Keine Nachteile beim Abitur durch COVID-19

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Abitur 2020 - Baden-Württemberg

Wir fordern, dass alle noch nicht geschriebene Klausuren in den Nebenfächern wegfallen. Des Weiteren fordern wir mehr Transparenz und klare Kommunikation des Kultusministeriums zur aktuellen Lage und Entwicklung.

Seit dem 17. März bis zum Ende der Osterferien bleiben die Schulen in Baden-Württemberg geschlossen - neben den Eltern, welche nun nach anderen Möglichkeiten suchen müssen, um ihre Kinder tagsüber zu betreuen, sind die angehenden Abiturient*innen, die am stärksten betroffene Gruppe. Das Kultusministerium scheint sich dessen bewusst zu sein und beschloss infolgedessen am 20.03 die Abiturprüfungen auf den Zeitraum zwischen dem 18. und 29. Mai zu verlegen. Dies geschah mit dem Ziel, faire Bedingungen für die Abschlussprüfungen zu schaffen.

„Mit einem neuen Terminplan wollen wir ermöglichen, dass die betroffenen Schülerinnen und Schüler genügend Zeit für die Vorbereitung auf die Prüfungen haben. Unser grundlegendes Ziel ist, dass alle Schülerinnen und Schüler faire Bedingungen für ihre Abschlussprüfungen bekommen.“ - Dr. Susanne Eisenmann

Jedoch hat eben jene Entscheidung zur Folge, dass die Abiturient*innen vor einer größeren Herrausforderung stehen als Schüler*innen folgender oder vorhergehender Jahrgänge. Der Zeitraum, in dem normaler Schulbetrieb stattfinden wird, ist dramatisch verkürzt und könnte sich aufgrund der aktuellen Lage noch weiter verkürzen. Zeit für Klausuren in den Nebenfächern bleibt nur bedingt, diese Klausuren müssen in einen engen Zeitrahmen verordnet werden, in dem unter anderem auch das schriftliche und mündliche Abitur stattfinden, der es Schüler*innen nicht ermöglicht, sich ausreichend auf diese Klausuren vorzubereiten. Da die Abschlussnote auch von Noten in den Nebenfächern abhängig ist, fordern wir, dass ausstehende Klausuren in Nebenfächern nicht geschrieben werden sollen. Um dennoch faire Bedingungen zu schaffen, muss es möglich sein sich in den betroffenene Fächern, über die bereits erfassten Noten heraus, zu verbessern. Möglichkeiten hierfür wären freiwillige, zusätzliche mündliche Prüfungen oder Hausarbeiten mit einem GFS-ähnlichen Umfang.

Die Kommunikation und Handlung des Kultusministeriums in einer solchen Krise, war bis jetzt nur notdürftig und zögerlich. Beispielhaft hierfür ist der Beschluss, die Schulen erst ab Dienstag, den 17. März zu schließen. Hier sollte lediglich ein "geordneter Übergang" suggeriert werden, faktisch wurde hier nur die Gesundheit der Schüler*innen riskiert. Nicht nur Abiturient*innen, sondern auch Schüler*innen und Lehrer*innen brauchen besonders in dieser Situation klare Maßnahmen und vor allem Transparenz sowie eine gute Kommunikation. Wir hoffen dieesbezüglich auf eine Besserung.

Abiturient*innen und Schüler*innen des Landes Baden-Württemberg