Einführung eines fahrscheinlosen, umlagefinanzierten Nahverkehrs im Saarland

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Holger Gier
Holger Gier hat diese Petition unterschrieben.

Wir fordern die Landesregierung auf, einen flächendeckenden, umlagefinanzierten, fahrscheinlosen Nahverkehr im Saarland einzuführen.

Ein fahrscheinloser Nahverkehr im Saarland würde den Umgang mit dem bisherigen, gewohnten, uns vertrauten Nahverkehrssystem revolutionieren. Im Hintergrund würde sich natürlich auch Vieles an der Finanzierungssystematik ändern.

Schon heute zahlen alle mit ihren Steuern den ÖPNV mit, dürfen ihn aber erst nutzen, wenn sie sich mit komplizierten Fahrscheinautomaten auseinandergesetzt haben.

Die PIRATEN im Saarland befürworten daher eine solidarische Umlagefinanzierung, bei der alle Bürgerinnen und Bürger einen monatlichen Beitrag leisten müssen, im Gegenzug aber eine Freifahrberechtigung erhalten. Gemeinsam sind wir stark: Wenn jeder einen kleinen Beitrag zur Finanzierung des ÖPNV leistet, dann wird dieser auch deutlich besser! Eine solidarische Umlagefinanzierung ist daher nur fair.


Was bekomme ich für die Zahlung eines Beitrages zum fahrscheinfreien ÖPNV?

Eine Nutzungsmöglichkeit des ÖPNV ohne tarifliche Zugangsbarriere in Form einer Nahverkehrsflatrate für alle! Aus den Einnahmen soll in erster Linie der Betrieb und die Instandsetzung des ÖPNV finanziert werden.

Schon jetzt decken die Einnahmen durch den Fahrscheinverkauf bei weitem nicht die Kosten des ÖPNV (Einnahmen aus Ticketverkauf machen nur circa ein Drittel an der Gesamtfinanzierung des saarländischen Nahverkehrs aus), sodass dieser durch Steuergelder subventioniert werden muss.

Durch die Zusatzeinnahmen aus dem fahrscheinlosen ÖPNV können der Nahverkehr weiter ausgebaut und das Personal wesentlich besser und verantwortungs- sowie aufgabengerechter bezahlt werden, was sowohl für Fahrgäste als auch für Bus- und Bahnfahrer zusätzliche Anreize und Verbesserungen schafft.

Gelingt es mit dieser Maßnahme den Pkw-Verkehr zu minimieren, nimmt die Luftbelastung der Städte ab, sodass man also auch von einer besseren Luftqualität profitieren kann. Das trägt zum Klima- und Umweltschutz bei.

Weniger Autoverkehr rechtfertigt ebenso, nicht mehr benötigte Verkehrsflächen umzunutzen. Das bedeutet: mehr Platz, der für mehr Radfahrstreifen und mehr erlebbaren Stadtraum genutzt werden kann. Mehr Grün, mehr Platz zum Radfahren und Zufußgehen und mehr Platz zum Verweilen – mehr Lebensqualität.