ALLE Fremdsprachen anerkennen

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Sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann,

wir fordern die Anerkennung aller Fremdsprachen als 2. Fremdsprache zur Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Der Nachweis muss auch durch externe Prüfungen, z.B. nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen, möglich werden.

Für die Allgemeine Hochschulreife wird der Nachweis von zwei Fremdsprachen verlangt. Neben Englisch (1. Fremdsprache) sind zugelassen Französisch, Russisch, Latein, Griechisch, Spanisch und Italienisch (Verordnung des Kultusministeriums über die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife für Inhaber einer fachgebundenen Hochschulreife vom 21. Juni 1983). In der Praxis ist die Auswahl noch weiter eingeschränkt, da kaum eine Schule alle Sprachen anbietet.

Viele Schüler mit Migrationshintergrund beherrschen ihre Herkunftssprache auf hohem Niveau. Diese Sprachen sind ebenso wertvoll wie die in der Verordnung genannten. Die in der Schule vermittelten aktuellen und landeskundlichen Inhalte sind zwar nicht Teil der Sprachprüfung, können aber bei Schülern mit Migrationshintergrund oder längerem Auslandsaufenthalt unterstellt werden.

Natürlich sollen an regulären Gymnasien (G8 oder G9) weiterhin mehrere Fremdsprachen unterrichtet werden. Helfen würde die Änderung jedoch Schülern an beruflichen Gymnasien (nach Realschulabschluss) und auf dem 2. Bildungsweg.

Es geht nicht um ein Abitur light, sondern um die Anerkennung gleichwertiger Kenntnisse und Leistungen.