Kinder- und Jugendarmut bekämpfen

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Die Unterstützer*Innen dieser Petition haben ein ❤️ für Kinder.

Kinderarmut verursacht Bildungsarmut und ist ein enormes Entwicklungsrisiko - auch in Deutschland!

Wir fordern u.a.:

  • Das Geld nicht weiter mit der Gießkanne verteilt wird. Die Verantwortlichen sollen schauen, was regional passiert. Wie in der Corona-Krise, müssen die Hotspots erkannt werden und es muss gezielt, schnell und nachhaltig gehandelt werden.
  • Die bedarfsorientierte und bedingungslose Kindergrundsicherung bzw. das Kinderchancengeld und/oder ein Teilhabegeld. Diese Leistungen sind überfällig und müssen schnellstmöglich und unbürokratisch einsetzen. Die Grundsicherung soll deutlich höher sein als das heutige Kindergeld.

  • Das alleinerziehende Mütter (Armut ist weiblich) schnell, unbürokratisch und stärker unterstützt werden.

  • Mehr Investitionen in die Infrastruktur für gute und kostenfreie Bildung, gesunde Ernährung in Kita und Schulen, Mobilität (ÖPNV), sowie digitale, soziale, und kulturelle Teilhabe (z.B. Sportverein, Musikschule).

Ich lebe in Wolfsburg, der Stadt mit einem der höchsten Durchschnittseinkommen in Deutschland, und engagiere mich ehrenamtlich für den Kinder- und Jugendschutz. Doch das Grundübel ist leider auch hier vor Ort die Kinderarmut!

Mütter und Väter deren Einkommen nicht ausreicht – weil sie
zum Beispiel alleinerziehend und/oder arbeitslos sind, prekäre Beschäftigungen (Leiharbeit, befristete- oder Mini-Jobs) nachgehen müssen, in Teilzeit arbeiten und/oder sich derzeit in Kurzarbeit befinden (Ende offen) – um ihre Kinder mit dem Nötigsten auszustatten. Es fehlt aber nicht nur an materieller Grundausstattung, sondern meist auch an sozialer Teilhabe. Die Kinder leiden oft an Entwicklungsverzögerungen, sozialen und psychischen Störungen. Besonders gravierend wirken sich die Folgen der Armut auf Bildungschancen und spätere berufliche Perspektiven aus. Da fängt Chancengerechtigkeit an!

Kinder- und Jugendarmut besiegen bedeutet:
Jungen Menschen überhaupt erst einmal die faire Chance zu geben, ihr Leben später selbst in die Hand nehmen zu können und unabhängig vom Wohlwollen anderer ein würdiges Leben zu führen. Dafür lohnt es sich gemeinsam zu kämpfen!

Factsheet Bertelsmann Stiftung, Juli 2020:

  1. Mehr als jedes fünfte Kind wächst in Deutschland in Armut auf. Das sind 2,8 Mio. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
  2. Die Kinder- und Jugendarmut verharrt seit Jahren auf diesem hohen Niveau. Trotz langer guter wirtschaftlicher Entwicklung sind die Zahlen kaum zurückgegangen. Kinderarmut ist seit Jahren ein ungelöstes strukturelles Problem in Deutschland.
  3. Die Corona-Krise wird die Situation für arme Kinder und ihre Familien weiter verschärfen. Es ist mit einem deutlichen Anstieg der Armutszahlen zu rechnen.
  4. Aufwachsen in Armut begrenzt, beschämt und bestimmt das Leben von Kindern und Jugendlichen – heute und mit Blick auf ihre Zukunft. Das hat auch für die Gesellschaft erhebliche negative Folgen.

Die Vermeidung von Kinderarmut muss gerade jetzt politisch Priorität haben. Sie erfordert neue sozial- und familienpolitische Konzepte. Dazu gehören Strukturen für eine konsequente Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und eine Absicherung ihrer finanziellen Bedarfe durch ein Teilhabegeld oder eine Kindergrundsicherung.

In Deutschland bräuchte es keine Kinderarmut zu geben!

"Wir Unterstützer*Innen wollen Kinder- und Jugendarmut in unserem Land an der Wurzel packen und die Politik 'zwingen', sich damit ernsthaft zu befassen mit dem Ziel: Kinderarmut nachhaltig zu beseitigen. Punkt."


Quellen und weiterführende Links:
ZFF Stellungnahme Anhörung Kinderarmut
Bertelsmann Stiftung "Kinderarmut in Deutschland"
Video: Stoppt Kinderarmut - JETZT!
Planet-Wissen
Kinderrechteforum
ZDFtivi Kinderarmut
Kinderarmut hat Folgen
Video
Buchempfehlung: Jeremias Thiel: „Kein Pausenbrot, keine Kindheit, keine Chance“