Corona-Krise: Unterstützung für die Beschäftigten in der Gastronomie

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Sehr geehrter Herr Zöllick,

sehr geehrte Damen und Herren Arbeitgeber im DEHOGA,

wir, die Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe haben Angst, fürchten um unsere Jobs und unsere Existenz.

Das Corona-Virus sorgt überall in Deutschland für leere Hotels und geschlossene Gaststätten. Wir waren über Jahre hinweg mit Herz und Leidenschaft in der Gastronomie tätig und stehen jetzt vor dem beruflichen Nichts. Auch ich kann derzeit nicht arbeiten und muss sehen, wie ich über die Runden komme.

Was die Arbeitgeber und sie als DEHOGA zurzeit abliefern, ist eine Sauerei. Statt sich um uns, um die Beschäftigten zu kümmern, rufen sie nach Milliarden-Hilfe für die Branche und meinen doch nur sich selbst.

Wir, die Beschäftigten in Kurzarbeit, bekommen 60% unseres Lohns. Bei den Gehältern, die in der Gastronomie gezahlt werden, reicht dieser Betrag nicht zum Leben. Wir müssen auf mehrere Hundert Euro im Monat verzichten oder werden gleich gekündigt, weil der Arbeitgeber kein Kurzarbeitergeld beantragt.

Ich fordere den DEHOGA auf, mit der Gewerkschaft NGG einen Tarifvertrag zur Kurzarbeit für die Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe zu schließen. Das Kurzarbeitergeld muss auf 90% aufgestockt und auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden. Ich kann nicht verstehen, warum das nicht schon längst passiert ist.

Bei Kurzarbeit müssen die Arbeitgeber keinen Lohn zahlen und sparen dadurch die Sozialversicherungsbeiträge. Diesen Betrag könnten sie nutzen, um das Kurzarbeitergeld aufzustocken.

Was in der Systemgastronomie geht, muss auch für das Hotel- und Gaststättengewerbe möglich sein. Der BdS (Bundesverband der Systemgastronomie) und die NGG haben am Montag, 16.03.2020, einen solchen Tarifvertrag geschlossen. (https://www.ahgz.de/news/tarifvertraege-systemer-erzielen-zusatzvereinbarung-wegen-corona,200012261806.html

Das muss doch auch für unsere Branche möglich sein!

Ich will nicht, dass alle Lasten der aktuellen Krise nur wieder von den Beschäftigten in unserer Branche getragen.