge erhöht wird, damit die Arbeit auch tatsĂ€chlich zu leisten ist,
  • die Abrechnung mit dem von Ihnen beauftragten Unternehmen Peter Schneider öffentlich gemacht wird,
  • ĂŒberprĂŒft wird, wie viel Geld bei den BeschĂ€ftigten tatsĂ€chlich ankommt und
  • alle, die derzeit die ASH reinigen, dies auch in Zukunft tun. DafĂŒr mĂŒssen sie – falls die VertrĂ€ge bereits ausgelaufen sind – wiedereingestellt werden und alle VertrĂ€ge in unbefristete ArbeitsvertrĂ€ge umgewandelt werden.

Letztlich sind wir der Überzeugung, dass all diese Probleme nur gelöst werden können, wenn das Outsourcing beendet wird und die ReinigungskrĂ€fte, die heute an der ASH arbeiten, auch einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit der Hochschule erhalten.

Deshalb fordern wir Sie auf: Beenden Sie das Outsourcing! Stellen Sie die Reinigung unbefristet direkt an der Hochschule an!



Heute: Stefan verlÀsst sich auf Sie

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