Das Einheitsdenkmal muss zum Reichstagsgebäude!

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Ich heiße Annette Ahme und bin Vorsitzende des Vereins „Berliner Historische Mitte e. V.“. Bereits seit dem Jahr 2017 engagiere ich mich mit vielen anderen Personen für einen alternativen Ort für das Einheitsdenkmal. Nach verschiedenen Aktionen in Berlin startete ich diese Petition. Wir fordern: “Das Einheitsdenkmal muss zum Reichstagsgebäude, nicht zur Museumsinsel!” Das Denkmal gehört dorthin, wo die Einheit vollendet wurde: In die Nähe des Reichstagsgebäudes! In die Nähe des Brandenburger Tores! Ein sehr guter Platz ist auch im Spreebogen oder zwischen Bundeskanzleramt und Paul-Löbe-Haus. Genau dort sollte nämlich das "Bürgerforum" sein, für welches aber bisher keine Gestaltung zustandegkommen ist.

Obwohl so viele gute Argumente vorgetragen wurden und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters selbst zugibt, dass der Standort nicht ideal ist, haben jetzt sogar ABBRUCHARBEITEN am historischen Gewölbe begonnen!

Das ist Denkmals-Frevel, wie wir ihn schon lange nicht mehr kannten. Die DDR hat die historischen Gewölbe und das Mosaik geschützt und aufbewahrt. Nun versündigt sich das wiedervereinigte Deutschland daran, damit ein "EINHEITS-Denkmal" gebaut werden kann? In der Nähe des Reichstagsgebäudes passt das Denkmal formal und inhaltlich viel besser. Hier stellen sich nicht die vielen unlösbaren Fragen des Denkmalschutzes, des Untergrunds, des Naturschutzes, des Zugangs für Menschen mit Behinderung und der Unfallgefahr für Skater. 

Wir müssen unsere letzte Chance nutzen und den Bau verhindern! Deshalb bitte ich euch: unterstützt und teilt diese Petition!

Annette Ahme,

Vorsitzende des Vereins Historische Mitte


Hier die wichtigsten Argumentationen von 2017:

Derzeit ist geplant, das Einheitsdenkmal, eine riesige begehbare Waage, die “Einheitswippe” zur Erinnerung der friedlichen Wiedergewinnung der deutschen Einheit, an einen ungeeigneten Ort zu errichten. Die Mittel, über 17 Millionen Euro, wurden vom Haushaltsausschuss des Bundestages bewilligt. Der Baubeginn war ursprünglich für das Jahr 2013 geplant und wurde aufgrund von Denkmalschutz- und Umweltbedenken sowie Grundstücks- und Finanzierungsfragen immer wieder verschoben - zu Recht!

  • Der derzeitige Ort widerspricht jedem Denkmalschutzgedanken. Für die Errichtung des Einheitsdenkmals an derzeitiger Stelle sollen die denkmalgeschützten Überreste des kaiserlichen “Nationaldenkmals”, der Sockelbau und kostbare Mosaiken, zerstört werden. Das Landesdenkmalamt teilt diese schweren Bedenken.
  • Für den Bau wird der Naturschutz übergangen. Eine sehr alte, schützenswerte Fledermauskolonie aus den Kellergewölben des einstigen Kaiserdenkmals musste dem Denkmal weichen.
  • Deutschlands teuerstes und wichtigstes Kulturprojekt soll mit einer Dauerbaustelle belastet werden. Will man wirklich das Humboldt Forum, mit einer Dauerbaustelle vor dem Haupteingang belasten?
  • Das Humboldt Forum ist als FORUM DER WELTKULTUREN konzipiert, d. h. gerade HIER soll der deutschland-zentristische und europa-zentristische Ansatz, der die anderen Museen auf der Museumsinsel traditionell prägt, überwunden werden, und es soll eine globale Sicht auf alle Kulturen, aber auch auf die Vorgänge in der Natur ermöglicht werden. Daher verbietet es sich von alleine, vor dem Haupteingang eines solchen globalen Hauses ein deutsches Jubel-Denkmal zu setzen. Das ist vermessen, falsch und ungehobelt, straft den Ansatz der Augenhöhe im globalen Maßstab Lügen.