Erfolg

Die Stadt Stuttgart soll eine todkranke Frau nicht auf die Straße werfen!

Diese Petition war mit 41.527 Unterstützer/innen erfolgreich!


Mein Mann betreut seit mehreren Jahren eine Familie in Stuttgart, und zwar:

·         Manuela T., eine 49-jährige todkranke Frau,

·         ihre 24-jährige Tochter Jasvina, die derzeit eine Ausbildung zur Altenpflegerin macht sowie deren fünfjährige Tochter,

·         ihr 26-jähriger Sohn Samuel, der zu 60 % geistig behindert ist (und der meinen Mann seit sieben Jahren als gesetzlich bestellten Betreuer hat).

Manuela T. leidet unter anderem unter Multipler Sklerose, verschiedenen Krebserkrankungen und hat nach einer Operation einen künstlichen Darmausgang. Sie ist zu 100 % schwerbehindert und auf einen Rollstuhl angewiesen. Sie ist im Pflegegrad 5 eingestuft, wird täglich ärztlich versorgt, muss aber die Medikamente für Chemo- und Schmerztherapie teilweise selbst bezahlen, weil die Krankenkasse nur einen Teil der Kosten übernimmt. Ein Pflegedienst kommt zweimal am Tag zu ihr in die Wohnung.

Jasvina wird ihre Ausbildung bei dem Pflegedienst, von dem auch ihre Mutter versorgt wird, in zwei Jahren abschließen. Da der praktische Ausbildungsteil im Stadtgebiet Stuttgart stattfindet, würde ein Umzug nach außerhalb ihre Ausbildung enorm erschweren. Ihr Kind hat in der Nähe der jetzigen Wohnung einen Kindergartenplatz.

Wegen einer Räumungsklage der SWSG soll die Familie bis zum 31. Juli ihre Wohnung verlassen. Alle bisherigen Versuche, auf dem angespannten Stuttgarter Wohnungsmarkt eine für die Familie passende Wohnung zu finden (behindertengerecht, barrierefrei, bezahlbar), sind gescheitert.

Die Stadt Stuttgart verfügt zwar über sogenannte „Notwohnungen“ – diese sind aber ebenfalls im Besitz der SWSG (Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft, ein kommunales Unternehmen, in deren Aufsichtsrat sich mit Michael Föll und Peter Pätzold zwei Stuttgarter Bürgermeister befinden).  

Alle rechtlichen Möglichkeiten sind ausgeschöpft. Die Stadt Stuttgart speist Manuela T. damit ab, nach einer Unterbringung suchen zu wollen. Aber bis jetzt sieht es danach aus, dass sie ab dem 1. August obdachlos sein wird – Angaben zu einer Unterbringung auf dem Stuttgarter Campingplatz sind vage (besonders was die Kostenübernahme angeht) oder beziehen sich auf eine Unterbringung in einer Flüchtlingsunterkunft (was beim Gesundheitszustand von Manuela T. völlig unmöglich ist).

Wir möchten, dass der Sozialbürgermeister der Stadt Stuttgart Werner Wölfle und der 1. Bürgermeister der Stadt Stuttgart Michael Föll, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der SWSG ist, darauf hinwirken, dass die Familie in ihrer jetzigen Wohnung bleiben kann, bis die Stadt Stuttgart ihr eine andere Sozialwohnung zur Verfügung stellt.

Diese Familie mag als das erscheinen, was man so leichthin als „sozial schwach“ bezeichnet. Darum ist es für sie auch so schwer, ein Wohnung zu finden. Aber ich kenne Frau Manuela T. als einen intelligenten, liebenswerten und sehr energischen Menschen, die es – auch mit Hilfe meines Mannes – unter den widrigsten Umständen geschafft hat, ihrem Sohn, ihrer Tochter und ihrer Enkelin ein normales Familienleben zu ermöglichen. Mit anzusehen, wie ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wird, ist schrecklich. Das möchte ich mit ihrer Hilfe versuchen zu verhindern.



Heute: Karin verlässt sich auf Sie

Karin Maack benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Die Stadt Stuttgart soll eine todkranke Frau nicht auf die Straße werfen!”. Jetzt machen Sie Karin und 41.526 Unterstützer/innen mit.