Schluss mit Männer-Panels!

DIE ZEIT und Convent, ein Tochterunternehmen der ZEIT Verlagsgruppe, organisieren regelmäßig Konferenzen zu gesellschaftspolitischen Themen. Bei diesen Veranstaltungen sprechen auf den Podien fast immer überwiegend Männer. Manchmal sind sogar ausschließlich Männer als Redner ausgewählt. 

So auch am 29. September zum Thema "Nach Paris: Vom Klimavertrag zum Klimaschutz". Auf dieser Konferenz sprechen 18! Männer und keine Frauen, diesen wurde lediglich zum Teil die Moderation überlassen.

Nicht nur ist es ein Skandal, sich im Jahr 2016 zu trauen, eine Veranstaltung zu organisieren, die keine ausgewogene Geschlechterrepräsentanz berücksichtigt. Diskussionen, die so einseitig gestaltet sind, können nur eindimensional und unvollständig sein. Vielfalt auf Podien muss eine Selbstverständlichkeit sein und kann jede Diskussion auch qualitativ nur bereichern. 

Insbesondere ist es auch für eine Zeitung, die öffentliche Meinung wiedergeben und beeinflussen kann, höchst problematisch, sich durch solche Besetzungen ihrer Konferenzen aktiv gegen das Thema Geschlechtergerechtigkeit zu stellen.

Zudem wird ein solches Panel dem Thema Klimawandel - wie vielen anderen Themen der ZEIT Konferenzen - inhaltlich absolut nicht gerecht. Frauen sind aufgrund ihrer gesellschaftlichen Rolle, Tätigkeiten und Lebensrealitäten überproportional vom Klimawandel betroffen. Und gleichzeitig können Sie den Kampf gegen den Klimawandel fairer und gerechter machen.

Die Podiumsbesetzung der Veranstaltung zum Thema Klima und Energie ist dabei kein Einzelfall für die ZEIT Konferenzen. Eine ausgeglichene Verteilung lässt sich auch bei fast keiner der weiteren geplanten Veranstaltungen erkennen.

Die ZEIT soll sich öffentlich dafür einsetzen, dass auf ihren Konferenzen ein ausgeglichenes Geschlechterproporz herrscht. Und eine entsprechende Geschlechterrepräsentanz auf den Podiumsdiskussionen umsetzen. Keine Ausreden mehr für Panels ohne Frauen!

 

Weitere Informationen:

Redner_innen findet man z.B. bei speakerinnen.org oder Women Speaker Foundation

Anleitungen für geschlechtergerechte Panelbesetzungen finde man bei EditionF, Zeit Online und Male Feminists Europe.

Name, blame, shame von „Männerpanels“ führt zu Öffentlichkeit und zu Veränderung. Siehe 50prozent und allmalepanels.

 

Foto: https://www.flickr.com/photos/cyzen/13013891613/

 

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  • DIE ZEIT
  • Convent

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