++EIL++ Stoppt die Siemens-Beteiligung am australischen Mega-Kohleprojekt!

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Die Ostküste Australiens brennt lichterloh. Tausende Menschen sind auf der Flucht, Millionen Tiere sind verbrannt, es wurden zusätzlich halb so viel Treibhausgase ausgestoßen, wie Australien sonst in einem ganzen Jahr emittiert. Die Klimakrise schafft die Bedingungen für diese Brände und treibt sie weiter an (1)  – deswegen braucht es ein Umdenken. Auch hierzulande. In den nächsten Tagen entscheidet sich Siemens, ob der deutsche Konzern die Brandgefahr schüren wird (2). Das wollen wir verhindern. Wir fordern Siemens und den Vorsitzenden des Konzerns, Joe Kaeser, auf, die Beteiligung an einem der größten Kohlemineprojekte unserer Zeit zu stoppen!

Während seit Monaten große Teile Australiens beispiellosen Bränden zum Opfer fallen, wird die Adani-Mine die Klimakrise weiter befeuern. Das Verbrennen der dreckigen Kohle wird die Waldbrandgefahr weiter steigen lassen. Der Weltklimarat hat schon vor zehn Jahren gewarnt, dass die Gefahr großer Waldbrände zunimmt (3). Dabei sind die derzeitigen Brände schon gefährlich genug.

Mein Name ist Nick Heubeck, ich bin 21 Jahre alt und gehe seit einem Jahr mit Fridays For Future auf die Straßen. Gemeinsam haben wir es geschafft, dass an der Klimakrise endlich niemand mehr vorbeikommt –  auch Unternehmen wie Siemens nicht. Siemens hat in Deutschland erklärt, bis 2030 klimaneutral werden zu wollen und ihrer Verantwortung so gerecht zu werden. In den vergangenen Monaten ließ Siemens in Deutschland keine Gelegenheit aus, sich als Klimavorreiter zu präsentieren. Sich jetzt an der Adani Mine in Australien zu beteiligen wäre heuchlerisch und unvorstellbar verantwortungslos. Das dürfen wir nicht zulassen!

Seit über einem Jahrzehnt kämpfen Umweltschützer*innen und indigene Völker in Australien unter dem Motto #StopAdani gegen den geplanten Bau der sogenannten ‘Carmichael Mine’. Der Plan: Das Unternehmen Adani möchte dort auf teilweise geschützten und heiligen Flächen eines der größten Kohleminenprojekte der Welt verwirklichen. Die Kohle soll dann mit 500 Kohletankern pro Jahr bis 2080 durch das Great Barrier Reef nach Indien verschifft werden (4). Dort soll sie dann verbrannt werden und Strom nach Bangladesch liefern. 

Über 60 große Unternehmen haben bereits reagiert und eine Zusammenarbeit mit dem Minenbetreiber Adani ausgeschlossen (5). Doch nicht so Siemens –  das deutsche Unternehmen plant noch immer, Bahninfrastruktur für die Kohlemine bereitzustellen. Das dürfen wir nicht zulassen! 

Schon wenige Tage nach dem Start dieser Petition will sich Siemens noch einmal endgültig beraten, ob sich das Projekt für sie trotz des öffentlichen Drucks lohnt. Deswegen müssen wir so schnell wie möglich sagen: Siemens und Joe Kaeser, #StopAdani! 

Danke für eure Hilfe, 

Euer Nick 

 

  1. https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/buschbraende-in-australien-klimawandel-dazu-sagen-wir-lieber-nichts-a-1296269.html
  2. https://www.rnd.de/wirtschaft/nach-protesten-siemens-pruft-lieferung-fur-kohlemine-N7IAPWWU2WMTPCQ6XSCVJKWOGI.html
  3. https://www.deutschlandfunk.de/klimaforscher-rahmstorf-vorwuerfe-gegen-australiens.2850.de.html?drn:news_id=1087445
  4. https://www.stopadani.com/why_stop_adani

    https://www.theguardian.com/business/2017/aug/16/why-adanis-planned-carmichael-coalmine-matters-to-australia-and-the-world
  5. https://www.marketforces.org.au/info/key-issues/theadanilist/