Stopp der Abschiebungen nach Afghanistan.

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Sehr geehrte/r

wir fordern Sie auf, Abschiebungen nach Afghanistan unverzüglich zu stoppen, da die Sicherheit der von der Abschiebung betroffenen Personen nicht gewährleistet werden kann.

Teilweise kommt es zu schweren Kämpfen und Bombenanschlägen, denen immer wieder Zivilpersonen zum Opfer fallen. Teile des Landes werden von den Taliban kontrolliert. Durch die bewaffneten Kämpfe verlieren jährlich tausende Menschen ihr Leben, Wohnungen und ihre Lebensgrundlage. Hunderttausende sind auf der Flucht, sowohl als Binnenflüchtlinge als auch in die Nachbarländer. Die Bundesregierung schiebt nach, wie vor Menschen in dieses Land ab, obwohl es sehr wohl bekannt sein dürfte, dass die Lage für die Abgeschobenen lebensgefährlich sein kann.

Alleine im Jahr 2018 verloren mehr als 3.800 ZivilistInnen ihr Leben, darunter auch viele Kinder., Taliban kontrollieren wichtige Verkehrswege, was Überlandreisen zu einem erheblichen Risiko macht. Anschläge gab es bis in die besonders gesicherten Zonen der Städte. Laut SIGAR Report hatte die Regierung im Oktober 2018, nur 54% des Territoriums unter ihrer Kontrolle. Rund ein Viertel des Landes ist nach, wie vor, permanent umkämpft. Ausserdem steht die von der IOM betreute Übergangsunterkunft nicht mehr zur Verfügung. Daraus ergibt sich das zusätzliche Problem, drohender Obdachlosigkeit, wodurch sich zusätzliche Gefahren für Abgeschobene ergeben, die nicht über familiäre Netzwerke verfügen.