Einen FLINT*Raum für den Campus Riedberg!

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In Anbetracht der Situation von FLINT*-Personen (Frauen*, Lesben*, Inter*, nicht-binär, Trans*) an unserer Universität, fordern wir nachfolgend die Einrichtung eines Raumes (hier: Schutzraum) für FLINT*-Personen am Campus Riedberg. Nachfolgend erläutern wir, warum wir und viele andere Studierende die Einrichtung eines Schutzraumes für FLINT*-Personen als notwendig erachten.

Da FLINT*-Personen nicht nur gesellschaftlich eine benachteiligte Gruppe darstellen, sondern auch oft Opfer von verbaler und physischer Gewalt werden und gesellschaftliche Missstände nicht nur außerhalb sondern auch innerhalb unserer Universität stattfinden, braucht es Schutzräume in denen betroffene Personen Zuflucht vor real erlebten Übergriffen oder aber auch generell vor unangenehmen Situationen finden können. Schutzräume können neben ihrer schützenden Funktion auch als Orte des Zusammenkommens betroffener Studierender und ebenso als Ruhe- und Lernorte verstanden werden. Sie erfüllen somit einen verbindenden und inklusiven Charakter.

Insbesondere in den Naturwissenschaften sind FLINT*-Personen nach wie vor eine deutliche Minderheit (Siehe beispielhaft Geschlechterstruktur in den FB 11 und 13), die mit veralteten Vorurteilen konfrontiert wird. Ein Schutzraum kann hier einerseits als Ort des Sichtbarmachens dieser Problematik dienen und andererseits einen Freiraum von Vorurteilen schaffen. Außerdem vernetzt er betroffene Personen und gibt damit den Studierenden ein Gruppengefühl, welches zu einem angenehmeren universitären Alltag führen kann.

Die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität verfügt bisher über nur einen Frauen*-Raum am Westend Campus (Siehe: https://www.fb03.uni-frankfurt.de/50193306/Frauenraum Dieser wird von Betroffenen bereits zahlreich genutzt und ist auf große Zustimmung in der Studierendenschaft gestoßen. Da Studierende am Riedberg (so gut wie) keine Veranstaltungen auf und keinen Kontakt mit dem Campus Westend haben, ist der Frauen*-Raum für sie quasi inexistent. Zudem ist ein FLINT*-Raum eine deutlich weitergehende und inklusivere Einrichtung als ein Frauen*-Raum, da auch trans- und intergeschlechtliche und nicht-binäre Personen inkludiert werden.

Aus vorangegangen Argumenten ergibt sich nach unserer Einschätzung und der vieler betroffener Studierender, die dieses Schreiben unterstützen, die Notwendigkeit einer Einrichtung eines FLINT*-Raumes am Campus Riedberg. Wir sehen am Riedberg die Möglichkeit gegeben, einen bereits bestehenden Raum zu einem Schutzraum für FLINT*-Personen umzugestalten und darüber hinaus, langfristig die Einplanung in einem der Neubauten vorzunehmen.

Die Goethe-Universität würde studierenden FLINT*-Personen den Studierendenalltag erleichtern und damit auch einen großen Beitrag zur Enddiskriminierung dieser Personen leisten.