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Einreiseerlaubnis und Unterstützung für traumatisierte Yezidinnen und Christinnen aus der IS-Versklavung

Diese Petition hat 27.579 Unterschriften erreicht


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Ronai Chaker, ich studiere derzeit Jura in Marburg.
Ich leide seit einem Jahr unter dem unfassbaren Grauen, dem Yeziden und Christen im Irak ausgesetzt sind und setze mich vor allem für Integration und die Rechte von Frauen ein.

Ich wende mich heute mit dieser Petition an meine Mitbürger, an Sie und an alle Menschen, denen das Schicksal dieser Mädchen und Frauen nicht egal ist, um den vom IS entführten und vergewaltigten Mädchen eine Stimme zu geben.

Ich bitte um eine Einreisegenehmigung für einen Anteil von missbrauchten und vergewaltigten yezidischen und christlichen Mädchen. Derzeit läuft ein Antrag in Hessen, um einige dieser vergewaltigten Mädchen und Frauen einfliegen zu lassen und ihnen in Deutschland eine dringend notwendige Therapie zu ermöglichen.

Mädchen und Frauen, die von perfiden islamistischen Kriegsführern, mit dem Ziel eine Glaubensgemeinschaft auszulöschen, als Kriegsbeute versklavt wurden.

Die psychischen Beschwerden dieser gequälten Frauen sind noch viel gigantischer als das, was sie physisch durchleiden mussten.
Sie wurden mit den grauenvollsten "Sachen" vergewaltigt.
Das zu schildern bringe ich hier nicht fertig. nur so viel... es hat ihnen Spaß bereitet, wenn die zum Teil sehr jungen Frauen aus allen Körperöffnungen bluteten...
Manche wurden am Tag bis zu 50 mal von unterschiedlichen brutalen Männern vergewaltigt, die diese Demütigungen voll ausgekostet haben.

Vor diesem unfassbaren Grauen erlebten sie schreckliche Trennungen.
Vor ihren Augen wurden Brüder, Männer und Eltern hingerichtet.
Nach diesen traumatischen Erlebnissen war jede Sekunde eines
24 Stunden-Tages für sie die Hölle auf Erden! Manche versuchten sich umzubringen, manche schafften es, andere wünschten eine Bombe würde sie vom Leid erlösen. Andere wurden dafür, dass sie sich mit sexuellen Wünschen ihrer Peiniger überfordert fühlten, vor den anderen lebendig verbrannt oder enthauptet. Mütter mussten mitanhören wie ihre zum Teil neunjährigen Töchter brutal vergewaltigt wurden. Diejenigen, die die sexuellen Wünsche aus Angst erfüllten, wurden trotzdem misshandelt, gedemütigt und geschlagen. Sie lebten in verwahrlosten Zuständen, mussten zum Teil in Käfigen schlafen um dann nach Bedarf ihrer Peiniger die nächste Vergewaltigung über sich ergehen zu lassen. Tag und Nacht.

In jedem Krieg passieren Vergewaltigungen. Mit Vergewaltigungen spart man Bomben. Mit Vergewaltigungen erreicht man eine ethnische Säuberung. Ich habe zwar viele Berichte über Vergewaltigungen gelesen, aber meine letzte reale Begegnung mit einem dieser vergewaltigten Mädchen hat mich aus allen Bahnen geworfen. Es endete mit meinem Zusammenbruch und mir ist klargeworden, dass es kein Zurück für mich gibt. Ich kann und werde diese Frauen nicht im Stich lassen. Ich könnte eine von ihnen sein.
Eine reale Begegnung hat eben doch eine größere Dimension. Die Energie der Darstellungen, der Mut dieser Frauen, die Niedergeschlagenheit in ihren Gesichtern, das fühlbare Trauma, das alles macht mich und viele andere sprachlos.

Man darf nicht vergessen, dass das, was in Syrien und Irak seit Sommer 2014 passiert, kein normaler Krieg ist, sondern der Versuch eines Genozids an Andersgläubigen, ausgeführt von einer brutalen, gut bewaffneten, religiös fanatischen Mörderbande, die nicht die Spur von Menschlichkeit und Respekt kennt. Die Gegner sind keine Kriegsgegner, die sich wehren können sondern Familien, Kinder, alte Menschen, ohne Staat und Sicherheit.

Ich habe erkannt, dass die Wahrheit über das Grauen des IS noch viel, viel schlimmer ist, als es sich bisher auf dem weißen, geduldigen Papier lesen lies.

Die Vergewaltigungen des Kalifats sind eine Waffe, ein Kriegsziel, um die Frauen und die yezidische Glaubensgemeinschaft zu zerstören, sie so effektiv zu Tode zu ängstigen. Diese Frauen gehören zu den größten Opfern dieses Krieges und benötigen unsere Hilfe.

Gemeinsam mit Freunden und politisch aktiven Menschen wollen wir uns um private Plätze für die Unterbringung dieser Frauen kümmern. Auch Frauenhäuser sind hierbei mit in Bedacht gezogen. Diese Frauen sind weiterhin in Gefahr und benötigen eine akute Trauma- Behandlung. Bitte unterstützen Sie uns und unser Vorhaben.

Wir dürfen diese Kinder und Frauen nicht im Stich lassen, das haben wir schon seit einem Jahr getan!

Ich fühle mich mit Deutschland sehr verbunden, weil ich hier geboren bin. Ich vertraue darauf, dass diese Frauen nicht abgewiesen werden.
Bitte unterstützt mein Anliegen! Stellt euch einen Moment vor...
es wäre euer Kind, eure Mutter, eure Schwester, eure Frau...

Mit freundlichem Gruß
Ronai Chaker & Tobias Huch



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