Kastrationspflicht für Freigängerkatzen im Kreis Viersen - Elend verhindern !

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Im Kreis Viersen leben geschätzte 10.000 verwilderte Hauskatzen.

Das Leid dieser Katzen ist unermesslich hoch. Sie leiden Hunger, haben Krankheiten und vermehren sich ungehindert weiter, was zu immer mehr Leid führt. Oft sterben die Katzen und deren Nachwuchs einen qualvollen Tod. Sie haben Katzenseuche, Katzenschnupfen, Parasiten, leiden Hunger, und werden überfahren.

Auf dem Bild seht ihr Anton. Anton stammt von einem Bauernhof, auf dem bisher unkastrierte Tiere lebten. Viele der Katzen dort bekamen nicht nur zweimal, sondern dreimal im Jahr Junge. Antons Geschwister haben nicht überlebt. Den Wurf, den seine Mama vorher hatte, hat man tot zwischen dem Stroh gefunden. Auch die Kitten einer anderen Katze dort haben nur knapp überlebt. Alle Tiere auf dem Hof hatten Katzenschnupfen, der für Kitten unbehandelt oft zum Tod führt. Außerdem hatten die kleinen Hautpilz, Flöhe, Würmer und Milben. Wäre hier nicht kastriert worden, würden dort jedes Jahr ca. 10 Würfe mit 3-5 Kitten, also 50 Babys sterben. Dem wird durch Kastration ein Ende gesetzt. Anton hatte Glück. Er kam auf eine Pflegestelle, wurde intensiv betreut, und gesund gepflegt. Auf einem Auge wird er wohl Sehbehindert bleiben, aber er darf ein Leben bei Menschen führen, die ihn lieben.
Seine Eltern und deren Verwandte, die sich dort in Inzucht fortgepflanzt haben, müssen nun nicht mehr kämpfen, keine Babys mehr zur Welt bringen und diese ernähren, nicht das Futter teilen,

Unkastrierte Freigänger und verwilderte Hauskatzen stellen ein großes Problem dar, denn zusammen sorgen sie für unendlichen Nachwuchs.

Wir, von Notfelle Niederrhein e.V. kämpfen gegen dieses Leid und versorgen täglich viele dieser Tiere mit Futter und versuchen sie medizinisch zu versorgen. Dieses Jahr konnten wir über 250 Katzen einfangen und kastrieren und somit neues Leid verhindern.

Eine Kastrationspflicht im Kreis Viersen könnte viel Katzenelend verhindern. Alle Katzenbesitzer müssen dann ihre Freigängerkatzen kastrieren und kennzeichnen lassen. 

Landrat Dr. Andreas Coenen, wir fordern Sie auf, endlich eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen im gesamten Kreis Viersen einzuführen. Viele Städte wie zum Beispiel Düsseldorf und Köln machen es vor. Aber auch im Kreis gibt es eine fortschrittliche Gemeinde, denn in Willich gibt es die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht bereits und hier merken die Tierschützer*innen bereits eine Verbesserung.

Im Kreis Viersen wird schon lange eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht erwogen, die Tierschutzvereine liefern Daten Zahlen und Fakten, zeigen das Leid auf, aber ein Gesetz wurde bisher nicht verabschiedet.

Wir möchten Höfe und Ställe dabei unterstützen die Tiere kastrieren zu lassen. Eine Kastrationspflicht würde viel von der schweren Überzeugungsarbeit erleichtern.

So würde ungewollter Nachwuchs bei den Tieren mit Besitzern aber auch bei den Streunern verhindert werden.

Bitte helft uns, dieses Elend und die Not der Tiere in den Griff zu kriegen und den Kreis Viersen dazu zu bringen, diese Kastrationspflicht endlich flächendeckend bei uns einzuführen.