Einrichtung einer Hundefreilauffläche im Bereich Geologischer Garten/Velsstraße

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Hundehalter geraten immer wieder in die Kritik, weil sie die Tiere oft trotz Anleinpflicht frei laufen lassen. Konflikte mit Fußgängern, Radfahrern oder Joggern sind vorprogrammiert. Auf der anderen Seite sind aber auch die Interessen und Bedürfnisse der Tiere zu beachten. Regeln hierzu findet man in der Tierschutz-Hundeverordnung (§ 2, Abs.1), aber auch allgemein im Tierschutzrecht – bei Hunden sind demnach Auslauf und soziale Kontakte mit Artgenossen unabdingbar.

Die Anzahl und Qualität der von der Stadt Bochum öffentlich gewidmeten Freilaufflächen bzw. Hundewiesen ist im Vergleich zu umliegenden Städten recht beschränkt. So finden sich im gesamten Stadtgebiet einschließlich Wattenscheid nur 9 ausgewiesene Hundefreilaufflächen, deutlich weniger als beispielsweise in den Nachbarstädten Essen (29) und Dortmund (41). Hinzu kommt, dass diese Flächen oft zu klein für einen artgerechten Auslauf, schlecht gepflegt und zum Teil nicht gesichert bzw. eingefriedet sind, sowie in Stadtgebieten liegen, die besonders für ältere Menschen oder Hundehaltern ohne PKW nur schwer erreichbar sind.

Die bezeichneten Grünflächen (siehe Erläuterungen Punkt 4) befinden sich in unmittelbarer Nähe des Grenzdreiecks Wiemelhausen/Südinnenstadt/Altenbochum, einem Gebiet mit einer im Vergleich zur Gesamtfläche Bochums überdurchschnittlichen Bevölkerungsdichte (siehe Erläuterungen Punkt 1), folglich einer besonders hohen Anzahl an Hundehaltern, was damit auch einem vergleichsweise hohen Steueraufkommen durch die geleistete Hundesteuer entspricht. Auch hier zeigt der Vergleich mit anderen Kommunen (siehe Erläuterungen Punkt 2), dass die Hundesteuer in Bochum mit mindestens 156 Euro im oberen Bereich anzusiedeln ist.

Zwar ist die Hundesteuer eine öffentlich-rechtliche Abgabe, der keine bestimmte Leistung gegenübersteht, und die zur Finanzierung aller kommunalen Aufgaben mitverwandt wird. Allerdings geben wir zu bedenken, dass bei einer geschätzten Anzahl von etwa 17.000 Hunden in Bochum die Stadt jährliche Einnahmen aus der Hundesteuer in Höhe von knapp 3 Millionen Euro verzeichnet (siehe Erläuterungen Punkt 3), und diese Gelder unter anderem auch zum Bau und Erhalt von Geh- und Radwegen oder Spielplätzen, also zur Verbesserung der Infrastruktur und als Beitrag für die Freizeit- bzw. Lebensqualität der Bürger verwendet werden.

In vergangenen Jahren ist die Umgebung der genannten Bezirke durch zahlreiche Entwicklungsprojekte deutlich in ihrer Attraktivität gestiegen, z.B. durch hochwertigen Wohnungsbau wie am Alten Eistreff oder dem geplanten Quartier 47 b (Wohnpark Querenburger Str.), den Ausbau des Springorum-Radwegs oder die Einrichtung des Spielplatzes am Glockengarten 21. Wir sind der Überzeugung, dass die Einrichtung einer umzäunten Hundewiese ebenfalls einen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung leisten wird.

Es kann sich zudem auch nur positiv auf das ordnungsgemäße Verhalten der Hundebesitzer – nämlich der Anleinpflicht - auswirken, wenn ein definierter, eingefasster Bereich existiert, der groß genug ist, dass die zahlreichen Hunde der nahen Umgebung genug Platz für freien Auslauf und zum Spiel mit Mensch und Artgenossen haben. So werden auch die möglichen, eingangs erwähnten Konflikte mit Fußgängern, Radfahrern oder Joggern seitens der Hundehalter vermieden.

Erläuterungen:

1. Einwohnerzahlen/Einwohnerdichte
Bochum gesamt: 145,4 km², 371.000 Einwohner, 2.552 EW/km², ca. 17.000 Hunde
Altenbochum: 3,13 km², 12.215 Einwohner, 3.903 EW/km², ca. 560 Hunde
Südinnenstadt: 2,70 km², 17.169 Einwohner, 6.359 EW/km², ca. 790 Hunde
Wiemelhausen: 5,46 km², 18.335 Einwohner, 3.358 EW/km², ca. 840 Hunde
Quelle: Statistisches Jahrbuch Bochum 2016
Zur Schätzung der Anzahl der Hunde werden die Zahlen gemäß Erläuterung 3 zu Grunde gelegt.

2: Beispiele für die Höhe der Hundesteuer pro Jahr bei Haltung eines Hundes
160,00 €        Wuppertal
156,00 €        Bochum, Dortmund, Essen, Köln
144,00 €        Herne
138,00 €        Witten
120,00 €        Hattingen, Münster, Berlin
108,00 €        Recklinghausen
100,00 €        München
  96,00 €        Düsseldorf
  90,00 €        Hamburg, Frankfurt (Main)

3. Die Zahl von knapp 17.000 registrierten Hunden bzw. daraus resultierend 46,8 Hunden/1000 Einwohner (ohne gefährliche Hunde) lässt sich aus Aussagen der Stadt Bochum gegenüber der Presse
a)  zur Hundezählung 2011 (WAZ 2011)
b)  zu Gewinnen aus der Hundesteuererhöhung 2015 (WAZ 2013)
recht genau abschätzen.

4. Einrichtung einer ausgewiesenen Hundefreilauffläche für die statistischen Stadtbezirke 13 (Altenbochum), 14 (Südinnenstadt) und 53 (Wiemelhausen). Konkret handelt es um die öffentliche Widmung und Einfriedung von Teilen der Grünfläche südöstlich oberhalb des Geologischen Gartens (Gemarkung Altenbochum, Flur 12, Flurstücke 179, 180 und Teile des Flurstücks 741) oder der Grünfläche an der Velsstraße („Vels Park“, Gemarkung Altenbochum, Flur 12, Teile der Flurstücks 771 und 833) als Hundefreilaufflächen; beide Grünflächen sind Eigentum der Stadt Bochum.



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