Petition Closed

Wir, die Unterzeichner, fordern das EU-Parlament auf, detaillierte Bestimmungen für „Sonstige Tiere“ in der Verordnung (EG) 1/2005 des Rates zu erlassen!

Insbesondere fordern wir detaillierte Regelungen über 
• die maximale Transportdauer 
• die Größe von Käfigen 
• Futter und Tränkintervalle 
• Dauer der Ruhepausen 
• Bestimmungen bezüglich des verpflichtenden Erwerbs eines Befähigungsnachweises für Tiertransportbetreuer

 

Mehr Infos dazu, warum wir diese Petition ins Leben gerufen haben:


Das Thema auf der Tiko-Website: http://goo.gl/MBKla

Der Unfall und die Rettung: http://goo.gl/NM7Cu

Kleiner Sieg gegen den Tierhandel: http://goo.gl/yVI90

Traditionelle Unterschriftenliste:

http://goo.gl/ikwYQ

Das Tiko als Initiator wird bei dieser Petition von folgenden Organisationen unterstützt:

• Déieren an Nout asbl (LU)

• Frettchenhilfswerk Österreich (AT)

Grazer Frettchenverein (AT)

• Hamsterhilfe Österreich (AT)

• Das Mäuseasyl e. V. (DE)

• Nagerschutz - Hilfe für die Kleinsten (DE)

• Notfellchen Helpline Österreich (AT)

• Tierheim Garten Eden (AT)

• Tierschutzverein Robin Hood (AT)

• Tierschutzverein Tierfreude (AT)

• Verein Pfotenhilfe (AT)

• WAHRO - World Animal Help and Rights Organisation (AT)

• Wiener Tierschutzverein (AT)

Weitere Organisationen sind herzlich willkommen!

Letter to
EU-Parlament Petitionsausschuss
Ein Klein-LKW aus den Niederlanden, der bis unter das Dach mit Nagern, Reptilien und anderen Exoten beladen war, verunglückte am 31. März 2013 auf der A10 Tauernautobahn bei Gmünd (Kärnten, Österreich). Der Tiertransport, der nur eine ungültige Transportlizenz vorweisen konnte, war auf dem Weg zu einem Tiermarkt in Longarone in Venetien. Bei dem Unfall in den auch ein PKW verwickelt war, überschlug sich der Kleinlastwagen, worauf viele Transportbehältnisse zu Bruch gingen und Ratten, Hamster und andere Nager auf die Autobahn und in weiterer Folge in die freie Wildbahn entkamen. Dank der Hilfe der Feuerwehr und Straßenmeisterei, konnte das Einsatzteam des Tierschutzkompetenzzentrums (Tiko) viele der Tiere wieder einfangen. Einige Nager wurden durch den schweren Unfall getötet.

Mit zwei Tierrettungsfahrzeugen wurden die rund 1.700 überlebenden Tiere in das Tiko gebracht, wo kurzerhand der Heidi-Horten-Saal in eine Notunterkunft umfunktioniert wurde. Käfig an Käfig reihten sich Nerze, Chinchillas, Streifenhörnchen, Hamster, Ratten und Mäuse. Aber auch so exotische Tiere, wie Gürteltiere, Präriehunde, Königspythons, Opossums und ein Mara Pampashase sind unter den tierischen Unfallopfern.

Obwohl die Behörden die Tiere in einem Ersatztransport hätten weiterfahren lassen müssen, da es keine detaillierten Bestimmungen für den Transport von Kleintieren und Exoten in der Verordnung (EG) 1/2005 des Rates gibt, konnte das Tiko durch vehementen Protest und Unterstützung der Medien den Subunternehmer des Tierhändlers, der die Tiere hätte abholen sollen, dazu bewegen die Tiere nicht wieder einer 14-stündigen Fahrt ohne ausreichende Wasserversorgung auszusetzen. In weiterer Folge wurden die Tiere vom niederländischen Tierhändler übereignet und konnten vom Tiko auf andere Tierheime, Tierschutzorganisationen und Pflegeplätze verteilt werden, wo sie in gute und kompetente Hände vermittelt werden.

Das Tiko fordert härtere Kontrollen und Auflagen für Kleintiertransporte. Klein- und vor allem Futtertiere werden nicht explizit im Tiertransportgesetz genannt, was es den Behörden erschwert bei Missständen tätig zu werden. Leider muss immer erst ein Unfall passieren, damit die Öffentlichkeit auf Heimtiertransporte aufmerksam wird. Die traurige Realität ist, dass täglich im Verborgenen Kleintransporter voll mit Welpen, Exoten und Nagern durch Europa rollen.

Um den Behörden bei ähnlichen Fällen in der Zukunft mehr Handlungsoptionen zu bieten fordern wir, die Unterzeichner das EU-Parlament auf detaillierte Bestimmungen für „Sonstige Tiere“ in der Verordnung (EG) 1/2005 des Rates zu erlassen!

Insbesondere fordern wir detaillierte Regelungen über
• die maximale Transportdauer
• die Größe von Käfigen
• Futter und Tränkintervalle
• Dauer der Ruhepausen
• Bestimmungen bezüglich des verpflichtenden Erwerbs eines Befähigungsnachweises für Tiertransportbetreuer