Für eine der Umgebung angepasste Bebauung

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Für eine der Umgebung angepasste Bebauung

Diese Petition hat 194 Unterschriften erreicht
Bürgerinitiative Schönblick hat diese Petition an Stadt Schramberg (Oberbürgermeisterin) gestartet.

Wir, die Bürgerinitiative Schönblick, rufen diese Petition ins Leben, um allen Bürgern in Schramberg und Umgebung eine Stimme zu geben, wenn es um die Wohn- und Bausituation in unserer Stadt geht.

Viel zu oft werden von unserer Stadtverwaltung und von großen Teilen des Stadtrates, Entscheidungen getroffen, welche Interessen der Bevölkerung, zugunsten von kommerziellen Unternehmen und Investoren übergehen, mit dem einzigen Ziel die Einwohnerzahl nach oben zu Treiben.

Es entsteht leicht der Eindruck, dass in unserer Gemeinde alles möglich gemacht wird, wenn man nur ein paar Mehrfamilienhäuser bauen will. Der einfache Bürger hingegen, darf oft nicht einmal kleinste Änderungen beim Bauen vornehmen.

Anlass für diese Petition ist, dass in Mitten unserer historischen Straße, dem Schönblick in Schramberg Ortsteil Sulgen, voller Ein- und Zweifamilienhäuser, eine Investoren-Familie mehrere Mehrfamilienwohnhäuser errichten will und dies mit Hilfe der Stadtverwaltung voraussichtlich auch umsetzen kann. Hierfür soll auch eine neue Stichstraße entstehen, die von den bestehenden Anliegern zu einem Großteil und einzig zum Vorteil der Investoren, bezahlt werden soll.

Darauf hin, haben wir die Anwohner und Angrenzer, die Bürgerinitiative Schönblick gegründet und die Ziele dieser Petition wie im Folgenden zu entnehmen, definiert.

Mit Ihrer Stimme, können Sie unserer Stadtverwaltung aufzeigen, dass auch Sie diesen Zielen zustimmen, uns unterstützen und auch für die Zukunft eine Änderung der Stadtpolitik in diesen Belangen wünschen.

Wir wollen der Stadt zeigen, dass wir nicht nur befragt werden wollen, wenn es um einige öffentliche Teile Schrambergs beim Thema Bebauung geht. Wir wollen auch eine Stimme, wenn wir nicht direkt betroffen sind, aber unser Stadtbild durch einseitige Auslegung von Ermessensspielräumen, der Verwaltung, gefährdet sehen. Das Stadtbild soll erhalten und/oder verbessert werden und nicht auf unsere Kosten, zugunsten der Einwohnerzahl, oder der Geldgier einiger weniger, verschlechtert werden.

Wir wollen, dass der gewählte Gemeinderat wieder hinter seinen Bürgern steht und nicht ausschließlich zu Gunsten, angeblich höherer Ziele entscheidet oder die Verantwortung für solche Entscheidungen gänzlich von sich weist und an die Verwaltung abgibt ohne wenigstens zu kontrollieren.

Wir wollen ein verträgliches Miteinander in der Gemeinde und weiterhin ein harmonisches Ländliches und Nachbarschaftliches Klima erhalten.

 

Diese Ziele sind speziell auf die Situation im Schönblick in Schramberg-Sulgen formuliert, lassen sich aber auch auf die Situation in anderen Teilen der Stadt, vielleicht auch in anderen Gemeinden umlegen.

Zur Differenzierung wird voraussichtlich eine weitere, allgemein gehaltene Petition, erstellt und separat gestartet.

Wir sind grundsätzlich für jede Art der Unterstützung dankbar und freuen uns auch über Feedback, bzw. eine Kontaktaufnahme über unsere Webpräsenz: www.bi-schoenblick.de/kontakt oder direkt per Mail an kontakt@bi-schoenblick.de

 

Die konkreten Ziele der Bürgerinitiative und dieser Petition:

1. Wir wollen die Bürger von Schramberg und der näheren Umgebung, über das Bauvorhaben im Schönblick und die Folgen für Landschaft, das soziale Umfeld und das Vorgehen der Stadt hiermit informieren.

2. Wir wollen Mitsprache bei der Umsetzung. Es soll für den Großinvestor keine Befreiungen geben, damit anstelle von Ketten-, Reihen- oder Doppelhäuser große blockartige Mehrfamilienhäuser errichtet werden können.

3. Das Wohngebiet ist ein schützenswertes Gebiet, das eine überschaubare Anwohnergröße mit überwiegend traditionellen Bauten hat. Dieses Umfeld soll unbedingt erhalten bleiben.

4. Bereits im Jahr 1998/99 wurden die Grundstückseigentümer bei der Erstellung des Bebauungsplanes übergangen. Die Bedürfnisse der Bürger des gesamten Gebietes dürfen nicht erneut übergangen werden.

5. Es gilt außerdem zu verhindern, dass die Stadtverwaltung für den Investor eine Erschließungsstraße baut, für die alle Anlieger Erschließungsgebühren bezahlen müssen, die dazu führen, dass alteingesessen Familien ihre Häuser bzw. Grundstücke oder Teile davon verkaufen müssen. Alternativen, wie eine vorhabenbezogene Erschließung, die zum größten Teil der Investor trägt, sollen auf den Tisch.

6. Die Verkehrsbelastung ist durch den starken Durchfahrtsverkehr schon immer Recht hoch. Eine weitere Steigerung des Verkehrs und eine weitere Verschlechterung der Parksituation ist nicht hinnehmbar. Die geplanten 1,5 Stellplätze pro Wohneinheit in den geplanten Mehrfamilienhäusern lassen den Schluss zu, dass weitere PKW-Stellplätze im öffentlichen Raum bzw. an der Straße benötigt werden. Dies ist im engen Schönblick nicht möglich. Ein Verkehrs- und Parkkonzept liegt nicht vor.

7. Die Bürger fühlen sich hintergangen, da die Stadtverwaltung offensichtlich schon weitreichende Gespräche mit dem Großinvestor geführt hat, bevor die Anlieger informiert wurden. Dies legen mehrere Aussagen in Informationsveranstaltungen der Verwaltung nahe. Wir verlangen von der Stadt nicht erst auf Nachfrage, über unsere Zukunft informiert zu werden. Die Stadt muss hier eine Bringschuld haben und im Vorfeld informieren, nicht im Nachhinein, auch wenn dies nicht durch den Gesetzgeber vorgeschrieben ist.

8. Die Bürger fühlen sich hintergangen, da die Stadtverwaltung im Rahmen der Bürger-Informationsveranstaltung das Projekt so dargestellt hat, als ob es keinen Unterschied zum ursprünglichen Bebauungsplan gäbe. Die geplante Bebauung mit Doppel-, Reihen- und Kettenhäusern, stelle keinen Unterschied zu Mehrfamilienhäusern dar - dies ist eine äußerst subjektive Meinung und aus unserer und Rechtlicher Sicht schlichtweg falsch.

[Absatz an dieser Stelle zur Überprüfung entfernt]

9. Die Bürgerinitiative sieht die Notwendigkeit, Wohnraum zu schaffen. Im Hinblick auf die vorhanden Leerstände im gesamten Stadtgebiet, soll die Stadtverwaltung prüfen, ob Investoren für Mietwohnungen in die Sanierung dieser Objekte investieren können, bevor ein Jahrhunderte altes Wohngebiet mit Mehrfamilienhäusern nachteilig umgestaltet wird.

11. Im Hinblick auf den Bebauungsplan aus dem Jahr 1998/99 soll geprüft werden, ob die damals gültigen naturschutzrechtlichen Belange aktuell noch Gültigkeit haben und eingehalten werden.

12. Es muss klar sein, dass dieser Ermessensspielraum für Baurechtliche Befreiungen der Verwaltung nicht nur in eine Richtung geht, auch Bürger belange müssen dabei berücksichtigt werden um eventuell Auflagen für Bauherren zu verschärfen.

Denn es gilt: Gleiches Recht für alle!

Es kann nicht sein, dass einfache Bürger im selben Baugebiet und im selben Bebauungsplan, keinerlei Befreiungen zu erwarten haben, wenn sie ihren Teil eines z.B. Kettenhauses bauen, aber ein Investor der mehr Wohnraum mit dem Ziel von Gewinnmaximierung schafft, auf zahlreiche und umfassende Befreiungen hoffen darf.

13. Der NIMBY-Effekt (not in my backyard) darf der Politik nicht als Ausrede dienen, nicht mehr auf Bürgerbelange eingehen zu müssen.

Wir sind niemals gegen eine generelle Bebauung des Gebietes gewesen, aber nicht um jeden Preis und zu Gunsten eines Investors, der alle Belange der Anwohner ganz bewusst ignoriert, nur um ein Maximum an Gewinn generieren zu können. Dies muss von der Stadt, bzw. von unseren Gewählten Vertretern anerkannt und entsprechend vertreten werden.

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Bürgerinitiative Schönblick

www.bi-schoenblick.de

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