SCHLECHT GEBRÜLLT, LÖW - SOFORTIGE AUSWECHSLUNG DES GESAMTEN DFB-BETREUERSTABES

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Wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Petition, fordern hiermt den Deutschen Fussballbund (DFB) auf, den aktuellen Bundestrainer und gesamten Trainerstab samt Oliver Bierhoff sofort und noch während des laufenden Tuniers auszuwechseln. Auch wir finanzieren durch unsere Fernseh- und Rundgebühren den DFB und sind nicht mehr gewillt, uns solch' einen deutschen Fussball anzuschauen. Im ersten Gruppenspiel (Mexico) unterirdisch gespielt und verloren, nach dem zweiten Gruppenspiel (Schweden) und einem glücklichen Ende, den Verlierer beleidigt und verhöhnt.

Es ist unerträglich. Während  am 19.6. bei Markus Lanz der EX-Nationalspieler Dennis Aogo, Bundestrainer Jogi Löw in allerhöchsten Tönen lobt und mehrmals dessen "Akribie" bei den Vorbereitungen auf das Tunier herausstellt (das war schon peinlich) und es sich auch SKY durch seinen Vertreter, Herrn Wasserziehr, nicht mit dem DFB verderben wollte (statt klar zu sagen, die Nichtnominierung von Leroy Sané sei ein Fehler gewesen, spricht er zweimal von einem "Grenzfall"), ruft Waldemar Hartmann aus Sicht der Runde und des Publikums zum zweiten Russlandfeldzug der Deutschen auf, in dem er meint, Fussball sei Krieg.

Dabei wollte er nur deutlich machen, dass wir keinen akribischen Bundesfussballverwalter brauchen, sondern einen Bundestrainer mit Feuer, Emotionen und messerscharfen Worten. Doch das überlässt er lieber Mats Hummels. Hartmann hat schon recht (wenn man ihn denn recht verstehen will). Es liegt nicht am Kader, es liegt nicht an den Spielern, sondern die Verantwortung tragen Jogi Löw. und sein Stab samt Teammanager. Wenn Löw schon Sané und Petersen nicht mit nach Moskau und Sotschi nimmt, dann muss er die 23 "Erwählten" so zu einer Mannschaft formen, dass sie das Fehlen des besten Stürmers Englands mit deutschem Pass und Deutschlands besten Stürmer mit deutschem Pass (Nils Petersen aus Freiburg) kompensieren können.

Zwar hat die DFB-Auswahl gegen Schweden wesentlich besser gespielt und auch - zwar glüklich aber - verdient gewonnen, doch haben ihre Trainer und Funktionäre völlig vergessen und ausgeblendet, dass Fairplay nicht nach 90 + 7 Minuten aufhört und sich so die "Rote Karte" der Sportlichkeit verdient. Dazu berichtet heute die "Schwäbische Zeitung" online:

"Emil Forsberg schwankte kurzzeitig zwischen Wut und bitterer Enttäuschung. Die Erinnerung an die deutschen Glücksgefühle nach dem erlösenden Freistoßtor zum 2:1 von Toni Kroos schmerzte ihn. Dass er sich dann auch noch provozierende Jubelgesten einiger DFB-Funktionäre anschauen musste, machte ihn sauer. „Ein ekelhaftes Verhalten“, schimpfte der Bundesliga-Profi von RB Leipzig. „Nach dem Schlusspfiff schüttelt man sich die Hände und benimmt sich nicht so“, motzte auch Schwedens Trainer Janne Andersson.

Die späte Entschuldigung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) über die sozialen Netzwerke am frühen Sonntagmorgen dürfte den schwedischen Frust kaum verringert haben. Im Anschluss an Kroos' Treffer hatten einige Mitglieder des DFB-Betreuerstabs ihre Emotionen in der Fischt-Arena in Sotschi nicht mehr im Griff gehabt. Provokant ballten sie in Richtung der schwedischen Bank die Fäuste und machten hämische Gesten.

Diese Reaktionen und Gesten seien teils „zu emotional“ gewesen, entschuldigte sich der DFB unter anderem via Twitter. Die Enttäuschung der Skandinavier nach dem Kroos-Tor in der fünften Minute der Nachspielzeit bleibt ungeachtet dessen riesig. „Eine der schmerzhaftesten Niederlagen, die Schweden je erleiden musste“, schrieb die Stockholmer Tageszeitung „Dagens Nyheter“ am Sonntag. „Wenn es wirklich darauf ankommt, sind die Deutschen die Besten“, meinte „Aftonbladet“.

Stefan Weinert, Ravensburg, 24. Juni 2018