Kein Abstieg aus der Fußball-Bundesliga in der Corona-Saison

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Aufgrund der Coronakrise können die obersten Ligen des Herrenfußballs die Saison nicht ordnungsgemäß zu Ende bringen. Zahlreiche Spiele finden ohne Zuschauer statt. Hierdurch entstehen massive Nachteile für Vereine, die besonders in dieser entscheidenden Phase der Saison davon leben, vom Publikum unterstützt zu werden. Andere Vereine profitieren wiederum von diesem Nachteil ihrer Gegner. Dies stellt einen eklatanten Eingriff in einen fairen Wettbewerb dar.

An der Qualifizierung oder Nichtqualifizierung für den internationalen Wettbewerb lässt sich leider nichts ändern, sehr wohl jedoch an Abstieg und Nichtabstieg. Welche drastischen Auswirkungen ein Abstieg auf einen Verein und seine Mitarbeiter haben kann, dürfte Ihnen bekannt sein.

Anstatt jetzt vor jedem Spieltag die Lage neu zu bewerten und somit Planungschaos zu verursachen, sollte eine sichere und faire Lösung des Problems gefunden werden, die so aussehen könnte:

1. Die Saison wird in der 1. Bundesliga, der 2. Bundesliga und der 3. Liga ohne Zuschauer ordnungsgemäß zu Ende gespielt.
2. Kein Mannschaft steigt aus diesen Ligen ab.
3. Die zu Saisonende vier bestplatzierten Mannschaften der 2. BL und der 3. Liga steigen direkt in die höhere Liga auf.
4. Somit wird die Saison 2020/2021 der 1. BL ausnahmsweise mit 22 Mannschaften ausgetragen.
5. Schrittweise steigen in den Saisons ab 2020/2021 in jeder Liga, die mehr Mannschaften hat als regulär vorgesehen, zwei Mannschaften mehr ab als in diese aufsteigen.
6. Die 1. BL hätte somit in der Saison 2022/2023 wieder die reguläre Anzahl von 18 Mannschaften.

Durch die zusätzlichen Spieltage könnten die Vereine wichtige Einnahmen generieren, die ihnen durch die Zuschauerausschlüsse in der momentan laufenden Saison verloren gingen. Verglichen mit dem englischen Profifußball hielte sich die Belastung auch für die international spielenden Mannschaften immer noch in Grenzen.

DFL und DFB könnten mit der Umsetzung dieses Plans zudem das klare Signal aussenden, dass ohne Zuschauer nicht von einem fairen Wettbewerb gesprochen werden kann. Dies könnte zur Befriedung des eskalierten Konflikts zwischen Fans und Verbänden beitragen.