Schluss mit Spaßbietern!

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Wer selbst noch nicht betroffen war kennt in der Regel jemanden: ob man selbst, Verwandte oder Bekannte: Die Handelsplattform "eBay" ist der weltweit größte Online-Marktplatz. Egal ob Unternehmer oder Privatperson, hier kann jeder seine Artikel zum Verkauf anbieten. Wer für seine Sachen noch ein paar Euro bekommen möchte ist hier an der richtigen Adresse: Artikel fotografieren, eine interessante und genaue Beschreibung eingeben und mitfiebern, dass ein möglichst hoher Preis in den oft gewählten Online-Auktionen erreicht wird. Ist erst einmal ein Preis bei Auktionsschluss erreicht der ungefähr den Vorstellungen entspricht oder gar darüber liegt, ist die Freude groß. Was aber, wenn der Höchstbietende den Artikel nicht bezahlt?


Nicht nur, dass man sich die ganze Arbeit des Einstellens des Artikels umsonst gemacht hat: man muss den Käufer kontaktieren, immer wieder hinterher gehen falls nur halbherzige Antworten kommen und sich alles auf Termin legen, damit es nicht in Vergessenheit gerät, falls der Käufer überhaupt antwortet. Wenn man irgendwann den Eindruck hat, dass der Käufer nicht zahlen wird, kann man sich an eBay wenden. eBay schreibt den Käufer dann noch einmal höchst offiziell und automatisiert an und erinnert ihn daran, dass er doch bitte seinen gekauften Artikel bezahlt. Sollte dies nicht in einem großzügigen Zeitraum geschehen, hat man die Möglichkeit den Kaufvertrag aufzuheben. In diesem Fall bekommt man die Verkaufsprovision, welche eBay bereits belastet hat, unverzinslich erstattet und kann zudem den Artikel an einen „unterlegenen Bieter“ zum Kauf anbieten.


Diese unterlegenen Bieter freuen sich natürlich riesig einen Artikel, für den sie sich Wochen zuvor interessiert haben, zu ihrem damaligen Höchstgebot (ihrer dafür vorgesehenen finanziellen Schmerzgrenze) kaufen zu dürfen. Falls ein ähnlicher Artikel von den neuen (bzw. alten) Interessenten in der Zwischenzeit nicht sowieso anderweitig erstanden wurde, bekommt man in der Regel Nachrichten wie „kein Interesse mehr“ oder „wir müssen neu verhandeln.“ Wird man sich mit dem neuen Interessenten nicht einig, muss man die Angebotsfrist abwarten, bevor man den Artikel einem noch größer unterlegenen Bieter anbieten kann, wodurch der Prozess von vorn beginnt. Vielleicht antwortet der Interessent auch gar nicht oder noch besser: er kauft den Artikel, aber bezahlt ihn nicht und alles beginnt von vorne.


Also was ist bisher passiert? Man wollte sich und anderen eine Freude machen indem ein Artikel einen neuen Besitzer findet und man selbst noch ein wenig dafür entlohnt wird. Stattdessen hatte man nur Arbeit welche Stress und graue Haare erzeugt: Artikel umsonst eingestellt, Fotos machen, Artikel möglichst genau und fehlerfrei formulieren, Zahlung des Käufers abwarten, die nicht kommt, Kontakt mit dem Käufer aufnehmen und erneut abwarten, Wiedervorlagen legen, das Ganze gerne mehrfach, sich aufregen, da eBay Verkaufsprovision vom Konto abbucht, eBay einschalten, da man feststellt, dass es nicht mehr weiter geht, erneut abwarten, den Fall abschließen und den Käufer ungestraft davonkommen lassen.

Mittlerweile sind nicht selten mehrere Wochen vergangen in welchen man den Artikel natürlich nicht mehr nutzen kann, da er auch nicht von der Beschreibung, mit welcher man ihn verkauft hat, abweichen darf.


Jetzt kann man für sich entscheiden wie es weiter geht:
- Artikel an unterlegene Bieter anbieten, Problematik: siehe oben
- den Artikel erneut einstellen, Problematik: eventuell bekommt man weniger als zuvor und vielleicht zahlt auch der neue Käufer nicht
- man lässt es einfach gut sein, Problematik: man hat sich die ganze Arbeit umsonst gemacht und man bleibt auf seinem Artikel sitzen


Eine andere Möglichkeit ist natürlich den Käufer weiter anzugehen: Betrag höchst offiziell anmahnen mit Firstsetzung und anschließend einen gerichtlichen Mahnbescheid eröffnen. Diesem wird natürlich erst einmal pauschal vom Käufer widersprochen, wodurch man Amtsgerichtkosten hat oder in der Beweispflicht steht. Jetzt kann man natürlich versuchen den Vorgang gerichtlich weiter zu treiben: Man reicht Beweise ein oder versucht dies zumindest, da die Datenschutzbestimmungen es schwierig bis unmöglich machen und schreibt zig Male hin und her und bekommt vielleicht irgendwann Recht und der Käufer muss den Artikel bezahlen inkl. Kosten.

Hier ist natürlich das Problem, dass man ab dem Mahnprozess einen Juristen einschalten sollte, wenn man selbst nicht ein halbes Jurastudium abgeschlossen hat, um keine Fehler in dem gerichtlichen Mahnverfahren zu begehen, da es dadurch ungültig wird und man selbst auf den Kosten sitzen bleibt. Hierdurch entstehen enorme Kosten und abgesehen davon, dass sich dieser Vorgang gerne über Monate ziehen kann, muss man für diese Kosten in Vorleistung treten und hat keine Garantie, dass alles Erfolg hat und man die Kosten erstattet bekommt. In der Regel geht es hier auch um Streitwerte, für die sich der Aufwand einfach nicht lohnt.


Zurück bleibt man selbst: Ein gefrusteter Verkäufer der im Recht ist, es aber nicht durchsetzen kann und unnötig Zeit seines Lebens verschwendet hat.


Aber was macht eBay eigentlich um so etwas zu verhindern bzw. was geschieht mit dem Käufer der nicht gezahlt hat?


Der Käufer, oder mittlerweile Spaßbieter, bekommt einen Eintrag in seinem eBay-Konto, dass er einen gekauften Artikel nicht bezahlt hat. Dadurch sollen sich andere Verkäufer zukünftig schützen können, sie haben nämlich die Möglichkeit vor dem Einstellen eines Artikels eine versteckte Einstellung im Benutzerkonto zu aktivieren: eingeschränkter Käuferkreis. Hier besteht die Möglichkeit eBay-Nutzer von dem eingestellten Artikel auszuschließen die folgende Kriterien erfüllen "Haben 2 Vermerk(e) wegen nicht bezahlter Artikel innerhalb von 12 Monat(en) erhalten."


Abgesehen davon, dass niemand von diesen Einstellungen weiß, der nicht selbst einmal von einem nicht-bezahlten-Artikel betroffen war, ist dies eine absolut minimale Einschränkung, wodurch „Spaßbieter“ immer wieder ungestraft davonkommen.


Und an dieser Stelle muss erst einmal der Begriff „Spaßbieter“ definiert werden: Wer auf eBay ein Gebot abgibt und am Ende der Auktion Höchstbietender ist, geht einen rechtsverbindlichen Kaufvertrag ein, unterliegt also dem deutschen Gesetz (wir beschränken uns hier auf Deutschland). Der Ablauf eines Kaufvertrags ist unter anderem im BGB unter §433 geregelt. Hiernach ist der Käufer verpflichtet den Artikel zu bezahlen. Jemand der den Artikel nicht zahlt, ein Spaßbieter, ist demnach ein „STRAFTÄTER“, da er gegen das Gesetz verstößt. Da es bei eBay nur „unbeschränkt geschäftsfähige Nutzer“ gibt, welche dies alle mit den AGB von eBay bestätigt haben, müssen diese auf entsprechend bestraft werden.


Da dies aufgrund der oben genannten Problematiken, grade von privaten Verkäufern, nicht möglich ist, steht eBay hier ganz klar in der Pflicht zu Handeln und daher fordere ich von eBay eine Änderung im Umgang mit diesen Straftätern (!) anstatt diese Straftaten durch „Duldung“ zu unterstützen:


- Wer einen gekauften Artikel auf dem Online-Marktplatz eBay kauft und nicht innerhalb einer angemessenen Frist von 14 Tagen bezahlt und seine Nichtzahlung nicht durch einen schwerwiegenden Grund (Tod eines Angehörigen, schwere Erkrankung usw.) belegen kann, wird auf unbestimmt Zeit vom Online-Marktplatz eBay ausgeschlossen.


Hier muss hart durchgegriffen werden damit eBay ein Online-Marktplatz wird wie er sein soll: jeder soll sich am Kaufen und am Verkaufen erfreuen können ohne wehrloses Opfer eines Straftäters zu werden. Daher musst nicht nur das Kundenkonto des Spaßbieters auf eBay gesperrt werden, sondern seine ganze Identität muss auch für Neuanmeldungen gesperrt werden.
Ich weiß, dass ich nicht alleine bin mit diesem Wunsch. Ich weiß, dass es sogar eine große Anzahl an Nutzern gibt, die sich danach sehnen und daher bitte ich um eure Unterstützung, denn die einzelnen kleinen Stimmen werden nicht gehört, hier muss eine Gruppe von Nutzern schreien damit eBay endlich reagiert und nicht ständig gerechtfertigte Änderungsvorschläge mit standardisierten oder automatischen Antworten abweist!

#StopptSpassbieter



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