Pandemiebedingte Senkung bzw. Teilerstattung des Semesterbeitrags

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Die Coronapandemie schmeißt uns alle in völlig neue Verhältnisse. Wir als Studenten verlieren unsere Jobs, unsere finanzielle Unabhängigkeit und rutschen zurück in ein komplettes Abhängigkeitsverhältnis zu unseren Eltern.

Nun steht das neue Semester vor der Tür und wir sind aufgefordert, bis Mitte Februar einen Semesterbeitrag in Höhe von fast 400 Euro zu überweisen, Geld, dass niemand von uns aus wirklich eigener Tasche aufbringen kann.

Zwar bestehen Maßnahmen, die von Seiten der Unileitung ergriffen worden, um den Studierenden finanzielle Erleichterung zu ermöglichen. Allerdings geht es einem Groß von uns kollektiv auf den Sack, dass sämtliche Maßnahmen passiv und einseitig sind. Kurzum: Entweder man stellt einen Antrag auf Rückerstattung der Gelder für das Semesterticket und hat Glück, dass dem statt gegeben wird (was von offizieller Seite nicht garantiert werden kann) oder man  befindet sich in einer "Notlage", stellt einen weiteren Antrag und hat Glück, wenn irgendwer in einem muffigen Büro diese "Notlage" auch als solche anerkennt. Gänzlich übersehen werden die vielen Leute dazwischen, denen es trotz allem immer noch super geht, die nicht superreich aber auch nicht arm sind. Doch auch für jene sind die besagten Summen in einer Zeit wie dieser viel Geld, das man nicht mal ebenso wieder reinkriegt - ganz im Gegenteil. 

Daher drängen wir, die Studentinnen und Studenten der UNI Bremen auf einen Abschied von realitätsfernen, unwirksamen bürokratischen Nebelkerzen und fordern EINDRINGLICH entweder eine automatische Rückerstattung des Semestertickets (ohne das vorangehende Stellen eines Antrags), eine Senkung des insgesamt zu zahlenden Betrags oder zumindest einen Aufschub der Zahlungsfrist bis zum tatsächlichen Beginn des Sommersemesters und dem Ende der vorlesungsfreien Zeit, um uns mehr Zeit und Freiraum zu geben, um die nötigen Unsummen einzutreiben.

Des Weiteren klagen wir die Unverschämtheit einzelner Dozenten und Dozentinnen an, die uns mit schlechter mündlicher Benotung drohen für den Fall, dass wir uns nicht ausreichend aktiv am Online-Unterricht beteiligen. Hier muss klar gemacht werden, in aller Deutlichkeit, dass diese Herrschaften im Unrecht sind und solche Drohungen in Zukunft unterlassen müssen. Dafür, dass wir so hohe Beiträge bezahlen sollen, lässt die Qualität mancher Zoomveranstaltungen und auch die Lehrfähigkeiten mancher Dozenten sowieso sehr zu Wünschen übrig.

Bei Nichtbeachtung unserer Forderungen muss von unserer Seite aus mit Protest - und Störaktionen gerechnet werden.

Es darf schlicht nicht sein, dass die akademische Zukunft dieser Republik inmitten eines nie dagewesenen gesellschaftlichen Umbruchs allein gelassen wird. ALLE Studentinnen und Studenten haben ein Anrecht auf aktive finanzielle Hilfesstellungen, damit wir nicht in unserem jungen Alter bereits in Verschuldung und erneute finanzielle Abhängigkeiten hineinschlichtern.

Die Emanzipation der Jugend der Republik steht auf dem Spiel und es ist am Staat und an der Führung der Universität, Maßnahmen zu ergreifen, die im Leben aller von uns Wirkung zeigen. Sollten SIE versagen, tragen Sie eine Schuld mit sich, die größer und einschneidender nicht sein könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Die Studentenschaft der Uni Bremen