Medizin in Gebärdensprache weltweit

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Die Wörter des Arztes verstehen und von ihm verstanden werden - das scheint eines der menschlichen Grundrechte zu sein, erst Recht für eine Person, die pflegebedürftig, müde oder beunruhigt ist. Und dennoch bleibt dies außer Reichweite für einen Teil der Bevölkerung: die tauben Menschen. Diese Personen, die visuell denken und träumen, sind mit einem Gesundheitssystem konfrontiert, das ihre sprachlichen und kulturellen Eigenschaften missachtet. Keine Vorkehrung erfasst die Wahl des tauben Patienten bzgl. der Sprache, welche in der Sprechstunde benutzt werden soll. Die Sprache wird ihm in geschriebener oder gesprochener Form aufgezwungen. Zeitweilig treten unvertretbare Geschehnisse auf.
Ein achtjähriges Kind, das als Dolmetscher benutzt wird, um seinen Eltern beizubringen, dass es an Krebs erkrankt ist; taube Diabetiker ohne Insulin-Versorgung, Opfer einer unzureichenden Kommunikation eines Gesundheitssystems, in dem sie zu kurz gekommen sind. Die Feststellung ist in allen Ländern gleich. Das reicht bis hin zu dieser tauben Frau in Afrika, die mit Gesten schildert, dass sie schwanger ist und Bauchschmerzen hat. Da man sie für eine Bettlerin hält, wird sie vor die Tür des Krankenhauses gesetzt.
Diese Situationen empören, doch dann lässt die Empörung nach und die tauben Menschen werden wieder unsichtbar. Das Dramatische an der Lage der Tauben ist, dass sie unerhört bleiben, immerfort. Dass die Person nicht respektiert wird, führt zu verspäteten Diagnosen und schlecht eingehaltenen Behandlungen. Einige wenige Studien, die es in dem Bereich gibt, weisen auf eine lautlose Minderheit hin, die schlechter verarztet ist, als die Durschnittsbevölkerung; der es - insbesondere während Seuchen - an Information fehlt; und die in mehreren Ländern keinen Zugang zu medizinischer Versorgung hat.
Dabei ermöglicht die Gebärdenspache einen sofortigen effektiven Zugang zur Pflege, ohne die Kosten aufwendiger Technologien zu erreichen. Von den 70 Millionen tauben Menschen weltweit haben einige Zehntausende Zugang zu Dolmetscherdiensten und/oder speziellen Gesundheitseinrichtungen, in denen die Gebärdensprache Arbeitssprache des Pflegepersonals, der tauben Vermittler, der Sozialarbeiter ist. Diese neuartigen Orte, die in Europa und Lateinamerika gegründet wurden, wecken unter den tauben Menschen große Hoffnungen. Das Pflegepersonal kann dort visuelle Gedankengänge entwickeln, um medizinische Konzepte zu erläutern. Von dieser visuell-gestischen Kommunikation könnten auch andere Patienten profitieren.
Manche Arzneimittel gegen Meningitis oder resistente Formen der Tuberkulose retten Leben aber verursachen Gehörlosigkeit als Nebenwirkung. Die Gebärdensprache, die diesen Patienten beigebracht wird, lockt zahlreiche andere Ertaubten an, die aus ihrer sozialen Isolation freikommen wollen.
Kein internationaler Rahmenvertrag handelt speziell vom gleichberechtigten Zugang tauber Menschen zum Gesundheitswesen. Doch das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention) hat einen ersten juristischen Schritt getan, indem es bestimmt, dass die Nicht-Einhaltung der Vertraulichkeit diskriminierend ist.
In Frankreich haben taube HIV-Infizierte es verweigert, ärztliche Sprechstunden aufzusuchen, weil sie konkret gezwungen waren, dies mit der Hilfe eines Familienangehörigen zu tun. Das führte dazu, dass 1995 eine Pilot-Sprechstunde in La Salpêtrière eröffnet wurde.
Gründend auf diesem juristischen Argument der Nicht-Diskriminierung, das von Dutzenden Ländern ratifiziert wurde, sowie auf den Schlussfolgerungen der bereits implementierten gebärdensprachlichen Sprechstunden, fordern wir, die Unterzeichnenden, die Möglichkeit in allen Ländern Gebärdensprache als Zugangssprache zum Gesundheitswesen wählen zu dürfen. Dies würde einen sozialen Fortschritt für Millionen tauber Menschen bedeuten und entspräche in Ländern, die von starken Seuchenkrankheiten betroffen sind, einer medizinischen Notfallmaßnahme.

Name, Vorname, Titel, Land, E-Mail-Adresse
(Plädoyer auf Initiative von Sources: sourcesls20@gmail.com Webseite: sign-care.info)

Dies ist eine internationale Petition:
französische Fassung: La médecine en langue des signes dans tous les pays (pétition pour l'Organisation Mondiale de la Santé) : http://chn.ge/2tScKkA
Spanische Fassung: La medicina en lengua de señas en todos los países Petición a la Organización Mundial de la Salud (OMS) http://chn.ge/2Gc86Tm
Englische Fassung: Sign language in Worldwide Medicine (petition for the World Health Organization) : http://chn.ge/2G8XdBJ
Griechische Fassung: Διεθνής Οργάνωση Υγείας : η ιατρική περίθαλψη στη νοηματική γλώσσα σε όλες τις χώρες http://chn.ge/2G8UQPr
Italienische Fassung:https://www.change.org/p/la-medicina-in-lingua-dei-segni
Sehen Sie sich die Petition in Französischer Gebärdensprache an: https://youtu.be/nZeHVd7lICU
oder auf https://www.facebook.com/181196992398218/videos/184868652031052/?modal=admin_todo_tour

 



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