Petition update

Pressekonferenz Zoo Wuppertal/ Zoodirektor zweifelt Kompetenz von Menschenaffen Experten an.

Petra Bente
Dresden, Germany

Jan 31, 2019 — 

Sehr geehrte Unterstützer,

am 30.Januar sah sich der Zoo Wuppertal genötigt, eine Pressekonferenz bezüglich Bili abzuhalten.

Es folgten die Üblichen Erklärungen und Schönrederei.

Das Wales Ape Monkey Rescue Sanctuary, dessen Kompetenz ebenfalls von der Zooleitung angezweifelt wurde, sowie Adrienne Kneis, die unsere Sicht der Dinge darlegte, gaben folgendes Statement ab

 

Stellungnahme von Adrienne Kneis im Fall des Bononbo-Affen "Bili"
Pressekonferenz im Zoo Wuppertal 30.01.2019

Bili wird vorsätzlich länger anhaltenden und sich wiederholenden erheblichen Schmerzen und Leiden ausgesetzt. Bilis Bewegung ist die meiste Zeit vorsätzlich so eingeschränkt, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden und Schäden - durch Angriffe seiner Artgenossen - zugefügt werden. Das Leben und Wohlbefinden Bilis wird durch die Verantwortlichen in diesem Zoo nicht ausreichend geschützt. Es liegen hier Verstöße gegen die Paragrafen 1 und 2 unseres Tierschutzgesetzes vor.

Bili wird von der bestehenden Bonobo-Gruppe attackiert, verlor bei diesen Attacken sein halbes Ohr, ist übersät mit Bisswunden, seine Finger und Füße sind verletzt. Er zeigt ein völlig verängstigtes Verhalten und ist die meiste Zeit darauf bedacht, geschützt vor möglichen Angriffen zu sein. Bili wehrt sich nie: Wenn er angegriffen wird, kauert er sich zusammen, hält beide Arme schützend über seinen Kopf und erträgt voller Angst die Schläge und Bisse seiner Artgenossen.

Bilis Körpersprache spricht Bände. Es ist nicht normal, einen Primaten zu sehen, der ständig in Angst kauert und mit Bissen übersät ist. Aufgrund seiner Verletzungen, die die anderen Affen Bili zufügen, werden ihm stets Antibiotika und Schmerzmittel verabreicht. Dies ist kein Zustand, welcher über so einen langen Zeitraum (beinahe ein viertel Jahr) hinnehmbar ist. Man muss erkennen, wann Beziehungen nicht funktionieren und dann im Sinne des Tieres handeln und es nicht weiter Tag für Tag unkontrollierten Angriffen aussetzen. Es muss ihm gewährleistet werden, dass er nach so einer langen Zeit endlich zur Ruhe kommen kann, statt, wie vor einigen Wochen zu verkünden, dass eine Einschläferung in Erwägung gezogen wird, sofern die Integration nicht funktioniert.

Der Fall erhält bundesweit großes öffentliches Aufsehen und auch haben bereits britische Zeitungen, unter anderem der Mirror „Heartbreaking bid to save British chimpanzee being bullied in German zoo“, über Bilis Schicksal berichtet. Die mittlerweile bald 100.000 Unterzeichner der Petition fordern ebenfalls, dass schnellstens eine Lösung im Sinne des Tieres gefunden wird und das Leiden Bilis aufhört.

Das Angebot des "Ape Monkey Rescue" von Jan und Graham Garen aus Wales, die viele erfolgreiche Integrationen, auch zwischen den Arten, aufweisen können (Auflistung siehe nächste Seite) ist ein Hilfsangebot, zu dem sie sich moralisch verpflichtet sehen, wenn sie von einem Primaten erfahren, der in Gefahr ist. Zitat: „Wir als eingetragene Wohltätigkeitsorganisation haben die moralische Verpflichtung, einem gefangenen Primaten, der in Gefahr ist, Hilfe anzubieten, wenn wir können.“

Das „Ape Monkey Rescue“ ist unsererseits ein erster Lösungsvorschlag gewesen, um Bili aus der akuten Gefahrensituation heraus einen Platz zu ermöglichen, an dem er nicht ständig Angriffen ausgesetzt ist. Sofern der Zoo Wuppertal und EEP eine andere Auffangstation für Bili in Betracht gezogen hätten, in welcher er endlich dauerhaft geschützt vor Angriffen in Frieden leben kann, wäre dies von unserer Seite zu keinem Zeitpunkt abgelehnt worden. Jedoch hält der Zoo an seinen Plänen fest, Bili unter allen Umständen in die Gruppe einzugliedern.

Jedes Lebewesen hat ein Recht auf ein Leben ohne Schmerzen und Leid.

Adrienne Kneis

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Folgende Stellungnahme habe ich von Jan und Graham Garen (Ape Monkey Rescue, Wales) erhalten in Bezug auf die Aussagen des Zoo Wuppertal hinsichtlich des Ape Monkey Rescue gegenüber der deutschen Presse:

1. No we have no bonobos, Neither do we have any animal living a sad, lonely, miserable life. What we do have are happy animals with many successful integrations, including inter-species.

2. Knowing as they repeatedly say that male bonobos require the protection of their mothers, why place Bili in a vulnerable and dangerous situation? It is not normal to see a primate cowering in fear and covered in bites. You won't see that here. The key to good animal welfare, taking into account the 5 freedoms is to recognise when relationships are not going to work. Then to do something about it. Wuppertal and EEPS were aware of the problem of male bonobos without maternal protection and still they went ahead with placing alone 10 year old male into an established group.

3. Wuppertal and EEP are between them responsible for this appalling situation and EEP should be able to locate another partner for Bili who may be facing similar problems.

4. We do not have to justify our Sanctuary. We as a Registered Charity have a moral obligation to offer help,if we can, to any captive primate in danger. It is written into our articles. Also we are not the ones who have placed Bili in this situation of being the subject of uncontrolled attacks.

5. Zoos have enough money to have started another group in new accommodation

Übersetzung:

1. Nein, wir haben keine Bonobos. Wir haben auch kein Tier, das ein trauriges, einsames, elendes Leben führt. Was wir haben, sind glückliche Tiere mit vielen erfolgreichen Integrationen, auch zwischen den Arten.

2. Wenn sie wissen, dass männliche Bonobos wiederholt den Schutz ihrer Mütter verlangen, warum setzen sie Bili in eine verletzliche und gefährliche Situation? Es ist nicht normal, einen Primaten zu sehen, der in Angst kauert und mit Bissen übersät ist. So etwas wird man hier bei uns nicht sehen. Der Schlüssel zu einem guten Tierschutz unter Berücksichtigung der 5 Freiheiten (der Europäischen Richtlinien für den Tierschutz) besteht darin, zu erkennen, wann Beziehungen nicht funktionieren. Dann etwas dagegen unternehmen. Wuppertal und EEP waren sich des Problems der männlichen Bonobos ohne mütterlichen Schutz bewusst und gaben dennoch vor, einen einzigen zehnjährigen Mann allein in eine etablierte Gruppe zu bringen.

3. Wuppertal und EEP sind für diese schreckliche Situation verantwortlich, und EEP sollte in der Lage sein, einen anderen Partner für Bili zu finden, der möglicherweise ähnliche Probleme hat.

4. Wir müssen unsere Sanctuary nicht rechtfertigen. Wir als eingetragene Wohltätigkeitsorganisation haben die moralische Verpflichtung, einem gefangenen Primaten, der in Gefahr ist, Hilfe anzubieten, wenn wir können. Es steht in unseren Artikeln. Wir sind auch nicht diejenigen, die Bili in die Situation gebracht haben, unkontrollierten Angriffen ausgesetzt zu sein.

5. Die Zoos haben genug wirtschaftliche Mittel, um eine neue Gruppe in einer neuen Unterkunft zu gründen

The 5 freedoms are the European Directive for animal welfare:

This is basically what they state;

1. Food and water
2. A suitable environment
3. Healthcare
4. An opportunity to express most normal behaviour
5. Protection from fear and distress

Number 5 is clearly not being implemented with Bili.

Die 5 Freiheiten sind die Europäische Richtlinie für den Tierschutz:

Dies ist im Grunde das, was sie beinhalten:

1. Nahrung und Wasser
2. Eine geeignete Umgebung
3. Gesundheitsfürsorge
4. Eine Gelegenheit, das normale Verhalten auszuleben
5. Schutz vor Angst und Leid

Nummer 5 wird bei Bili eindeutig nicht eingehalten.

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We successfully integrated a mandrill with a spider monkey with a black mangabey. We have a Japanese Macaque with a Crab eating macaque.

We have a Rhesus Macaque with a crab eating macaque. Olive and Hamadryas baboons are living together.

Our Chimpanzees of very diverse backgrounds have been integrated.

Ape Monkey Rescue, Wales

 

Auch wenn der Zoo Wuppertal im Moment die Presse auf ihrer Seite hat, lassen wir uns davon nicht abschrecken!!!

 

Nächste DEMO für Bili

03.Februar 2019

12-14 Uhr Zoo Wuppertal

 

 


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