Die Kirche soll sich für die kritiklose Begleitung des Afghanistan-Einsatzes entschuldigen

Die Kirche soll sich für die kritiklose Begleitung des Afghanistan-Einsatzes entschuldigen

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Rainer Schmid hat diese Petition an die Mitglieder der EKD-Synode und gestartet.

Der Afghanistankrieg ist so gut wie verloren. Die Taliban werden gewinnen. Zusammen mit den USA hat auch Deutschland diesen Krieg verloren. Die Vertreter der Regierung bemühen sich zwar, das Gesicht zu waren. Die Wahrheit ist aber: Der Afghanistaneinsatz war erfolglos und sinnlos – genauer gesagt: kontraproduktiv.

  • Umsonst gestorben sind 59 deutsche Soldaten und über 100.000 andere Menschen.
  • Umsonst ausgegeben wurden pro Jahr ca. 1.000.000.000 Euro deutsche Steuergelder.
  • Umsonst wurde das Verhältnis zwischen westlicher und muslimischer Welt weiter belastet.
  • Umsonst wurden natürliche Ressourcen verschwendet.

Mich als Kirchenmitglied ärgert, dass die beiden großen Kirchen diesem Bundeswehreinsatz nie widersprochen haben. Weder die "Deutsche Bischofskonferenz" noch der "Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland" hat jemals ein deutliches NEIN zu diesem Militäreinsatz gesagt.

Die Militär-Geistlichen beider Konfessionen begleiteten die Soldaten*innen bald 20 Jahre lang dienstbeflissen nach Afghanistan. Die Soldaten wurden durch Kirchen-Vertreter geistlich begleitet und sozial unterstützt. Es wurde nicht bekannt, dass auch nur ein einziger Militärpfarrer seine Soldaten aufgefordert hat, den Dienst zu quittieren.

Die beiden großen Kirchen rechtfertigten, begleiten und unterstützten den Militäreinsatz auf allen Ebenen - bis zuletzt. Dies ist nicht nur peinlich und eine Blamage; sondern vor allem war es ein Irrweg! Die Kirche hat wieder einmal auf das falsche Pferd gesetzt, nämlich auf militärische Methoden.

Man kann bei dieser Kritik nur zwei leitende Geistliche ausnehmen: Die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann sagte am 1. Januar 2010 in Dresden: "Nichts ist gut in Afghanistan." Und der frühere Pax-Christi-Präsident Bischof Heinz Josef Algermissen machte mehrmals darauf aufmerksam, dass der Militäreinsatz in Afghanistan "gescheitert" sei (19. Januar 2010). Algermissen: "Der Krieg ist nicht zu gewinnen" (18. Januar 2011).

ZUSAMMENFASSUNG: Die Kirchen haben dem Bundeswehreinsatz in Afghanistan nie deutlich widersprochen. Die großen Kirchen sollen diese Schuld nun – angesichts des verlorenen Krieges - erkennen, öffentlich eingestehen und umkehren! Die Umkehr soll darin bestehen, dass die Kirchen sich verpflichten, fortan bewaffneten Auslandseinsätzen zu widersprechen.

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