Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Bezahlung von Pflegepersonal

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Mit der Petition wir eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Bezahlung von Pflegepersonal in Kliniken, Pflege- und Seniorenheimen gefordert. Mit der Verabschiedung entsprechender Gesetze sollen insbesondere die folgenden Verbesserungen herbeigeführt werden:

·       Verringerung der pro Pflegekraft betreuten Patienten auf durchschnittlich 8 pro Pflegekraft

·       Dauerhafte Anhebung des allgemeinen Lohnniveaus auf das 1.2 fache des Deutschen Durchschnittslohns

·       Anhebung des Ausbildungsniveaus, Anpassung der Inhalte der Ausbildung in Pflegeberufen (Verlagerung gewisser Kompetenzen von Ärzten auf Pflegekräften)

·       Abschaffung eigenfinanzierter Ausbildungen im Gesundheitsbereich. Angliederung dieser Ausbildungsstätten an übliche Ausbildungsarten mit Ausbildungsvergütung.

·       Vorantreiben der Dualen Studiengänge im Gesundheitswesen. Das schafft bessere Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen.

·       Krankenhäuser und Kliniken dürfen nicht als Gewinn erwirtschaftendes Modell geführt werden.

 

BEGRÜNDUNG

Bedingt durch die CoViD-19 -Pandemie sind die Pflegeberufe in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerückt und sie werden zu den «systemrelevanten» Berufen gezählt. Gleichzeitig zeigt sich, der über lange Jahre angestaute Reformbedarf.

 

In Deutschland liegt derzeit die Zahl der pro Pflegekraft betreuter Patienten im Durchschnitt bei 13 was zu einer deutlichen Überlastung des Pflegepersonals und zu erheblichen negativen Auswirkungen in der Teamarbeit und in der Qualität der Pflege im Allgemeinen führt. Ein gesetzliche Patientenquote pro Pflegekraft in Deutschland ist daher dringend angezeigt.

 

In Deutschland liegt das Lohnniveau bei Pflegeberufen laut OECD derzeit bei 1.13 des Deutschen Durchschnittsgehalts. Dies steht in keinem Verhältnis zur Wichtigkeit und zur Anerkennung des Berufsbildes. Vielmehr wird das derzeitige durchschnittliche Lohnniveau nachvollziehbarerweise als Geringschätzung von Pflegeberufen aufgefasst. Eine dauerhafte erhebliche sofortige Anpassung des Lohnniveaus mittels gesetzlicher Mindestlöhne ist dringend angezeigt.

 

Trotz der im Durchschnitt meist hohen, bzw. gehobenen schulischen Grundausbildung von Pflegepersonal in Deutschland werden im Ländervergleich zu anderen Europäischen Ländern gewisse Tätigkeiten in der Pflege-Ausbildung nicht vermittelt, und sind ausschliesslich Ätzten vorbehalten. Durch eine vorangetriebene duale Studienausbildung und Fortbildungen des jetzigen Personals müssen diese Tätigkeiten erweitert werden. (Blutabnahme, Injektionen, lebensrettende Maßnahmen etc. Dazu sollte ein Statement des Berufsverbandes des Pflegepersonals eingeholt werden um geeignete Maßnahmen umzusetzen) Dies führt zum einen zu einer geringeren Stellung von Pflegeberufen als in anderen Ländern, zum anderen werden dadurch die Gesundheits- Einrichtungen über die Massen beschränkt, was das Einsatzgebiet Ihrer Pflegekräfte angeht. Eine Reform der Inhalte der Ausbildung zu Pflegeberufen ist daher dringend angezeigt.