Petition richtet sich an Herr Dr. Albrecht Klein Vorstandsvorsitzender

Erhalt von 100 Linden an der Spandauer Straße in Falkensee

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Erhalt von ca 100 Linden in der Spandauer Straße in Falkensee von der Humboldtallee bis zur Berliner Landesgrenze.

Sie sollen einer kostengünstigeren Strassenbauplanung weichen.
Diese Bäume sind aus unserer Sicht nicht nur wichtig für das menschliche Wohlbefinden, sondern bieten ebenso vielen Tierarten einen wichtigen Lebensraum.

Hintergrund:

„Bürgerbündnis 100 Linden“

Im „Bürgerbündnis 100 Linden“ haben sich bisher folgende Interessensgruppen zusammengeschlossen:
- Aktion Fair Play, Tierschutzbürgerinitiative
- Baumschutzgruppe Finkenkrug
- BUND Ortsgruppe Falkensee
- Bürgerinitiative Lindenweiher
- Bürgerinitiative Schönes Falkensee
- Lokale Agenda 21, Falkensee

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung/Umwelt/Wirtschaft (ASUW) der Stadt Falkensee am 6. März stellte Professor Heinz für den Landesbetrieb Straßenwesen die Planung für den zweiten Bauabschnitt der Spandauer Straße (Landesstraße 201) vor, von der Humboldtallee bis zur Berliner Landesgrenze. Mit Bezug auf ein Fach-Gutachten zum Zustand der Linden wird vom Landesbetrieb eine Totalfällung der bestehenden alten Lindenallee angestrebt.

Das Gutachten wurde dabei so ausgelegt, als ob bereits 70 Prozent der Linden soweit geschädigt seien, dass sie in den nächsten Jahren sowieso der Säge zum Opfer fallen würden. Deshalb plane man, doch besser gleich alle Bäume zu fällen, um dann mit einer Nachpflanzung wieder eine intakte junge Allee zu schaffen. Die Stadt Falkensee habe dem so zugestimmt.

Diese geplante Fällung aller Alleebäume lehnt das „Bürgerbündnis 100 Linden“ nachdrücklich ab. Wir stimmen den Schlussfolgerungen aus den folgenden Gründen nicht zu:

* 1) Im Gutachten wird keineswegs eine Totalfällung der Linden empfohlen, lediglich ein einziger Baum sei so betroffen, dass er sofort gefällt werden sollte. Bei 89 der untersuchten 100 Linden wird lediglich empfohlen, das Totholz zu beseitigen. Danach – mit einem überschaubaren pflegerischen Aufwand – seien sie im verkehrssicheren Zustand.
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* 2) Linden sind dafür bekannt, auch unter schwierigsten Bedingungen leistungsstark und widerstandsfähig zu sein. Nach Rücksprache mit Sachverständigen ist es nur schwer möglich, tatsächlich eine realistische Reststandzeit vorherzusagen. Linden, die an anderen Stellen bereits tot gesagt wurden, stehen immer noch und erfreuen sich einer erstaunlichen Vitalität.
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* 3) Gemäß § 17 Abs. 1 des Brandenburgischen Naturschutzausführungsgesetzes (BbgNatSchAG) sind Alleen in Brandenburg besonders geschützt. Sie „dürfen nicht beseitigt, zerstört, beschädigt oder sonst erheblich oder nachhaltig beeinträchtigt werden“. Der Leitfaden Alleenschutz des Landesbüros der anerkannten Naturschutzverbände Brandenburgs führt aus, es "sind primär alle Möglichkeiten zum Erhalt von Alleebäumen und Alternativlösungen zu prüfen und auszuschöpfen. Das öffentliche Interesse liegt im langfristigen Fortbestand der Allee als Ganzes, unter Wahrung ihres typischen Charakters und des Landschafts- und Ortsbildes. Wirtschaftliche Interessen, technische oder ‚funktionale‘ Aspekte dürfen grundsätzlich nicht zu Lasten des geschützten Alleenbestandes gehen."
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* 4) Offenbar sind alternative Straßenplanungen gegenüber der Variante mit Totalfällung denkbar. So kann die neue Fahrspur Richtung Falkensee-Zentrum nördlich der bestehenden Allee geführt werden und die Fahrspur Richtung Berlin in der heutigen Straßenlage zwischen den Alleebäumen. Mit einer Fahrspur und einer Radspur pro Richtung kann die Fahrbahn insgesamt schmaler werden als bisher und somit weiter von den bestehenden Bäumen und ihren Wurzeln wegrücken. Die schlichte Begründung, dass eine Straßenplanung mit Komplettfällung „einfacher“ und ggf. „kostengünstiger“ sei, kann u.E. keine Ausnahme vom gesetzlichen Alleenschutz herbeiführen.
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* 5) Eine Fällung der Allee hätte auch erhebliche negative Auswirkungen auf das prägende Orts- und Landschaftsbild der Stadt, die sich gern als Gartenstadt bezeichnet, nicht zu vergessen die negativen Auswirkungen auf die Luftqualität und Hitzebelastung im Sommer, für alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner.
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Das „Bürgerbündnis 100 Linden“ und wir interessierten Bürger fordern,
die Einhaltung des gesetzlich normierten Alleenschutzes und die Prüfung alternativer Ausbauplanungen, die einen möglichst umfangreichen Erhalt der Allee und ihrer Bäume zum Ziel haben, und bietet hierzu eine konstruktive Mitwirkung an. Dies schließt die Prüfung von Möglichkeiten ein, die Allee – soweit notwendig – nach und nach zu verjüngen bzw. Lücken schon jetzt zu schließen.

Bis dahin fordern wir die Rückstellung geplanter Fällungen und schlagen stattdessen die Aufnahme eines moderierten Verfahrens unter Hinzuziehung fachkundiger Vertreter und der Umweltgruppen und -verbände vor, um zeitgerecht eine akzeptable Lösung zu finden.

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